Sieg und Niederlage

Hockeyspielerinnen des VfB Stuttgart mit guten Leitungen

Bad Cannstatt - Im Spitzenspiel der Oberliga standen die Frauen des VfB Stuttgart nach einer starken Partie beim Tabellenführer HC Heidelberg mit leeren Händen da: Sie unterlagen mit 3:5. Ein 6:3-Erfolg gelang indes gegen die TSG Rohrbach.

Nach einem starken Beginn führten die VfB-Mädels gegen Heidelberg nach zehn Minuten mit 2:0. Esther Hummel aus unmöglichem Winkel und Henni Commichau nach schöner Vorarbeit von Elissa Eggenweiler trafen für den VfB. Die Heidelbergerinnen zeigten sich unbeeindruckt, schlugen zurück und führten zur Pause mit 4:2. Nach dem Wechsel gelang Eggenweiler prompt der Anschlusstreffer und die VfB-Damen waren in der Folge mehrfach nahe dran am Ausgleichstreffer. Doch stattdessen gelang Heidelberg in der Schlussphase der entscheidende Treffer zum 5:3-Endstand - die Überraschung blieb aus. Eine solche Überraschung galt es, tags drauf gegen den Tabellenletzten TSG Rohrbach zu verhindern. Rohrbach prä-sentierte sich in der Halle Nord kompakt, zweikampfstark und besser als erwartet. Die VfB-Mädels taten sich unerwartet schwer. Dennoch gelang Elissa Eggenweiler per Doppelschlag die 2:0-Führung, Esther Hummel erzielte das 3:1, Lena Schwend traf per Strafecke zum 4:2-Pausenstand. Nach dem Wechsel erhöhte Eggenweiler zwar mit einem weiteren Eckentor auf 5:2. Doch erst als Helen Strobel mit einer sehenswerten Einzelaktion das 6:3 erzwang, war der Widerstand der Gäste gebrochen. Damit eroberten die VfB-Damen vorerst Rang 2 zurück. Morgen (13 Uhr) treten die VfB-Damen in Ulm an.

Nachdem die VfB-Herren I vorletzte Woche gegen den HC Ludwigsburg II eine ordentliche Tracht Prügel bezogen hatten, wollten sie nun ebenfalls beim Heidelberger HC zeigen, dass die Oberliga aus nahezu gleichwertigen Teams besteht. Trainer Philip Richter hatte sein Team sehr defensiv eingestellt. Durch eine Deckung weit in der eigenen Hälfte sollten die Räume eng gemacht werden um dann als kompakte Einheit gegen den Ball zu arbeiten. Bereits nach drei Minuten lag der VfB aber mi 0:1 zurück. Erst neun Minuten und etliche Versuche später netzte Felix Kaerger zum 1:1 ein. War den Heidelbergern in Halbzeit eins noch ein Blitzstart gelungen, verschliefen sie jetzt die ersten fünf Minuten komplett und wurden durch Carsten Thorwart bestraft. In der Folge entwickelte sich ein hitziges Spiel mit vielen Fouls, wobei die Schiedsrichter alle Hände voll zu tun hatten, das Spiel einigermaßen fair über die Runden zu bringen. Die Partie wogte hin und her, immer wieder luden sich die Teams gegenseitig zu Schusskreisszenen ein. Am Ende hieß es 6:6.

Thomas Reinmüller
Cannstatter Zeitung, 24.01.2015
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