Gelungenes Heimdebüt

Oberliga-Hockeyspielerinnen des VfB Stuttgart gewinnen mit 5:1

Stuttgart - Grund zum Jubeln hatten die Hockeyspielerinnen des VfB Stuttgart: Gegen den Regionalliga- Absteiger TSV Mannheim 2 feierte der VfB mit einem 5:1-Sieg ein gelungenes Heimdebüt.

Wie schon beim Auftaktsieg in Ludwigsburg funktionierte die Abwehr über weite Strecken ordentlich und diesmal nutzte der VfB konsequenter seine Konterchancen. Schon in der Anfangsphase setzte sich die auffallend gute Elissa Eggenweiler über die rechte Seite durch und ihre Querablage drückte Beli Blaschik zum 1:0 über die Linie. Danach schafften es aber beide Teams nicht, richtig Ruhe in ihr Spiel zu bringen. So wechselten sich starke Szenen mit unnötigen Fehlern auf beiden Seiten ab. Die Folge: Eine phasenweise zerfahrene Partie, in der die VfB-Mädels aber konsequenter ihre Chancen nutzten. Zweimal Elissa Eggenweiler - davon einmal per Stafecke - sorgte für den 3:0-Pausenstand. Insgesamt hatten aber die Stuttgarterinnen mehr und bessere Chancen, ließen allerdings ein paar Strafecken zu viel zu. Die Eckenabwehr dagegen war sehr sehenswert und erfolgreich. Nach dem Wechsel bemühten sich die VfB-Mädels um mehr Struktur im Spiel und das zumindest phasenweise mit Erfolg. Die Abwehr stand sicher, Meli Simmler war trotz Knieverletzung ein guter Rückhalt und immer wieder wurden vorne Chancen erspielt. Helen Strobel belohnte sich und das Team dann mit dem eigentlich beruhigenden Treffer zum 4:0. Mannheim erhöhte aber den Druck, kam zum Anschlusstreffer und versuchte mit einer sechsten Feldspielerin das Spiel noch zu drehen. Doch Eggenweiler krönte ihre starke Partie, indem sie einen Pass im Aufbauspiel abfing, energisch in den Kreis marschierte und das 5:1 besorgte.
Auch wenn noch nicht alles perfekt läuft, gegen den Regionalligaabsteiger war ein so klarer Sieg nicht zu erwarten. Morgen, 12 Uhr, im Heimspiel (Halle Nord) gegen den Topfavorit Feudenheimer HC steht die nächste Standortbestimmung an. Fakt ist: Die VfB-Damen sind auf einem ganz guten Weg. Nachdem die VfB-Herren I durch einen Sieg gegen den Aufsteiger vom TSV Mannheim II erfolgreich in die Hallenrunde der Oberliga gestartet waren und dabei vor allem durch Teamspiel und Kampf glänzten, wartete nun mit dem HC Heidelberg ein anderer Gegner. Bereits mit einem 16:1 gegen den Karlsruher TV am ersten Spieltag hatten die Heidelberger ihre Ambitionen angemeldet - das Spiel wurde somit auch für die Stuttgarter zu einer ungewollten Hallenhockey- Lehrstunde. Man unterlag mit 1:9. Der Unterschied beider Teams offenbarte sich vor allem in der Spieldynamik mit und ohne Ball. Der Gegner war fast immer einen Schritt oder einen Gedanken schneller und präsentierte sich als reiferes und gefestigteres Team. Festzuhalten bleibt, dass die VfB Herren I zwar Lehrgeld bezahlt haben, aber jeder Lehrling mit Fleiß und Arbeit auch irgendwann mal den Lehrmeister bezwingen kann. Am morgigen Sonntag, 15 Uhr, wartet in der Halle Nord mit dem Karlsruher TV eben jene Mannschaft, die bereits mit 23 Gegentoren nach zwei Spieltagen als willkommenerer Gegner erwartet werden darf. Die Herren III des VfB Stuttgart starteten am vergangenen Spieltag in die Saison. Los ging es mit einem Spieltag bei der TSG Heilbronn. Gegen den TSV Riederich gewann der VfB mit 11:0, gegen die TSG Heidelberg unterlag man mit 1:5.

Cannstatter Zeitung, 28.11.2015
Thomas Reinmüller

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