Interview mit Heike Riedel und Thomas Reinmüller, VfB-Hockeyabteilung

Ein starkes Wir-Gefühl und viele Erfolge

Heute Feier zum 100-jährigen Bestehen - Abteilung ist für die Zukunft gerüstet

Vor 100 Jahren wurde die Hockey- Abteilung des VfB Stuttgart ins Leben gerufen. Aus diesem Grund wird am heutigen Samstag im Kursaal in Bad Cannstatt gefeiert. Die Hockey-Spieler mit ihrer Spielstätte an der Mercedesstraße befinden sich „seit Jahren im Aufwind“, sagen Heike Riedel, die stellvertretende Abteilungsleiterin, und Thomas Reinmüller, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, unisono.

Handball, Fußball, Basketball oder Leichtathletik - warum ausgerechnet Hockey?
Riedel: Meine Eltern haben Hockey gespielt, deshalb habe ich das 1972 ausprobiert und bin hängen geblieben.
Reinmüller: Mein ältester Sohn hat damit angefangen. Dann bin ich auch eingestiegen und mein Jüngster greift mittlerweile auch zum Schläger.

Der familienbedingte Weg also. Es fällt bei den Spielberichten auch auf, dass immerwiederkehrende Namen auftauchen.
Riedel: Das stimmt so nicht mehr. Früher war Hockey sicher ein Familiensport, und wir haben heute auch noch Spieler und Spielerinnen in dritter Generation in unseren Reihen. Aber das hat sich gewandelt. Anders wäre ein Zuwachs bis auf aktuell 465 Mitglieder nicht möglich gewesen. 1991 waren es noch 207.
Reinmüller: Das ist Höchststand, und davon sind gut 50 Prozent Kinder und Jugendliche.

Wie war das möglich, die Mitgliederzahl mehr als zu verdoppeln?
Riedel: Entscheidend für den Aufschwung und die Entwicklung war die Anstellung eines hauptamtlichen Trainers. Mittlerweile haben wir mit Markus Kaupp und Alexander Dehmer gleich zwei.
Reinmüller: Und die damit verbundenen Aktionen und Kooperationen mit Grundschulen und seit geraumer Zeit auch mit Kindergärten zogen und ziehen einen Zuwachs nach sich. Vier Kindergärten sind das pro Jahr. Im darauffolgenden Jahr folgen vier andere. Mittlerweile holen wir die Kinder sehr früh ab, damit sie uns nicht von anderen Sportarten wie Fußball oder Handball weggeschnappt werden und zudem schon frühzeitig die sportartspezifische Ausbildung kennenlernen. Die Aktionen und Kooperation koordinieren die Trainer und führen sie durch. Genauso liegt die Organisation des Trainings der einzelnen Mannschaften in ihren Händen. Riedel: Die Trainer haben so viel Überzeugungsarbeit geleistet, dass die Mannschaften mittlerweile alle von Spielern und Spielerinnen aus dem aktiven Bereich geleitet werden. Das schweißt zusammen, sorgt für einen guten Zusammenhalt und dann doch wieder für eine familiäre Atmosphäre.

Ist Hockey eigentlich ein erschwinglicher Sport?
Riedel: Bei uns besteht immer die Möglichkeit zum Schnuppern. Das heißt, einzig Sportschuhe müssen mitgebracht werden, ein Schläger wird vorerst gestellt. Dieser kostet aber auch nicht die Welt, für Kinder zum Einstieg etwa 30, für Erwachsene um die 50 Euro. Natürlich gibt es auch weitaus teurere Schläger.

Apropos Schnuppertraining. Können noch Mitglieder aufgenommen werden?
Riedel: Wie gesagt, wir führen verschiedene Aktionen mit der Absicht durch, die Sportart jedem nahe zu bringen, aber auch, um neue Mitglieder zu gewinnen. In der Tat stoßen wir aber an Grenzen. Vor allem was den Platzbedarf angeht. Unser Spielfeld an der Mercedesstraße steht uns für Trainingszwecke unter der Woche nur an vier Tagen zur Verfügung. Eigentlich zu wenig. Die Aktivenmannschaften trainieren auf einem halben Feld. Das ist für den Punktspielbetrieb alles andere als optimal. Darüber hinaus sind wir über das Stadtgebiet in verschiedene Hallen verteilt. Auch da sind die Bedingungen für Hockey nicht überall gut. Es könnten durchaus einige Hallenkapazitäten mehr sein, zumal die Kinder aufgrund der Ganztagsschule auch erst gegen Abend ins Training können.
Reinmüller: Trotz dieser beengten Voraussetzungen ist es super, was sportlich möglich ist. Die Damen und Herren spielen in der Oberliga und die beiden männlichen Jugenden U14 und U16 haben sich kürzlich den Titel in der Verbandsliga Baden-Württemberg gesichert.

Wie soll es aus sportlicher Sicht weitergehen?
Reinmüller: Mittelfristig peilen wir mit beiden aktiven Mannschaften den Aufstieg in die Regionalliga an.
Nun seid Ihr ja eine Abteilung des großen VfB Stuttgart, bei dem die Fußballer alles überstrahlen. Diese wurden aber ausgegliedert.
Riedel: Sicherlich stand viele Jahre lang alles im Schatten der Profi-Fußballer. Den-noch fanden wir Beachtung, wobei diese seit der Ausgliederung der Fußballer deut-lich gestiegen ist. Verantwortliche besuchen unsere Spiele, sind bei Weihnachtsfeiern vertreten. Zudem tauschen wir uns regelmäßig aus und besprechen die Strategien. Darüber hinaus wird der Abteilung auch mehr Geld genehmigt. Wir haben die Verantwortlichen überzeugt, dass zwei hauptamtliche Trainer sinnvoll sind und das Hockey beim VfB voranbringen.
Reinmüller: (lacht): Außerdem sind wir nun die mitgliederstärkste Abteilung des VfB Stuttgart.

Heute wird das 100-jährige Abteilungsbestehen groß gefeiert. Was war die Sternstunde in der Historie?
Reinmüller: Im Jahr 1991: Da sind sowohl die Frauen als auch die Männer in die Regionalliga aufgestiegen.

Und der Tiefpunkt?
Riedel: Ganz klar im Jahr 1972. Dem VfB ging es finanziell insgesamt schlecht, des-halb wurde eine Umlage auf die Mitglieder beschlossen. Ein großer Teil der Hockeyspieler sah das nicht ein und wechselte zu Rot-Weiß Stuttgart. Deren Hockey-Abteilung löste sich 1988 auf, und die Abgewanderten wanderten wieder zurück zum VfB und starteten in den Folgejahren durch.

Was wünschen Sie Ihrer Abteilung für die kommenden 100 Jahre?
Riedel und Reinmüller: Dass der Team- Gedanke und das Wir-Gefühl in unserer Abteilung weiter so ausgeprägt bleiben. Gleichzeitig sich der Erfolg auch weiterhin einstellt.

Die Fragen stellte Torsten Streib.

Cannstatter Zeitung, 19.10.2019

Vor 100 Jahren — erste Spiele auf dem Münsterplatz

Einige VfB-Mitglieder unter der Führung von Heini Bäuerle, der seit 1907 im Vorläuferverein FV 1893 Stuttgart in der Leichtathletik-Abteilung aktiv ist, beschließen das Sportangebot zu erweitern und gründen im Sommer 1919 die Hockey-Abteilung. Gespielt wird zuerst auf dem Münsterplatz, Ende 1919 werden die Schläger auf dem Wasen in unmittelbarer Nähe des heutigen Campingplatzes geschwungen. Die ersten Spiele finden statt und auch Erfolge über die Stadtgrenze hinaus stellen sich ein. 1924 schließt sich die Hockey-Abteilung des „Kraftsportverein 1895“ dem VfB an und es geht weiter aufwärts mit dem Sport. Beim Länderspiel 1926 gegen Rheinland-Pfalz stehen neun VfB-Akteure in der württembergischen Mannschaft. Bis 1930 läuft alles gut, doch die Weltwirtschaftskrise fordert ihren Tribut und die Damen-Mannschaft verschwindet. 1937 wird ein neues Clubgelände nahe des Untertürkheimer Daimlerwerks angelegt, die Hockeyspieler errichten bis 1940 in Eigenregie einen Rasenplatz, dort wo heute das Robert-Schlienz-Stadion ist. Während des Zweiten Weltkrieges gerät der Sport zur Nebensache. Im Sommer 1945 wird der Sport wiederbelebt, das Problem ist nur, die nötige Ausrüstung wie Schläger, Bälle und Schienen aufzustöbern, was aber gelingt. Bereits drei Jahre später existiert wieder eine Herren-, Altherren- und Jugendmannschaft. Auf Initiative von Gisela Dobler und Hella Zimmer gibt es 1951 wieder eine Damenmannschaft - diese wird verstärkt durch den Übertritt eines Großteils der Betriebssportgruppe des Breuninger SC. Ab 1952 wird auch Hockey in der Halle gespielt. Einen tiefen Einschnitt erlebt die Abteilung 1972. Der Gesamtverein gerät in finanzielle Notlagen und beschließt eine Umlage auf die Mitglieder. Die Folge: Ein Großteil wechselt zum ESV Rot-Weiß Stuttgart. Plötzlich besteht die Abteilung nur noch aus einer Handvoll Erwachsener und vier Jugendteams. Liesel „Lisi“ Gantzhorn verkörpert fast zwei Jahre lang das „Mädchen für alles“ und startet mit den Jugendteams einen Neuanfang. Erfolge stellen sich bei der Jugend ein, selbst eine Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Bremen und Celle glückt 1977. In diesem Jahr werden dann wieder aktive Herren- und Frauenteams gestellt, gespielt wird auf dem neuen Rasenplatz an der Benzstraße. 1988 löst der ESV Rot-Weiß Stuttgart seine Hockeyabteilung auf, viele Aktive und Jugendspieler wechseln nun zum VfB. Mit Erfolg: 1991 gelingt sowohl den Damen als auch den Herren der Sprung in die Regionalliga. Gespielt wird dabei schon seit 1985 auf dem Kunststoff-rasen an der Mercedesstraße. Die Herren steigen sofort wieder aus der Regionalliga ab, die Frauen erwischt es zwei Jahre später. In der Saison 2014/15 gelingt den Frauen nochmals der Sprung in die Regionalliga, doch es geht postwendend wieder abwärts. Beide Aktiven-Teams spielen derzeit in der Oberliga.

Cannstatter Zeitung, 19.10.2019

Mit Niederlage vom Feld verabschiedet

Ludwigsburg - Ihr letztes Spiel vor der Winterpause bestritten die Frauen des VfB Stuttgart beim Lokalrivalen HC Ludwigsburg. Die Partie wurde mit 0:1 verloren und so belegen die VfB-Frauen den drittletzten Platz in der Oberliga.
Erneut hatte die Mannschaft mit vielen verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfällen zu kämpfen. Jedoch zeigten sich die VfB-Mädels erneut kampfstark und bissig. Bis zum dritten Viertel ließen sie den Ludwigsburgerinnen nicht viele Chancen und kämpften um jeden Ball. Nach weiteren zwei Ausfällen mussten die VfB-Frauen zeitweise sogar ohne Auswechsler zurechtkommen und so erzielten die Gastgeberinnen letztlich das 1:0. Im abschließenden Viertel setzten die Stuttgarterinnen alles auf eine Karte. In den letzten Minuten erspielten sie sich im gegnerischen Kreis gute Chancen. Jedoch fehlte am Ende das Quäntchen Glück, um den Ausgleich zu erzielen. Somit endete die Partie mit einer 0:1-Niederlage. Die Feldsaison verlief bis dato definitiv nicht so, wie sich die Stuttgarterinnen das vorgestellt haben.

Besser machte es die männliche U12 bei der „Final Four“ genannten Endrunde der Verbandsliga in Mannheim. Im Halbfinale unterlagen die VfB-Jungs zunächst zwar unglücklich mit 0:1 gegen den Gastgeber TSV Mannheim. Im Spiel um Platz drei gewannen die Stuttgarter aber verdient mit 1:0 gegen den Karlsruhe TV und die Jungs durften sich bei der Siegerehrung über die Bronzemedaille freuen.

Cannstatter Zeitung, 19.10.2019
Thomas Reinmüller

Per Solo Ins Drei-Punkte-Glück

Oberliga-Hockeyspieler des VfB Stuttgart landen im Heimspiel gegen den Karlsruher TV wichtigen 1:0-Sieg

Den Vergleich mit seinem Trainerkollegen vom Karlsruher TV hat VfB-Coach Markus Kaupp verloren: Zumindest aus modischer Sicht zur Volksfestzeit. Während Kaupp sportlich mit Jogginghose und T-Shirt am Spielfeldrand Anweisungen gab, war sein badischer Kollege mit Lederhose und Hemd bestückt. Passend für den späteren Wasenbesuch, den die Karlsruher nach der Partie in Angriff nahmen. Freilich, in Feierlaune waren nach den 60 Minuten aber nur Kaupp und seine Schützlinge. Mit einem 1:0-Sieg hat sich der VfB Stuttgart in die Winterpause verabschiedet, kann also gut gelaunt und mit Selbstvertrauen den Schläger nun in der Halle schwingen.

Vor allem dem Klassenerhalt ist der Aufsteiger durch den Dreier einen weiteren Schritt näher gekommen. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf die kritischen Plätze. „Der Letzte steigt auf jeden Fall ab, möglicherweise auch noch der Vorletzte. Deshalb war der Sieg enorm wichtig, wir können nun beruhigt in die Halle gehen“, sagte ein zufriedener VfB-Coach Kaupp, der auch von der Entwicklung seines Teams angetan ist. „Einige junge Akteure haben wir in dieser Saison eingebaut und es ist ein Aufwärtstrend im Vergleich zum Saisonstart deutlich erkennbar.“ Dazu tragen auch Willis Ochieng Okeyo und Danstone Wabwire - genannt Barry - bei. Die beiden kenianischen Nationalspieler haben ein Touristenvisum, „beteiligen sich bei uns am Jugendtraining und spielen bei den Aktiven. Im Gegenzug stellen wir ihnen eine Unterkunft und Verpflegung“, sagt Tim Waldbauer von der Vorstandschaft der Hockey-Abteilung. „Ihre technischen Fähigkeiten, ihr Spielverständnis und Engagement im Training machen auch die anderen Spieler besser“, weiß denn auch Kaupp. Danstone Wabwire blieb es auch Vorbehalten, für den entscheidenden Akzent auf dem Platz zu sorgen. Gegen Ende des dritten Viertels - ein Viertel dauert 15 Minuten - schnappte sich Wabwire den Ball auf Höhe der Mittellinie, spielte rasant und technisch versiert vier Karlsruher aus. Sein platzierter Schuss landete anschließend zum 1:0-Siegtreffer im Netz. Zu diesem Zeitpunkt lag der Führungstreffer für die Hausherren nicht in der Luft, denn dieses dritte Viertel sei das schlechteste gewesen, was man in dieser Saison gespielt habe. Die Gäste, die nur mit einem Ersatzspieler angereist waren, hatten danach nichts mehr entgegenzusetzen, der VfB erlebte ein ruhiges letztes Viertel und hätte das Ergebnis mit etwas mehr Konzentration und Genauigkeit im Passspiel noch erhöhen können. „Alles in allem geht der Sieg in Ordnung, die Jungs haben die Taktik gut umgesetzt.“ Mit langen Schlenzbällen in die Spitze versuchte der VfB, das Mittelfeld schnell zu überbrücken und so Konter der Gäste zu vermeiden. „Die Karlsruher sind für ihre überfallartigen Angriffe nach Ballgewinn, wir indes für unsere Konteranfälligkeit bekannt. Durch die langen Bälle haben wir sie ihrer Stärke beraubt.“

Nun ist auf dem Feld erst mal Ruhe, die Hallensaison steht vor der Tür. Der VfB spielt „unter Tage“ in der 1. Verbandsliga, der Sprung in die Oberliga sei das Ziel. Verzichten müssen die Cannstatter dabei auf die Qualitäten der beiden Kenianer - sie fliegen heute zurück in ihre Heimat. Im April, wenn es wieder an der frischen Luft auf Punktejagd geht, „hoffen wir, sie wieder dabei zu haben“, sagt Waldbauer.

VfB Stuttgart: Berrer; Schmid, Hahn, Ratke, Bergmann, Okeyo, Wabwire, Carsten Thorwart, Werner, Krähling , Sonntag, Rösslein, Süssmuth, Koth, Krietsch.

 

Cannstatter Zeitung, 14.10.2019
Torsten Streib

VfB will mit Sieg in die Pause gehen

Bad Cannstatt - Die Feld-Hockeyspieler machen sich demnächst vom Acker: Für die Männer des VfB Stuttgart steht morgen, 11 Uhr, das letzte Oberliga- Spiel im Freien an, bevor es in die Winterpause beziehungsweise in die Hallenrunde geht. Zu Gast auf der Anlage an der Mercedesstraße ist der Karlsruher TV. Die badischen Gäste rangieren mit drei Punkten nach vier Spieltagen auf dem siebten und vorletzten Tabellenplatz, der VfB hat zwei Zähler mehr, belegt Rang 5. „Wir werden alles versu-chen, um mit einem Sieg wichtige Zähler gegen den Klassenerhalt zu schaffen und mit einem positiven Gefühl in die Pause zu gehen“, sagt VfB-Trainer Markus Kaupp. Beim Blick auf seine Aufstellung weiß er aber: „Es wird alles andere als einfach, es fehlen doch einige Akteure.“ Vor allem Abwehrstrategen. Vier Innenverteidiger stehen dem VfB für gewöhnlich zur Verfügung. Die Stuttgarter spielen im 4:3:3-System, benötigen also zwei Innenverteidiger in der Startelf. Doch von den Vieren fehlen morgen gegen Karlsruhe drei. Doch auf Improvisieren versteht man sich bestens beim VfB. „Die Problematik hatten wir auch zuletzt gegen den Tabellen-zweiten Ludwigsburg und das haben wir gut gelöst, wie das 1:1 beweist. Nun wird eben erneut ein Akteur von weiter vorne nach hinten beordert. Ich hoffe, es klappt wieder so gut.“

Cannstatter Zeitung, 12.10.2019

Ein Punkt gegen den Abstieg

Bad Cannstatt - Die Männer des VfB Stuttgart empfingen den Tabellenzweiten der Oberliga, den HC Ludwigsburg II, und erkämpften sich ein 1:1. Gegen die mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestarteten Ludwigsburger begannen die VfB-Jungs hellwach. Beide Mannschaften hatten etwa gleich große Spielanteile, die Gastgeber agierten dabei aber gefährlicher: So war es Barry Danstone, der die erste große Chance auf Stuttgarter Seite hatte. Sein Schuss ging knapp am Pfosten vorbei. Nach einer kurzen Ecke für den VfB war es dann aber soweit. Steven Krietsch sorgte mit seinem zweiten Saisontor für die 1:0-Führung. Auch nach dem Führungstreffer blieben die Hausherren aktiver als die Gäste und konnten in einer fünfminütigen Überzahl viele gute Chancen herausspielen, die aber allesamt ungenutzt blieben. In der zweiten Halbzeit spielten hauptsächlich die Gäste aus Ludwigsburg, sie konnten aber in der kompakten VfB-Defensive kaum Lücken finden. In einem zunehmend hitzigen Spiel schafften es die Hausherren kaum, für Entlastung zu sorgen, da die Konter meist schlecht ausgespielt wurden. Der HCL konnte mit seinem Ballbesitz wenig anfangen und konnte nur durch kurze Ecken Gefahr ausstrahlen. Eine solche war es dann auch, die zwei Minuten vor Schluss für den l:l-Ausgleichstreffer sorgte. Dennoch war es eine ordentliche Leistung mit einem gerechten Ergebnis. Jetzt gilt es für die VfB-Herren, am Sonntag um 11 Uhr auf heimischem Platz gegen den Karlsruher TV noch mal drei Punkte zu holen, bevor die Hallensaison ansteht.

Über ein dutzend Ausfälle konnten die Frauen des VfB Stuttgart nicht wegstecken und unterlagen am Ende ihres Oberliga-Auswärtsspiels mit 0:7 beim TSV Mannheim II. Bis zum letzten Viertel hatte sich das letzte VfB-Aufgebot tapfer gewehrt und lag nur 0:2 hinten. Dann aber verließ die aufrechte Elf die Kraft und Mannheim kam zu etlichen Ecken, die nahezu allesamt im Nachschuss im Tor landeten. Am kommen-den Sonntag (17 Uhr) geht es zum Tabellenführer HC Ludwigsburg.

Cannstatter Zeitung, 11.10.2019
Thomas Reinmüller

VfB-Herren siegen im Lokalderby

Bad Cannstatt - Die Oberliga-Hockeyspieler des VfB Stuttgart gingen mit großer Motivation zu den Stuttgarter Kickers, schließlich wollte man beim HTC II gewinnen. Dies gelang mit 7:1 auch eindrucksvoll. Der VfB begann schwungvoll. Gefährlich wurde es aber erst nach einem Sololauf von Barry, der den Ball an der Mittellinie bekam, dann die komplette Kickers-Abwehr stehen ließ und zum 1:0 einschob. Anschließend parierte Dennis Berrer eine kurze Ecke der Kickers. Der VfB indes verwandelte durch Dominik Hahn eine Strafecke zum 2:0. Für die vermeintliche Vor-entscheidung sorgte Till Sonntag, als er per Rückhandschlag zum 3:0 traf. Nach der Halbzeit nutzten die Kickers eine Überzahlsituation zum 1:3. Doch Hahn verwandelte seine zweite Ecke und kurz darauf erzielte Fabian von Karstedt nach einem schönen Spielzug das 5:1. Erneut Hahn und Steven Krietsch trafen noch bis zum 7:1, was auch den ersten Saisonsieg bedeutete. Am Samstag, 16 Uhr, empfängt der VfB den HC Ludwigsburg.

Die VfB-Frauen verloren indes ihr Oberliga-Heimspiel gegen die TSG Rohrbach mit 0:1. Die Stuttgarterinnen, die einige Ausfälle verkraften mussten, kamen sehr schlecht ins Spiel. Es fehlte die nötige Griffigkeit in den Zweikämpfen. Die Gäste nutzten ihre erste Chance prompt zum 1:0. Ein langer Ball in den Kreis konnte nur mit dem Fuß gestoppt werden. So gab es die erste Strafecke, die die Rohrbacher auch direkt verwandelten. Im zweiten Viertel konzentrierte sich der VfB mehr darauf, zusammen zu spielen und es gelang so immer häufiger, schön in den gegnerischen Schusskreis zu kontakten. Die so erspielten drei Ecken wurden aber weder durch Direktschüsse noch durch Varianten verwandelt. Mit 0:1 ging es aus VfB-Sicht in die Halbzeitpause. In der zweiten Hälfte verzettelte sich der VfB immer mehr in Eizelaktionen. Auch die Ausbeute der kurzen Ecken - insgesamt waren es sechs - war nicht ideal. So verlor man letztlich mit 0:1. Am Samstag spielt der VfB beim TSV Mannheim II.

Cannstatter Zeitung, 04.10.2019
Thomas Reinmüller

Erfolgsserie der jungen Wilden hält an

Auch die U-14-Hockeyspieler des VfB Stuttgart sichern sich den Titel in der Verbandsliga Baden-Württemberg

Nach dem Titelgewinn der männlichen VfB-U-16-Mannschaft in Ulm stand am vergangenen Wochenende in Lahr das nächste Final Four um die Hockey-Verbandsliga-Meisterschaft in Baden-Württemberg an - diesmal in der als Knaben A bezeichneten U-14-Altersklasse.
Die VfB-Hockey-Jungs platzierten sich hier in der Vorrunde ungeschlagen mit nur zwei Gegentoren souverän für die über zwei Tage als Final Four ausgerichteten Endrunde um den Meistertitel in Lahr. Am vergangenen Samstag wurde dann Halbfinalgegner TSV Mannheim am Ende deutlich mit 4:0 besiegt. Im Finale am Sonntag machten es die Roten gegen den SSV Ulm jedoch spannend bis zum Schluss. Nach regulärer Spielzeit stand es torlos 0:0, so- dass letztlich das Penalty-Schießen über Sieg oder Niederlage entscheiden musste. Dabei geht es wie beim Elfmeterschießen im Fußball „Mann gegen Mann“. Nur acht Sekunden bleiben dem auf den Torwart zulaufenden Schützen, den Ball im Tor zu platzieren - oder eben nicht. Am Ende gewann der VfB Stuttgart durch klasse Paraden von VfB-Goalie Matthis Randecker und eine konstante Teamleistung über die komplette Feldsaison verdient mit 3:2. Die Roten belohnten sich nach einer tollen Saison mit der Goldmedaille und dem begehrten HBW-Meister-Wimpel.

 

Am 13. Oktober dürfen die U-12-Hockey-Jungs des VfB ebenfalls in der Endrunde der letzten Vier ran. Zeitgleich tritt das U-16-Team an dem Wochenende beim Süddeutschen Jugendpokal in Oberhausen an.

Cannstatter Zeitung, 02.10.2019
Thomas Reinmüller

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