Jubel und Enttäuschung bei den VfB-Hockeyspielern

Für die Hockeyspieler des VfB Stuttgart (in den roten Trikots) gab es auch gegen Freiburg nichts zu holen. Nach der 1:6-Niederlage ist man aus der Oberliga abgestiegen. (Foto: Rene Straube) Für die Hockeyspieler des VfB Stuttgart (in den roten Trikots) gab es auch gegen Freiburg nichts zu holen. Nach der 1:6-Niederlage ist man aus der Oberliga abgestiegen. (Foto: Rene Straube)

Stuttgarter Oberliga-Herren-Team steigt ab, die Herren II hingegen in die 3. Verbandsliga auf

Bad Cannstatt - Die Herren II des VfB Stuttgart holten sich nach einem toll herausgespielten 4:2-Auswärtserfolg beim Karlsruher TV und der gleichzeitigen Niederlage der Heidelberger den Titel und sicherten sich damit den verdienten Aufstieg in die 3. Verbandsliga.

Das Spiel begann für die Stuttgarter gleich richtig gut. Ein Karlsruher Abwehrspieler verstolperte den Ball im Schusskreis und Adrian Zürn tauchte frei vor dem Schlussmann auf, der aber geschickt heraus kam und den Winkel verkürzte. In der Folgezeit kam auch Karlsruhe besser ins Spiel und zu ersten Chancen, aber es waren die Stuttgarter, die nach schönem Angriff in Führung gingen. Luka Baumann bekam den Ball auf der rechten Seite, setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und lief mustergültig an der Torauslinie in Richtung Tor. Ein schöner Pass in den Rückraum, wo Adrian Zürn ebenso stark dem Torhüter keine Chance ließ. Karlsruhe war angeschlagen und verstärkte die Offensive. Es gab auch die ein oder andere Tormöglichkeit, aber Christian Neubauer war ein ganz starker Rückhalt und bei der größten Möglichkeit der Hausherren auf seinem Posten. Die vielen kurzen Ecken der Karlsruher verpufften alle und so waren es wieder die Stuttgarter, die jubeln durften. Einen Steilpass in den Karlsruher Schusskreis in zentraler Position und Fuß von einem Stuttgarter Spieler - so war zumindest die Meinung der drei Abwehrspieler, die den Spielbetrieb einstellten und auf den Pfiff der Karlsruher Schiedsrichterin warteten. Die waren aber anderer Meinung und so ließ sich Adrian Zürn nicht zweimal bitten und verwandelte trocken zum 2:0-Pausen- stand. In der zweiten Hälfte spielte sich die Partie weitgehend zwischen den beiden Schusskreisen ab und wenn es einmal in den Schusskreis ging, hatten die Stuttgarter die klareren Möglichkeiten. Das wichtige 3:0 fiel dann Mitte der zweiten Hälfte. Dieses Mal war es Luka Wolf, der sich schön durchsetze und auf Adrian Zürn passte. Sein Torschuss wurde aber regelwidrig abgewehrt, weshalb es Siebenmeter gab. Diese Chance ließ sich Christof Weisenburger nicht nehmen und setzte den Ball unhaltbar ins linke obere Tor-Eck. Die Stuttgarter nahmen in der Folge nun etwas das Tempo aus dem Spiel, was die Hausherren zehn Minuten vor dem Spielende noch mal auf 1:3 herankommen ließ. Aber wieder war es Adrian Zürn, der schnell den alten Drei-Tore-Vorsprung zum 4:1 wiederherstellte. Das Anschlusstor zum 2:4 kurz vor Spielende war nur noch Ergebniskosmetik.

Die VfB-Herren I unterlagen hingegen im letzten Heimspiel der Saison gegen den FTV Freiburg und sind damit vorzeitig aus der Oberliga angestiegen. Gestartet war der VfB mal wieder gut und lag zur Pause mit 1:0 in Führung. Die Freiburger hatten zwar mehr vom Spiel, die Defensive hielt jedoch und die Gäste kamen ausschließlich durch Strafecken zu Chancen. Ein anderes Bild bot sich in Halbzeit zwei. Die Freiburger erhöhten den Druck, kamen zum Ausgleichstreffer und sofort griff die Nervosität im Stuttgarter Team um sich. 1:6 lautete das bittere Endergebnis. Es bleibt nun die Aufgabe für die nächste Saison, das runderneuerte Team zu festigen und taktisch weiterzuentwickeln, um den Wiederaufstieg anzupeilen.

Im letzten Saisonspiel treten die VfB-Männer morgen, 11 Uhr, beim TSV Ludwigsburg an. Die VfB-Damen bestreiten morgen, 12 Uhr, mit dem Derby gegen die Stuttgarter Kickers das vorerst letzte Regionalligaspiel auf dem heimischen Kunstrasen in der Mercedesstraße.

Cannstatter Zeitung, 09.07.2016
Thomas Reinmüller

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