Herren mit starker Leistung in Heidelberg

Am Samstag mussten die Herren des VfB Stuttgart zur ungewohnten Zeit zu ihrem Auswärtsspiel nach Heidelberg reisen - erst um 18 Uhr war Anstoß.
Auf den verkleinerten Kader und ohne die zuletzt so starken Yannick Maier und Nils Kegler wartete der Tabellenzweite mit (noch theoretischen) Aufstiegschancen und einem vollbesetzten Kader.
Nachdem man letzte Woche gegen die Reserve des HC Ludwigsburg eine ordentliche Tracht Prügel bezogen hatte, wollte man in dieser Woche zeigen, dass die Liga aus nahezu gleichwertigen Teams besteht und sich keiner zu sehr ausruhen darf. Trainer Philip Richter hatte die Mannschaft sehr defensiv eingestellt. Durch eine Deckung weit in der eigenen Hälfte sollten die Räume eng gemacht werden, um dann als kompakte Einheit gegen den Ball zu arbeiten. 
Bereits nach drei Minuten mussten die Herren jedoch das erste Gegentor hinnehmen. Erst neun Minuten und etliche Versuche später konnte Felix Kaerger zum 1:1 einnetzen. Einen schnellen Konter über die linke Angriffsseite schloss er mustergültig ab. Kurz danach waren es aber die Hausherren, die wieder Grund zum Jubeln hatten. Eine kurze Ecke brachte sie wieder in Front. Drei Minuten später konnte aber erneut Kaerger nach toller Vorarbeit von Sturmpartner C. Thorwart zum Ausgleich einschieben. Kurz vor der Halbzeit folgte dann der erneute Rückstand, wobei der VfB es in der Phase nach dem Ausgleich verpasst hatte die etlichen Kreisszenen zu nutzen, um etwas Zählbares herauszuholen.
War den Heidelbergern in Halbzeit eins noch ein Blitzstart gelungen, verschliefen sie jetzt die ersten fünf Minuten komplett und wurden prompt durch Carsten Thorwart bestraft. In der Folge entwickelte sich ein hitziges Spiel mit vielen kleinen Fouls, wobei die Schiedsrichter schon mit den schlechten Hallenbedingungen alle Hände voll zu tun hatten, das Spiel einigermaßen fair über die Runden zu bringen. Nach einem Stockfoul in der Rückwärtsbewegung und der gerechtfertigten grünen Karte für Robin Rösslein, hatten die VfB Jungs bei der fälligen Ecke keine Chance und so waren es wieder die Heidelberger die in Führung gehen konnten. Das Spiel wogte hin und her, immer wieder gab es Fehler im Aufbau und so luden sich die Mannschaften gegenseitig zu Schusskreisszenen ein. In der 39. Minute konnte Kaerger, mit seinem dritten Tor an diesem Abend, erneut für den Ausgleich sorgen. Die Heidelberger wollten ein Zeichen setzen, nahmen den Torwart aus dem Spiel, um in Überzahl die erneute Führung zu erzwingen. Doch nach einem schnellen Abschlag konnte C. Thorwart den Ball unbedrängt im Schusskreis annehmen, sich zum Tor drehen und fast ohne Gegenwehr einschieben. 
Die Überzahl der Heimmannschaft forderte noch mehr die mannschaftliche Geschlossenheit und das Arbeiten gegen den Ball im Kollektiv. Vier Minuten nach der ersten Führung, lag der Ball wieder im Tor des HCH. Nachdem der letzte Mann auch noch seinen Schläger geworfen hatte und die Heidelberger von nun an in Unterzahl agieren mussten, war es die ideale Voraussetzung diese Führung auszubauen. Doch es kam anders: Der HCH spielte geschickt auf Zeit und hatte durch den kleinen wusligen Angreifer Eric Sattel die Chance zum Anschlusstreffer. Aus fast unmöglichem Winkel in der linken Schusskreisecke schaffte er es, dem sonst guten Torwart der Stuttgarter, den Ball durch die Beine zu schieben. 
13 Minuten galt es nun die Führung zu behaupten und die Überraschung perfekt zu machen. Leider reichte es am Ende nicht. Neun Minuten vor Schluss dann der Ausgleich. Nach einer Ecke klärte Lukas Weniger auf der Linie; in den Augen der Schiedsrichter auf regelwidrige Art und Weise. Beim fälligen 7-Meter hatte Dennis Berrer im Stuttgarter Tor zwar die richtige Ecke, doch es reichte, um ihn zu überwinden.
Am Ende stand somit ein gerechtes 6:6 auf der Anzeigetafel der Pestalozzi-Sporthalle.   
Am kommenden Wochenende hat die Mannschaft um Kapitän Nico Thorwart spielfrei. Am 01.02. folgt das vorletzte Spiel – um 11 Uhr ist der TSV Ludwigsburg zu Gast in Neugereut.

Es spielten:

Tor: Dennis Berrer
Abwehr: Knut Schulze Neuhoff, Steven Krietsch, Lukas Weniger
Sturm: Nico Thorwart, Felix Kaerger (3), Carsten Thorwart (3), Joachim Wilhelm, Robin Rösslein

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