VfB-Herren zurück in der Oberliga

Bad Cannstatt - Vor dem letzten Spiel der Saison waren die Rollen verteilt: Den Herren des VfB Stuttgart konnte der zweite Tabellenplatz in der 1. Verbandsliga nicht mehr genommen werden und die Gäste aus Bruchsal konnten sich nur durch einen Sieg vor dem Abstieg retten. Doch schon nach 20 Sekunden die kalte Dusche für die Gastgeber. Nach eigenem Anspiel verlor man in der Vorwärtsbewegung den Ball und kassierte das 0:1. Das Niveau verflachte in der Folge zusehend. Der VfB hatte gefühlte 90 Prozent Ballbesitz, jedoch konnte man keinen Profit aus dieser drückenden Überlegenheit ziehen. Erst Mitte der zweiten Hälfte brachten fünf starke Minuten des Spaniers Jordi Mas die ersehnten Tore. Nach einem schönen Angriff über die rechte Seite konnte er eine Ablage von Tobias Krähling zum 1:1 und nur drei Minuten später ein tolles Solo durch das gegnerische Viertel per argentinischer Rückhand zum 2:1 verwerten. Mit dem Schlusspfiff gelang Bruchsal mit einem letzten Verzweiflungsakt der 2:2-Endstand. Obwohl nicht gewonnen wurde, feierte der VfB dennoch ein wenig, denn die langjährigen Leistungsträger Felix Kaerger und Tom Hawxwell werden den VfB in Richtung Essen und Hamburg verlassen.

Erfreuliches dann einige Tage später: Durch die Schützenhilfe des SV Böblingen (Sieg gegen den Mannheimer HC) steigen zwei bayerische Teams aus der Regionalliga Süd in die Oberliga Bayern ab. Da es keinen Absteiger in die Oberliga Baden-Württemberg gibt, können nach jetzigem Kenntnisstand die beiden Erstplatzierten Teams aus der 1. Verbandsliga das Tableau vervollständigen. Die VfB-Herren spielen also bereits ein Jahr nach dem Abstieg erneut in der höchsten Spielklasse Baden-Württembergs.

Cannstatter Zeitung, 06.07.2019
(Thomas Reinmüller)

Hitzeschlacht mit unglücklichem Ausgang

Hockey-Männer des VfB Stuttgart verlieren in Ludwigsburg - Morgen letztes Saisonspiel

Nach dreiwöchiger Pause starteten die Herren des VfB Stuttgart bei 35 Grad in die finale Phase. Nach der Niederlage gegen den Aufstiegskonkurrenten aus Heilbronn fehlt dem VfB nur ein Sieg aus den letzten zwei Spielen, um den zweiten Tabellenplatz zu sichern. Dies könnte im weiteren Verlauf durchaus interessant werden, da durch die enge Tabellensituation in der 2. Regionalliga auch ein Aufstieg des Zweitplatzierten aus der 1. Verbandsliga möglich werden könnte. Aufgrund der Hitze fehlten zu Beginn sowohl die Geschwindigkeit, als auch die Genauigkeit auf beiden Seiten. Dennoch gelang Ludwigsburg noch in der Anfangsviertelstunde nach einer Strafecke durch Abwehrchef Wildermuth das 1:0. Doch nur zwei Minuten später wurde eine schöne Kombination über Carsten Thorwart und Benedikt Zürn zum 1:1 verwertet. Nach dem Wechsel war es wieder eine Ecke, die die erneute Ludwigsburger Führung durch Youngster Fischer brachte. Danach wirkte das VfB-Spiel zerfahren. Passend dazu verwertete R. Greiner per Lupfer über den VfB-Keeper zum 3:1. Nach einer Auszeit und einem flammenden Appell von Spielertrainer Fabian von Karstedt wurde der VfB wieder besser. Es dauerte jedoch bis zur 69. Minute, ehe Nachwuchsspieler Tom Bongers im Getümmel vor dem Ludwigsburger Tor die Übersicht behielt und zum 2:3-Endstand traf. Morgen um 11 Uhr empfängt der VfB zum Saisonabschluss den Tabellenletzten TSG Bruchsal und braucht einen Sieg.

Cannstatter Zeitung, 06.07.2019
(Thomas Reinmüller)

Glückloses Saisonfinale

Die Frauen des VfB Stuttgart konnten im letzten Spiel der Saison 2018/19 nicht mehr punkten. Sie verloren nach einem Kampfspiel mit leistungsmäßig deutlich Luft nach oben mit 0:1 bei der FT Freiburg. Dadurch rutschten sie in der Abschlusstabelle der Oberliga noch auf Rang 5 - punktgleich mit Freiburg und nur einen Zähler hinter dem Tabellendritten. Sie verpassten es knapp, das starke 1:1 vom Donnerstag der Vorwoche gegen den Meister HC Ludwigsburg zu veredeln.

Nach acht Spielen in nur gut vier Wochen waren einige Spielerinnen sichtlich müde und das Team konnte ein halbes Dutzend Ausfälle nicht mehr kompensieren. Am Vatertag überzeugten die VfB-Mädels noch total kämpferisch gegen den HC Ludwigsburg. Nach einer schönen Einzelleistung von Elissa Eggenweiler brachte Lara Christ den VfB noch vor der Pause in Führung. Der HCL spielte überlegen und machte mächtig Druck. Doch mehr als der Ausgleichstreffer zwölf Minuten vor dem Ende gelang dem Tabellenführer nicht mehr. Zuletzt in Freiburg funktionierte das VfB-Team nicht ganz so gut. Das Spiel gegen den HCL hatte offensichtlich viel Kraft gekostet. Etliche Spielerinnen knüpften nicht an die Leistungen an, fielen schnell in alte Muster zurück und so kam der VfB nicht wirklich gut ins Spiel. Das Aufbauspiel war leicht durchschaubar, fehlerhaft und nicht druckvoll genug. Im Mittelfeld fehlte es ein wenig an Kreativität und Durchsetzungsvermögen, sodass sich auch die Stürmer nicht oft in Szene setzen konnten. Nach starkem Beginn übernahm Freiburg phasenweise das Kommando und ging Mitte der ersten Hälfte nach einer Ecke in Führung. Die VfB-Damen spielten zu selten über die starke rechte Seite und zu selten kamen verwertbare Bälle in den Schusskreis. Kurz vor Schluss donnerte Helen Strobel eine Direktabnahme an den Pfosten. Das war’s. Leider schafften es die VfB-Damen in der Rückrunde nicht, konstant starke Leistungen abzuliefern. Bemerkenswert gute Spiele wechselten mit bedenklich schwachen. An der Konstanz gilt es zu arbeiten, denn das Niveau in der Oberliga Baden-Württemberg ist mittlerweile sehr hoch. Da ist selbst der Klassenerhalt in der neuen Saison kein Selbstläufer.

Auch die Herren des VfB Stuttgart mussten nach dem 0:3-Sieg im Flutlichtspiel bei den Stuttgarter Kickers III Federn lassen - beim Tabellenführer der 1. Verbandsliga in Heilbronn unterlagen sie mit 0:3. Die VfB-Herren II hingegen waren erfolgreich, sie konnten ihr Heimspiel gegen den Karlsruher TV II mit 2:0 gewinnen. Das Saisonfinale mit den jeweils letzten beiden Partien steht für die beiden Herrenteams nach den Pfingstferien an.

Cannstatter Zeitung, 07.06.2019
Thomas Reinmüller

Derbysieg unter Flutlicht

Hockeyspieler des VfB Stuttgart gewinnen beim Stadtrivalen Kickers III mit 3:0

Laue Temperaturen, untergehende Sonne, guter Rasen, Flutlicht - ein perfekter Abend für ein Stadtderby in der 1. Verbandsliga. Im Schatten des Fernsehturms sollte nach dem überzeugenden Auftritt am Wochenende der nächste Sieg für die Männer des VfB Stuttgart gegen den HTC Stuttgarter Kickers III her, was auch mit 3:0 gelang.

Der VfB begann etwas verhalten und der Arbeitsalltag steckte wohl noch in einigen Köpfen. Anders wären die vielen Ungenauigkeiten im Spielaufbau und die leichten Ballverluste im Mittelfeld kaum zu erklären. Gegen eine sehr erfahrene Ki-ckers-Mannschaft fand das junge VfB- Team, bei dem Spielertrainer Fabian von Karstedt nach Verletzung wieder in der Startelf stand, nur schwer in die Partie. Die ersten Möglichkeiten gehörten daher auch den Gastgebern. Doch der aufmerksame Keeper Dennis Berrer koordinierte die Defensive mit lauten Ansagen gekonnt und war auch bei den ersten Abschlüssen des HTC auf dem Posten. In der Folge fand der VfB besser ins Spiel und hatte durch Ex-Kickers Spieler Till Sonntag die erste Chance. Es fehlten am Ende aber Zentimeter für die Führung. Auch ein paar Minuten später hatte Kapitän Werner Radtke nur wenig Glück, als er eine Direktabnahme zwar durch die Beine des Torhüters, jedoch nicht über die Linie drücken konnte. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe mit etwas mehr Spielanteilen für den VfB. Die Mannschaft des HTC-Trainers Sasha Reinelt beschränkte sich auf Konter und lange Bälle. Vor allem Unzulänglichkeiten im Aufbau des VfB und einige Einzelaktionen brachten das letzte Viertel in Gefahr, jedoch ohne dass zwingende Chancen erspielt wurden. So stand es zur Pause folgerichtig 0:0.

In Hälfte zwei ein ähnliches Bild: ein ständiges Hin und Her ohne zwingende Abschlüsse. Waren die Außen in der ersten Hälfte noch völlig verwaist geblieben, nutzte der VfB nun dieses Mittel, um gefährlich vor das Gehäuse zu kommen. Aus einem solchen Spielzug sollte auch das erste Tor fallen. Nach einem langen Ball von Laurin Süßmuth auf der linken Seite drang Kapitän Radtke in den Kreis ein. Parierte der Keeper noch den ersten Schuss gekonnt, war er bei einer hoppelnden Argentinischen Rückhand von Felix Kaerger geschlagen. Auch das zweite Tor war eine Willensleistung mit etwas Glück für die Cannstatter. Tobias Krähling setzte sich halb rechts gut durch, traf den Ball mit der Rückhand nicht optimal, doch durch den Fuß des Kickers Verteidigers flog der abgefälschte Ball über den Torhüter hinweg - als Bogenlampe - zum 2:0 ins Tor. Der VfB verwaltete durch längere Ballstafetten die Führung. Letztlich war es VfB-Stürmer Carsten Thorwart, der nach einem Ballgewinn des kenianischen Nationalspielers Willis Okoye überlegt aus halbrechter Position zum 3:0-Endstand einschob. Schlussendlich setzte sich der VfB mit einer konzentrierten und reifen Leistung gegen den Stadtrivalen durch und darf weiter vom Aufstieg träumen.

Cannstatter Zeitung, 25.05.2019
Thomas Reinmüller

VfB-Männer bleiben Tabellenführer

Nach einer jüngst durchwachsenen Leistung bei der 0:1- Niederlage beim Mannheimer HC stand für die Frauen des VfB Stuttgart die nächste Herausforderung in der Oberliga an: Man war zu Gast beim SSV Ulm. In den ersten Minuten griffen jedoch die Gastgeberinnen an und versuchten erfolglos, ein Tor zu erzielen. Eine zweiminütige Strafzeit für Innenverteidigerin Nora Kraetzer verteidigte das VfB-Team souverän und griff sogar aus der Unterzahl heraus das gegnerische Tor an. Nach der Pause machte der VfB weiterhin Druck. Doch die Spielerinnen aus Ulm nutzten in der 47. Minute eine Lücke in der VfB-Verteidigung und trafen per Nachschuss zum 1:1. Dafür revanchierten sich die Roten 13 Minuten später mit einem Tor von Nora Kraetzer, die eine Strafecke verwandeln konnte. In der Folge entschied der Ul- mer Trainer, die Torhüterin gegen eine weitere Feldspielerin auszutauschen und in Überzahl anzugreifen. Die Stutt- garterinnen verteidigten zunächst gut gegen die elf Feldspielerinnen, zum Verhängnis wurde allerdings ein Fehler im eigenen Schusskreis, der zu einer Strafecke führte. Diese Chance nutzten die Ulmer zum 2:2-Endständ. Der Anschluss an die Tabellenführung ist für den VfB zwar noch da, doch der Rückstand auf den Tabellenführer HC Ludwigsburg beträgt bereits sechs Punkte.

Zuhause eine Macht

Die VfB-Herren haben in der 1. Verbandsliga ihre Heimserie ausgebaut und siegten gegen die SG Villingen- Schwenningen mit 6:0. Nach langen Visum-Querelen konnte der VfB nun endlich auf seinen Neuzugang, den kenianischen Nationalspieler Willis Okeyo, zurückgreifen. Von Beginn an drückte der VfB die Gäste in die Defensive. Nach einer halben Stunde erlöste der angeschlagene Felix Kaerger die Hausherren mit einem schönen Schlenzer in den Knick. Nun schien der Bann gebrochen. Nach einem schönen Solo über Kaerger stand Tom Bongers am langen Pfosten genau richtig und schob zum 2:0 ein. Zwei Minuten später traf Fabian Kelch zum 3:0-Pausenstand. In der zweiten Hälfte gestaltete sich die Partie zunächst ein wenig offener. Mit einem of-fensiven Gegenpressing versuchten die Gäste, den Spielaufbau des VfB früh zu stören, weshalb sich zunehmend Ungenauigkeiten im VfB-Mittelfeld einschlichen und die Sicherheit etwas verloren ging. Nach einem Konter über Benedikt Zürn und Tobias Krähling war es aber dann wieder der VfB, der im Zweigegen-Eins gegen den Torhüter den Ball über die Linie drückte. Auf der anderen Seite musste der gute VfB-Torwart Den-nis Berrer zweimal in höchster Not retten (53755.). Kurz vor dem Ende erhöhten Werner Radtke und Carsten Thorwart noch bis auf 6:0. Auch im sechsten Heimspiel blieb der VfB ungeschlagen und mit einem Punkt Vorsprung (allerdings auch zwei Spielen mehr) an der Tabellenspitze. Am heutigen Mittwoch (20.30 Uhr) geht es zum Fluchtlichtspiel zum HTC Stuttgarter Kickers.

Cannstatter Zeitung, 22.05.2019
Thomas Reinmüller

Rückrundenauftakt nach Maß

Durch zwei Siege in Serie behaupten die Hockeyspieler des VfB Stuttgart die Tabellenführung in der 1. Verbandsliga

Zwei Monate dauerte die Feldvorbereitung der Frauen des VfB Stuttgart. Zwischen Stocktrainings, schweißtreibenden Athletik-Einheiten und mehreren Testspielen entwickelte sich ein Optimismus auf die Rückrunde in der Oberliga. Umso ernüchternder war der Rückrunden-Auf- takt beim HC Heidelberg. Binnen einer Hälfte stand es 5:0 für die Gastgeberinnen. In Hälfte zwei betrieb der VfB Schadensbegrenzung - es blieb beim 0:5.

Ein völlig geändertes Mannschaftsbild zeigte sich dann im Heimspiel gegen die TSG Rohrbach. Bei winterlichen Temperaturen konnten die VfB-Damen im Laufe der Partie den Optimismus auch in Tore umwandeln. Helen Strobel stand zweimal goldrichtig und sicherte die drei Punkte für den VfB. Beim ersten Tor hatte die Rohrbacher Verteidigung noch einen Fuß am Ball, konnte aber die Führung nicht verhindern, beim 2:0 versenkte sie erneut einen Nachschuss eiskalt. Bereits am nächsten Tag stand die Partie beim FT Freiburg an. Beiden Teams merkte man die Partien des Vortags an - trotzdem entwickelte sich ein kämpferisches Spiel, mit leichtem Vorteil für die Freiburgerinnen, die öfter im Stuttgarter Kreis auftauchten. Hervorzuheben ist an dieser Stelle auch die Leistung von VfB-TorhüterinJana Burczyk, die gegen Freiburg mehrmals in brenzligen Situationen eingreifen musste. Das letzte Lachen bewahrten aber die Stuttgarter Mädels, die nach einer schönen Zusammenarbeit der beiden Waldbauer-Schwestern Anna und Clara in der zweiten Hälfte in Führung gingen. Den Freiburger Sturmwellen hielt der VfB dann bis zum Schlusspfiff stand. So feierte man einen 1:0-Sieg und weitere drei Punkte landeten auf dem Konto. Mit dem Sieg gegen Freiburg wurde nun das erste Minimalziel der Saison, der Klassenerhalt in der Oberliga, gesichert. Bei aktuell Tabellenplatz 3 und noch fünf verbleibenden Spielen ist noch einiges nach oben möglich. Am heutigen Samstag, 12. Mai (13 Uhr), empfangen die VfB- Damen den Mannheimer HC II.

Auch die VfB-Herren hatten einen Rückrundenauftakt nach Maß in der 1. Verbandsliga: Das Team um Spielertrainer Fabian von Karstedt wurde bei der TSG Bruchsal mit Laurin Süßmuth und Niklas Werner gleich mit zwei Spielern aus der VfB-Jugend ergänzt. Bereits nach wenigen Minuten nutzte Fabian Kelch die erste kurze Ecke mit einem platzierten Flachschuss zum 1:0. Das zweite Tor markierte Carsten Thorwart per Lupfer über den Keeper. Nach dem Wechsel ein unverändertes Bild: Souverän bestimmte der VfB das Spiel. Mitte der zweiten Hälfte war es Dennis Berrer zu verdanken, dass nicht der Anschluss fiel. Einen fulminanten Schuss lenkte der VfB-Keeper an die Latte. Nach einer clever gespielten langen Ecke von Ludwig Schmid schoss Fabian Kelch unbedrängt halbhoch zum 3:0 ein. Auch das Tor zum 4:0- Endstand für den aktuellen Tabellenführer ging auf das Konto Fabians Kelchs. Im Heimspiel empfing der VfB den HC Lahr. Bereits nach wenigen Minuten zappelte der Ball nach einer starken Einzelleistung von Tobias Krähling im Netz. Die junge Lahrer Mannschaft ließ sich jedoch nicht beirren und nutzte die einfachen Fehler im Stuttgarter Mittelfeld immer wieder zu gefährlichen Vorstößen. Die erste Ecke des Spiels führte zum bis dato nicht unverdienten Ausgleich. Erneut brachte eine Standardsituation den VfB wieder in Führung - nach einem unplatzierten Schuss bei einer kurzen Ecke war es Kapitän Werner Radtke, der den Rebound zum Halbzeitstand von 2:1 verwertete. Nach der Pause zeigte sich der VfB weiter in der Favoritenrolle. Erst Tobias Krähling nach einer etwas misslungenen Hereingabe von Kapitän Radtke, dann der Kapitän selbst durch die Hosenträger des gegnerischen Torwarts, brachten den VfB auf die Siegerstraße. Als dann auch noch Krähling eine argentinische Rückhand des Mittelfeldspielers Kaerger ins Tor blockte, war der Bann gebrochen. Dem VfB gelang nun nahezu alles. Munter kombinierten sich die Jungs vom Neckar durch die verunsicherten Abwehrreihen der Gäste. Nach einem klasse Solo von Jugendspieler Niklas Werner war es erneut Radtke, der den Ball mit dem Rücken zum Tor per One-Touch dem Keeper durch die Beine lenkte. Für den Schlusspunkt zum 7:1 sorgte schließlich Felix Kaerger nach einer kurzen Ecke.
Am Sonntag, 12. Mai (16 Uhr), gastiert der VfB bei der Bundesligareserve des TSV Mannheim.

Cannstatter Zeitung, 11.05.2019
Thomas Reinmüller

Doppelten Grund zum Jubeln

Trotz Niederlage schaffen die Hockeyspielerinnen des VfB Stuttgart den Klassenerhalt - Knaben B sind Oberliga-Meister

Aufgrund der Schützenhilfe des HC Ludwigsburg, der Schlusslicht Bietigheimer HTC II mit 7:1 besiegte, haben die Frauen des VfB Stuttgart den Klassenerhalt in der Oberliga am abschließenden Spieltag gesichert. Zu Meisterehren kamen indes die Knaben B des VfB: Sie waren in der Oberliga Baden-Württemberg das Maß aller Dinge.

Für die VfB-Damen stand das letzte Spiel in der Oberliga-Hallensaison 2018/19 an. Die Stuttgarterinnen haben beim Mannheimer HC zwar gut gespielt, aber am Ende doch wieder mit 1:2 verloren. Die VfB-Mädels waren nach 60 intensiven Minuten demnach sichtlich geknickt - doch dann kam die erlösende Nachricht aus Ludwigsburg: Bietigheim hat ebenfalls verloren. Der Klassenerhalt war mit mageren vier Pünktchen geschafft und somit das Saisonziel erreicht. Und gerade am letzten Spieltag hatten sich die VfB-Damen das Happy End auch komplett verdient. Ohne etliche Stammspielerinnen lieferten sie einen großen Kampf und zeigten sich auch spielerisch stark verbessert. Sie hielten sich an alle taktischen Vorgaben, spielten konzentriert und angstfrei. Die Belohnung folgte schon nach acht Minuten. Bianca Braun erzielte per Direktabnahme die 1:0- Führung für den VfB - nach sehenswerter Vorarbeit von Beli Blaschik und Helen Strobel über die rechte Seite. Danach entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Die Bundesliga-Reserve des Mannheimer HC hatte ein leichtes Chancenplus - die VfB- Damen ließen allerdings ebenfalls einige 100-prozentige Torchancen liegen. Und das wurde am Ende bestraft. Der MHC drehte mit zwei Eckentoren das Spiel. Die Gäste dagegen vergaben die letzte Ecke in der Schlussminute und so blieb eine der besten Saisonleistungen erneut unbelohnt - bis eben die gute Nachricht aus Ludwigsburg kam. Bemerkenswert: Eine starke Torfrau Jana Burczyk (wie fast in allen Spielen), ein Comeback von Lena Schwend nach Kreuzbandriss, das der Mannschaft geholfen hat, eine absolut geschlossene Teamleistung mit Eli Eggenweiler als Spielführerin, die bärenstark voranging. Wenn die VfB-Damen jetzt noch Tore schießen könnten.

Ebenfalls die letzten Spiele standen für die VfB-Herren II an. Sie gewannen in Bruchsal klar mit 6:1 gegen die FT Freiburg II, unterlagen anschließend aber gegen den Meister Karlsruher TV II mit 2:5. Am Ende belegten die Stuttgarter so einen nach dem Aufstieg sehr guten 4. Tabellenplatz in der 4. Verbandsliga. Die VfB-Herren III bestritten ihre letzten Spiele in Karlsruhe und konnten dank ihrer besten Saisonleistung mit 2:0 gegen den Mannheimer HC IV gewinnen. Gegen den TSV Riederich machte man sich das Leben selbst schwer, konnte aber mit der Schlusssirene noch den 4:4-Ausgleich erzielen und die Saison so auf dem 6. Tabellenplatz der 5. Verbandsliga abschließen.

Furios verlief die Oberliga-Saison für die männliche U12: Die VfB-Knaben-B holten sich mit 15 Siegen in 15 Spielen und 72:10-Toren verdient den Wimpel des Oberliga-Meisters Baden-Württemberg ab. Die VfB-Jungs nahmen als Tabellenführer ihrer Gruppe an der Finalrunde in Aalen teil. Gegen den HC Suebia Aalen I konnten die Stuttgarter dabei mit 4:0 und gegen den HC Ludwigsburg II mit 3:1 gewinnen. Im Halbfinale bezwangen die VfBler den Mannheimer HC II problemlos mit 5:1. Im Endspiel wartete der SV Böblingen. Auch diesen räumten die Stuttgarter aus dem Weg und siegten mit 3:1 und feierten somit souverän die Oberliga- Meisterschaft.

Cannstatter Zeitung, 22.02.2019
Thomas Reinmüller

Entscheidung vertagt

VfB-Hockey-Spielerinnen bangen um Klassenerhalt

Trotz einer beachtlichen Performance, vor allem in der zweiten Hälfte, reichte es für die Damen des VfB Stuttgart nicht für den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Oberliga. Das Heimspiel gegen den HC Heidelberg ging mit 2:3 verloren.

Der VfB hatte im Fernduell gegen Bietigheim II nach wie alle Trümpfe in der Hand. Ein Sieg gegen Heidelberg hätte nämlich den vorzeitigen Klassenerhalt bedeutet. Das Spiel gegen Heidelberg fing gut an für die VfB-Mädels. Nach einer mehr oder weniger ausgeglichenen Eröffnungsphase offenbarte sich ein offener Schlagabtausch. In der 17. Minute jedoch die kalte Dusche für den VfB - wieder einmal nach einer Ecke. Kurz darauf nutzten die Gäste einen Moment der Unkonzentriertheit in der VfB-Abwehr zum 2:0. Kurz vor der Pause unterbrach VfB-Spielführerin Elissa Eggenweiler sehr früh das Heidelberger Aufbauspiel und traf zum 1:2. Direkt nach der Pause war der Ball erneut im VfB-Tor -1:3. Der VfB machte nun Druck, erspielte sich Chance um Chance und wurde in der 40. Minute mit einer Strafecke belohnt, die erneut Eggenweiler verwandelte. Doch das 2:3 sollte auch das Endergebnis sein. Eine Kombination aus guter Abwehrarbeit der Badener, ausbaufähige Chancenverwertung der Schwaben und das fehlende Glück 5 sorgten dafür, dass der VfB auch gegen Heidelberg leer ausging.

Nun kommt es zum Showdown am letzten Spieltag. Der VfB muss am Sonntag, 17. Februar, beim Mannheimer HC II ran. Parallel dazu wird im Fernduell Bietigheim in Ludwigsburg gastieren. Der VfB hat aktuell einen Punkt Vorsprung auf den letzten Tabellenplatz und  wird alles daransetzen, ohne Schützenhilfe den Klassenerhalt perfekt zu machen. Die VfB-Männer unterlagen bei der TSG Heilbronn mit 6:10 und schließen die Verbandsliga-Saison auf dem 5. Tabellenplatz ab.

Cannstatter Zeitung, 15.02.2019
Thomas Reinmüller


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