Herren II entscheiden Aufstiegskrimi für sich

Die Ausgangslage vor dem Wochenende war denkbar schlecht. Nach der Niederlage in Heidelberg hatte man nur noch eine Chance auf den Aufstieg, wenn man am Samstag in Karlsruhe gewinnt. Gleichzeitig durfte aber Heidelberg einen Tag später sein Heimspiel gegen Freiburg nicht gewinnen.

Und ausgerechnet in diesem letzten Spiel musste man auf ganze 11 Spieler verzichten. Erik, Julian, Martin, Philip und Christian Schneefuss waren schon im Urlaub. Marius fällt länger verletzt aus, Nobbe schon auf dem Weg nach Südafrika. Markus Kaupp mit der Jugend unterwegs. Jan Dietrich, Markus Hager und Lars privat verhindert....

Was die Herren II in diesem Jahr aber auszeichnet, ist der extrem breite Kader, so konnte man trotzdem mit 14 Spieler in Karlsruhe auflaufen. Wenngleich man Robin in Altensteig aufgabeln musste... alles für die Mannschaft! Erstmals für die Herren II aktiv, Luka Wolf und Luca Baumann.

Und das Spiel fing gleich richtig gut an. Ein Karlsruher Abwehrspieler verstolperte den Ball im Schusskreis und Adrian tauchte frei vor dem Schlussmann auf, der aber geschickt heraus kam und den Winkel verkürzte. In der Folgezeit kam auch Karlsruhe besser ins Spiel und zu ersten Chancen, aber es waren die Stuttgarter, die nach schönem Angriff in Führung gingen. Luka Baumann bekam den Ball auf der rechten Seite, setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und lief mustergültig an der Torauslinie in Richtung Tor. Schöner Pass in den Rückraum, wo Adrian ebenso stark dem Torhüter keine Chance ließ. Karlsruhe war angeschlagen und verstärke die Offensive. Es gab auch die ein oder andere Tormöglichkeit, aber Fliege war heute ein ganz starker Rückhalt und war bei der größten Möglichkeit der Hausherren auf seinem Posten. Die vielen kurzen Ecken der Karlsruher verpufften alle und so waren es wieder die Stuttgarter, die jubeln durften. Steilpass in den Karlsruher Schusskreis in zentraler Position... Fuß von einem Stuttgarter Spieler, so war zumindest die Meinung der drei Abwehrspieler, die den Spielbetrieb einstellten und auf den Pfiff der Karlsruher Schiedsrichterin warteten. Die war aber anderer Meinung und so ließ sich Adrian nicht zweimal bitten und verwandelte trocken zum 2:0, was dann auch der Pausenstand war.

In der zweiten Hälfte änderten die Hausherren ihre Taktik und gingen nun sehr früh und sehr aggressiv auf den ballführenden Spieler, und leider auch auf alles andere, was sich gerade in der Nähe befand. Das mussten Robin, Andy und Dat schmerzlich erfahren, indem sie teils rüde von den Beinen geholt wurden. Die Taktik ging aber nicht auf und die Hausherren brachten sich damit eher selbst aus dem Konzept, ihre Diskussionen mit der eigenen Schiedsrichterin taten ihr Übriges. Die Partie spielte sich weitgehend zwischen den beiden Schusskreisen ab und wenn es einmal in den Schusskreis ging, hatten die Stuttgarter die klareren Möglichkeiten. Das wichtige 3:0 fiel dann Mitte der zweiten Hälfte. Dieses Mal war es Luka Wolf, der sich schön durchsetze und auf Adrian passte. Sein Torschuss wurde aber regelwidrig abgewehrt, weshalb es 7m gab. Diese Möglichkeit ließ sich Christof nicht nehmen und setzte den Ball unhaltbar in linke obere Toreck. Die Stuttgarter nahmen in der Folge nun etwas das Tempo aus dem Spiel, was die Hausherren 10 Minuten vor dem Spielende nochmal auf 3:1 herankommen ließ, aber wieder war es Adrian, der schnell den alten drei Tore Vorsprung zum 4:1 wiederherstellte. Der Anschlusstreffer zum 4:2 kurz vor Spielende war nur noch Ergebnis Kosmetik.

Mit dem verdienten 4:2 Erfolg hatten die Stuttgarter nun wieder die Tabellenführung übernommen und mussten nun warten, wie sich die Heidelberger am nächsten Tag gegen die Freiburger schlugen. Großer Vorteil war, dass auch die Freiburger noch eine theoretische Aufstiegschance hatten, wenn die Stuttgarter nicht vorgelegt hätten. Sonntag um 12:45 stand dann endlich das Ergebnis aus Heidelberg auf der HBW Seite.... Freiburg konnte das Spiel mit 2:0 für sich entscheiden und die Stuttgarter standen damit als Meister und Aufsteiger fest.

Schon unabhängig vom Ausgang in Heidelberg war das letzte Saisonspiel ein starker Abschluss einer tollen Saison. Aber so war das natürlich die Krönung und verdiente Belohnung für eine starke Teamleistung. Mit 26 Treffern aus 10 Spielen zusammen mit Karlsruhe die meisten Tore erzielt, mit 11 Treffern die wenigsten Gegentore. 30 eingesetzte Spieler, wovon nur Florian und Andy bei allen Spielen dabei waren.

Die Prognose vom Beginn der Saison sollte sich bewahrheiten, mit den für allen Teams vielen, weit entfernten Auswärtsfahrten konnte sich nur der durchsetzen, der Auswärts ein starkes Team hat. Genau dies war eine Stärke der Stuttgarter. Mit 15 Mann in Freiburg, das war schon sehr beeindruckend! Gleichzeit sah man aber, das mit 11 Mann in Strassbourg, als man sogar einen Keeper als Feldspieler aufbieten musste, selbst gegen die Franzosen nichts zu holen war.

Das sollte auch gleichzeitig ein Fingerzeig auf die neue Saison sein. Die Saison wird, speziell wegen der Sanierung unseres Kunstrasens, nicht einfach werden und wir werden eine Liga höher nur bestehen können, wenn wir weiter auf einen breiten Kader bauen können, in dem jeder alles für das Team gibt.

Zum Schluss noch ein Sonderlob an unsere neu eingebauten Jugendspieler. Das war in Karlsruhe ein ganz starker Einstand von Luca und Luka. Beide spielten, als ob sie schon dutzende Herrenspiele auf dem Buckel hätten. Ganz starke Leistung, die auf mehr hoffen lässt. Toll war auch die Weiterentwicklung von Julian im Laufe der Saison. Da war auch nochmal eine deutliche Steigerung zu sehen und wir haben sicher noch den ein oder anderen Kandidaten in der Hinterhand, die uns zukünftig verstärken können, David Bräuninger sei hier nur Beispielhaft erwähnt.


Es spielten in Karlsruhe:

Tor: Fliege
Abwehr: Dat, Christian, Andy, Robin, Luka
Mittelfeld/Sturm: Carsten, Markus Massier, Volker, Florian, Christof (1), Adrian (3), Benne, Luca

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