Herren II holen einen Punkt in Karlsruhe
Die Herren II des VfB Stuttgart spielen beim Karlsruher TV 2:2 (1:0).
Die Feldsaison beginnt wieder und gleich zu Beginn ging es für die Jungs aus Cannstatt in die badische Fächerstadt, die auch tabellarisch auf einem ähnlichen Niveau dasteht. Zunächst fand das Spiel der Badener im Viertel der Stuttgarter statt und die Gastgeber hatten einige schnelle Momente, bei denen zweimal VfB-Torwart Lukas Rottenburger souverän agierte. In der 8. Spielminute setze der VfB sich gut über der rechten Seite durch und Sven Thomas schloss aus spitzem Winkel ab. Im zweiten Viertel wurden die Hauptstadtschwaben deutlich stärker und brachten mehr Aktionen im Halbfeld. Überzahlen im Mittelfeld konnten zwar erzeugt werden, noch konnte der VfB sie nicht optimal zu Ende spielen. Der VfB vergab eine kurze Ecke und hatte in der 23. Minute eine gefährliche Kontersituation, welche über einen weiten Schlag von Florian Wondratschek eingeleitet wurde. Der nachfolgende Abschluss konnte jedoch gut pariert werden. Unaufmerksam waren die Stuttgarter Sekunden vor der Halbzeit, wo eine Abwehraktion eigentlich geklärt schien, dann aber unglücklich an den Fuß ging. So konnte der KTV eine starke kurze Ecken schießen, die Steven Krietsch gerade noch mit dem Schläger abzuwehren versuchte, jedoch konnte nur die Brust das Tor verhindern. Der darauf regelkonform gegebene Siebenmeter führte zum 1:0 für die Gelben, der auch den Halbzeitstand markierte.
Im dritten Viertel stellten die Schwaben etwas offensiver auf, sodass sie jetzt druckvoller nach vorne spielen können. Eine ansehnliche Ballstafette über die linke Seite brachte den Ball zu Benedikt Zürn, der aus zentral Position und im Liegen mit vollem Körpereinsatz das verdiente 1:1 schrubbte. Die hochmotivieren Württemberger blieben auch weiter am Ball und es gelang ihnen durch Jes Andresen wieder eine Strafecke herauszuholen. Diese nagelte Stuttgarts Eckenschütze Maximillian Kinzler wirklich haargenau in den Winkel, sodass der VfB in Führung gehen konnte. Allerdings glich der KTV durch einen sehenswerten Rückhandschlags ihres jungen Stürmers unmittelbar im vierten Viertel aus. Es gab eine technisch herausfordernde Phase, in der beide Mannschaften viel Risiko gehen wollten, emotional maximal dabei waren und leidenschaftlich gekämpft haben. In der Abwehr gab es grün für Julian Siller für Ballweglegen, doch beim nächsten Ballverlust in Unterzahl konterten die Stuttgarter in Unterzahl. Zwar konnte der VfB im Schusskreis sein, konnte aber nicht abschließen. Auf der anderen Seite bekam der KTV eine Ecke fünf Minuten vor Schluss, die Lukas Rottenburger sehr stark abwehren konnte. Richtig wild wurde es in der 57. Minute, bei der sich die Württemberger wieder von der rechten Schusskreiskante in den Kreis durchsetzten: Der Querpass auf dem einschussbereiten Stürmer kam perfekt, doch der defensiv verteidigende Spieler konnte von hinten mit seinem Schläger nur Knie und Keule treffen, sodass die Schläger laut zusammenkrachten. Viele Stuttgarter erwarteten die Entscheidung zwischen Siebenmeter und Strafecke und wirkten nach dem ausbleibenden Pfiff sichtlich und hörbar aufgebracht. Auch wenn es auf dem Platz anders anfühlte, war diese Szene rückblickend nicht spielentscheidend, weil beide Mannschaften zuvor schon Chancen hatten, erfolgreich vor dem Tor zu sein.
Es blieb bei einem 2:2, welches sich für den VfB eher wie eine Niederlage anfühlte. Vielmehr bleibt den beiden Karlsruher Schiedsrichter*innen herzlich zu danken, diese Partie gut geleitet zu haben, da der VfB keinen eigenen Schiri stellen konnte.
Für den VfB Stuttgart spielte:
Lukas Rottenburger (TW), Steven Krietsch, Benedikt Zürn (1), Julian Siller, Florian Wondratschek (C), Julian Berkmann, David Kaps, Christoph Kreckel, Maxime Menke, Tom Ziller, Moritz Streule, Jes Andresen, Rainer Streule, Sven Thomas, Maximilian Kinzler (1), Martin Strobel, Mathis Berkes.