Triple und ein Wermutstropfen

Unter anderem holen die Männer des VfB Stuttgart den Titel - VfB-Frauen sind aus 2. Regionalliga abgestiegen

Bad Cannstatt - Nach einem überaus erfolgreichen Wochenende durfte die Hockey-Abteilung des VfB Stuttgart das Triple feiern, sprich drei Teams gewannen einen Titel. Hingegen verlief der Spieltag für die Frauen in der 2. Regionalliga wenig erfreulich: Sie sind abgestiegen.

Den VfB-Herren gelang nach dem Aufstieg im letzten Jahr in die 1. Verbandsliga der direkte Durchmarsch in die Oberliga. Der 4:2-Auswärtserfolg beim TSV Mannheim bringt schon einen Spieltag vor Saisonende den ersehnten Meistertitel. Das letzte Saisonspiel gegen den Heidenheimer SB findet am kommenden Sonntag um 11 Uhr in der heimischen Halle Neugereut statt Die VfB-Herren II machten es noch einen Tick besser und holten sich den Meistertitel sogar ungeschlagen. Ein 2:1 gegen den TSV Ludwigsburg und ein 6:4 gegen Pforzheim sorgten endgültig für den Aufstieg. Das Triple komplett machte die männliche Jugend B. Im Endspiel um den baden-württembergischen Pokal gegen den HC Suebia Aalen behielten sie die Oberhand und machten den Pokalsieg klar. Großer Wermutstropfen war am vergangenen Wochenende jedoch die Heimniederlage der VfB-Damen I gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt aus Schweinfurt. 2:5 unterlag man in der Sporthalle Neugereut und rutschte damit auf den vorletzten Tabellenplatz der 2. Regionalliga ab. Die Stuttgarterinnen hatten während der 70 Minuten nie ihre Nerven im Griff und die cle-veren Gäste nutzten dies in der Anfangsphase eiskalt aus. Nach vier Minuten stand es bereits 0:2 - beide Tore begünstigt durch individuelle Abwehrfehler der Gastgeberinnen. Zudem vergab man auch die besten Torchancen. Dem VfB gelang zwar nach acht Minuten der Anschlusstreffer. Aber in der Folge verteidigte Schweinfurt geschickt und setzte durch Konter immer wieder Nadelstiche. In der 22. Minute erhöhte Schweinfurt folgerichtig zum 3:1-Pausenstand. Die VfB-Mädels waren bis dahin eindeutig unter ihren Möglichkeiten geblieben. Und es wurde im zweiten Spielabschnitt nur kurzfristig besser. Anfangs machten die Stuttgarterinnen tatsächlich mehr Druck und kamen durch eine Energieleistung der überragenden Bianca Braun in der 38. Minute zum Anschlusstreffer. Danach übertrafen sich die VfB-Damen erneut im Auslassen von Torchancen. Selbst sogenannte 100-prozentige Chancen konnten sie nicht nutzen. Die Schweinfurterinnen kamen mit der nervlichen Belastung „Abstiegsendspiel“ deutlich besser zurecht. Versäumten es aber ihrerseits, bei vier Strafecken sich für ihre Konterstärke zu belohnen. Erst in der 58. Minute führte einer dieser Konter zu einem Siebenmeter - 4:2 Schweinfurt. Eine Minute später sorgten die Gäste gegen sechs Stuttgarter Feldspielerinnen für den 5:2-Endstand ins leere Stuttgarter Tor. Mit den gesammelten Erfahrungen sollte diese jedoch nicht die letzte Saison in der 2. Regionalliga gewesen sein. Die VfB-Damen II hatten am Sonntag ebenfalls noch Chancen auf den Aufstieg - sogar mit dem Vorteil einen Heimspieltag ausrichten zu können. Nach einem 3:0 gegen den TSV Ludwigsburg III und einem 0:2 gegen den SSV Ulm II belegte man am Ende der Saison aber den 3. Tabellenplatz.

Cannstatter Zeitung, 11.02.2014
Thomas Reinmüller

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