Punktrunden-Start nach den Sommerferien

Der Spielmodus im Hockey steht indes noch nicht fest. Gute Trainingsbeteiligung bei den Teams des VfB Stuttgart.

Bad Cannstatt - Trainingsverbot in der Hochphase der Corona-Pandemie hatte anscheinend auch seine Vorteile – zumindest bei den Hockeyspielern und -spielerinnen des VfB Stuttgart. Als die Rückkehr auf den Platz beziehungsweise zu den Übungseinheiten wieder genehmigt wurde, „war die Begeisterung und die Trainingsbeteiligung höher als vor der Pandemie“, sagt VfB-Sportwart Andreas Höschele. Und dies, obwohl ja zu Beginn nur eingeschränkte Übungseinheiten ohne Körperkontakt erlaubt waren. Dennoch, alle seien wohl froh gewesen, sich wieder treffen und bewegen zu können, so Höschele. Zudem habe man die Möglichkeit gehabt, in Kleingruppen taktische Dinge einzuüben und die Kondition auf Vordermann zu bringen. „Besonders die taktischen Dinge kommen im normalen Trainingsalltag ab und an zu kurz.“ Besagter normaler Trainingsalltag ist seit dem 1. Juli wieder möglich – Übungseinheiten mit körperbetontem Spielen erlaubt. „Zum Glück, das ist natürlich motivierender.“ Dementsprechend zeichnet sich auch ein Punktspielbetrieb ab. Der Verband berate derzeit, wolle voraussichtlich nach den Sommerferien im September starten. Nach welchem Modus der Spielbetrieb stattfinde, sei indes noch offen. Denn ein Teil der Feld-Saison 2019/20 wurde bereits im vergangenen September und Oktober gespielt – jeweils in der acht Teams umfassenden Oberliga haben die VfB-Männer (Platz 3) fünf, die -Frauen (Platz 6) sechs Spiele absolviert. Für gewöhnlich wird die Runde im April dann fortgesetzt, was Corona zu verhindern wusste. Ob weitergespielt, die Saison neu gestartet und Punkte aus der Vorsaisonmitgenommen werden oder die Runde 2019/20 überhaupt nicht gewertet werde, stehe noch nicht fest, müsse der Verband noch abschließend klären, so Höschele. Zugelassen sind nach den aktuellen Corona-Verordnungen 500 Zuschauer und „wir müssen natürlich die Abstands- und Hygieneregeln weiterhin einhalten“. Das stelle wohl kein Problem dar, nur in den Umkleideräumen beziehungsweise beim Duschen müssten die Mannschaften mehr Zeit mitbringen. „Die Räumlichkeiten sind beengt. Es kann sein, dass nur wenige Personen gleichzeitig duschen können.“

Der Vergleich mit gegnerischen Mannschaften steht für die VfB-Männer bereits am nächsten Wochenende an. Sie spielen beim sogenannten Württemberg Coronapokal 2020, der bereits am heutigen Samstag beginnt. An dem „Pokalwettbewerb“ nehmen 12 der besten 14 Herrenteams von der 1. Verbandsliga bis zur Bundesliga aus der Region Württemberg teil. In sechs Runden wird der Sieger auf dem Endrundenturnier am 25. Juli in Ludwigsburg ermittelt. Am Samstag, 18. Juli (15.15 Uhr), steigt der VfB mit der Partie gegen den Lokalrivalen HTC Stuttgarter Kickers II ins Pokalgeschehen ein.

Auch beim Nachwuchs zeichnet sich der Saisonstart nach den Sommerferien ab. „Bei der Jugend ist eine verkürzte Runde bis in den November hinein geplant“, so Höschele.

Cannstatter Zeitung, 11.07.2020
Torsten Streib

Kein Sport, kein Job - aber jede Menge Zuversicht

Serie: Sportlerin der Warteschleife

Kein Sport, kein Job - aber jede Menge Zuversicht
Hockeyspielerin Jana Burczyk vom VfB Stuttgart lässt sich nicht unterkriegen - Auch das Studium ruht wohl

Hockeyspielerinnen und -Spieler dürfen keine Weicheier sein - blaue Flecken gehören zum sportlichen Alltag. „Der Körper freut sich, aktuell ohne Blessuren auszukommen“, sagt Jana Burczyk. Doch zugegeben, rein seelisch gesehen, würde sie sich über „blau-grüne Hautverfärbungen“ durchaus freuen. „Dann könnte ich nämlich meine bis zu 25 Mitspielerinnen sehen, wir würden Hockey spielen und Spaß haben“, sagt die Torhüterin des Oberligisten VfB Stuttgart. Das fehle ihr derzeit schon gewaltig. Immerhin, donnerstags trifft sich auch weiterhin die Mannschaft - virtuell via der beliebten App Zoom. „Dann erzählen wir von unserem Alltag, tauschen Neuigkeiten und Veränderungen aus.“ Die 25-Jährige lacht: „Ehrlich gesagt, die Gespräche wiederholen sich, aber dennoch tut es gut, mit den Mädels in Kontakt zu sein.“ Sportlich werde es in dem wöchentlichen Chat aber auch - die Trainer Thomas Wehrle und Stefan Cinello geben einen taktischen Input. Neuland für Burczyk und ihre Mitstreiterinnen, dies nur in der Theorie zu erleben. „Ansonsten versuchen wir, die Anweisungen auf dem Platz umzusetzen.“ Bislang mit mäßigem Erfolg - die VfB- Frauen stehen in der Saison 2019/2020 - die Ende Oktober in die Winterpause ging und eigentlich am 26. April weitergeführt werden sollte - auf Platz sechs von acht Teams. „Eigentlich wollten wir jetzt durchstarten und das Feld von hinten auf- rollen. Das Coronavirus hat uns ausgebremst“, schmunzelt Burczyk.

Jana Burczyk

Ausgebremst ist das richtige Stichwort. Das Virus hat vieles im Leben von Jana Burczyk verändert. Die Torhüterin, die ursprünglich aus Berlin stammt, ab 2017 ein Praxisjahr in Stuttgart absolvierte, dabei neue Freunde kennenlernte, sich verliebte, zum VfB kam und in der Landeshauptstadt hängengeblieben ist, ist mittlerweile ihren Job los. Sie war für eine Personalvermittlung tätig. „Ich habe gekellnert und wurde zur Oberkellnerin ausgebildet, um beispielsweise Hochzeiten leiten und koordinieren zu können.“ Rund 20 Stunden war sie pro Woche im Einsatz, hat damit ihr Studium finanziert. Doch in der Krise hat die Firma Insolvenz angemeldet, für Burczyk ist somit eine große Einnahmequelle weggebrochen. Doch Trübsal zu blasen, passt nicht zu der Frohnatur, die in Heslach wohnt. In ihrer Stimme schwingt Zuversicht mit, zumal sie auch noch als Freie Redakteurin für eine Firma in Dortmund tätig ist, bislang bis zu vier Stunden arbeitete, aber dies nun aufstocken könne. „Außerdem habe ich liebe Eltern, die mich in dieser Phase unterstützen.“ Zudem sei sie wieder aktiv auf Jobsuche. „Ich denke immer positiv. Irgendwie geht es schon weiter.“ Mit dem Fernstudium im Fach Wissenschaftsjournalismus an der TU- Dortmund in diesem Sommersemester wohl nicht. Sie ist im zweiten Mastersemester, wollte eigentlich im Herbst mit ihrer Abschlussarbeit beginnen. Das fällt wohl flach. „Für alle Kurse, auf die ich mich im Sommersemester angemeldet habe, bekam ich noch keine Rückmeldung. Ich gehe davon aus, dass nichts geht.“ Etwas geht wenigstens in sportlicher Hinsicht. Zwar nicht mit dem Schläger in der Hand, aber den Laufschuhen an den Füßen. Mit einer Mitspielerin ist sie regelmäßig unterwegs, läuft nicht nur gleichmäßig, sondern macht auch Tempowechsel und Kräftigungsübungen. „Wir versuchen, einigermaßen sporartspezifisch zu trainieren.“ Wann sie jedoch ihre Sportart wieder ausüben kann, bleibt abzuwarten. Der Hockeyverband Baden-Württemberg hat die Punktspiele bis zum Wochenende 9./10. Mai ausgesetzt. Schwer vorstellbar, dass es dann wieder weitergehen soll.

Cannstatter Zeitung, 18.04.2020
Torsten Streib

Zum Klassenerhalt gezittert

VfB-Hockey-Herren siegen in der ersten Verbandsliga mit 5:4 gegen Bietigheim

Im letzten Saisonspiel für die Hockey- Herren des VfB Stuttgart war am vergangenen Sonntag der Tabellenzweite aus Bietigheim zu Gast in der Halle Nord. Die auf einem direkten Abstiegsplatz stehenden Hausherren mussten auf jeden Fall punkten und auf einen Patzer des HC Lahr hoffen, um die Klasse zu halten. Das Spiel begann allerdings enttäuschend und die Gäste gingen schon nach wenigen Sekunden in Führung. Nachdem man wenig später selbst die Chance zum Ausgleich hatte, waren es erneut die Bietigheimer, die das nächste Tor schossen. Ein denkbar schlechter Start für die Jungs aus Cannstatt. Aber motiviert durch die zahlreich erschienenen Heimfans, erzielte der VfB in der sechsten Minute den 1:2 Anschlusstreffer durch Niklas Werner. Auch danach blieben die Gäste überaus konsequent und konnten auch ihre nächste Chance im Stuttgarter Gehäuse unterbringen. Unbeeindruckt davon brachte Julian Berkmann den Ball nach einer unübersichtlichen Situation zum 2:3 im Bietigheimer Tor unter. Nach anfänglichen Schwierigkeiten war der VfB nun das bessere Team und konnte nach zwei vergebenen Großchancen in Person von Werner Radtke mit dem 3:3 den verdienten Ausgleich erzielen. Die letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit änderten am Remis zur Halbzeitpause nichts mehr.

Auch nach Wiederanpfiff waren die Cannstatter überlegen und scheiterten erst am Pfosten und dann an einem auf der Linie stehenden Feldspieler. Die nächste kurze Ecke wurde dann aber von Carsten Thorwart zur 4:3-Führung verwandelt. Die wenigen Ecken der Gäste aus Bietigheim konnten entweder abgelaufen oder vom immer besser ins Spiel kommenden VfB-Torwart Levin Bauer pariert werden. 15 Minuten vor Ende war er dann aber machtlos, als die Gäste zum 4:4 trafen. Nach Chancen auf beiden Seiten verwandelte Dominik Hahn eine kurze Ecke wunderschön zum 5:4.

In den letzten Minuten verteidigten die Stuttgarter beherzt gegen die, durch Herausnahme des Torhüters, in Überzahl spielenden Bietigheimer und schafften es so den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Im Parallelspiel verlor der HC Lahr, sodass sich der VfB Stuttgart über den Klassenverbleib in der ersten Verbandsliga freuen darf.

 

Cannstatter Zeitung, 26.02.2020
Thomas Reinmüller

Nach Hockey-Krimi Klassenerhalt geschafft

Ein 5:5 in Ulm reicht den Frauen des VfB Stuttgart zum Nichtabstieg in der Oberliga - Männer zittern noch

In einem dramatischen Fight sicherten sich die Frauen des VfB Stuttgart durch ein 5:5 beim SSV Ulm den Klassenerhalt in der Oberliga und sind damit auch in der nächsten Hallensaison in der höchsten baden-württembergischen Liga vertreten.

Das Spiel begann denkbar schlecht für den VfB, der auf etliche Stammspielerinnen verzichten musste. Nach ausgeglichenen Anfangsminuten schlichen sich leichte Fehler ein, die Ulm gnadenlos bestrafte. Mitte der ersten Hälfte lagen die VfB-Damen bereits mit 0:3 zurück. Dann nutzte Elissa Eggenweiler die erste Strafecke zum 1:3 und wenig später verkürzte sie auf 2:3. Doch die Gastgeberinnen legten vor der Pause zum 4:2 nach. Es entwickelte sich ein Kampfspiel auf Augenhöhe. Beide Abwehrreihen ließen nicht mehr allzu viele Torchancen zu. Der VfB stellte auf Raumdeckung um und kam durch Marissa Gläsles Stecher tatsächlich erneut zum Anschlusstreffer. Fast im Gegenzug erhöhte Ulm auf 5:3, als bei den Stuttgarterinnen die Zuordnung nicht stimmte. Danach wurde es dramatisch: Aus heiterem Himmel entschieden die Schiedsrichter nach einem sauberen Zweikampf auf Siebenmeter für Ulm. Schon der erste Siebenmeter der Partie war nicht unumstritten, doch diese (Fehl-)Entscheidung drohte spielentscheidend zu werden. Die starke Jana Burczyk im Stuttgarter Tor lenkte den Schuss an den Pfosten und der VfB blieb im Spiel. Ulm stand tief, Stuttgart suchte die Lücken. Josephine Opitz konnte einen Ball in der gegnerischen Hälfte erobern und ver-wandelt flach und unhaltbar zum 4:5. Wenig später hatte sie noch einmal die Chance zum Torschuss, scheiterte aber in letzter Sekunde. Es wurde hektisch, Ulm führte einen Abschlag überhastet aus, Elissa Eggenweiler fing den Ball ab und schlenzte ihn zum umjubelten Ausgleich ins Ulmer Tor. In den letzten beiden Minuten spielte Ulm ohne Torhüter, zwingende Torchancen ließen die kampfstarken VfB-Damen nicht mehr zu: Schlusspfiff, Jubel, Klassenerhalt. Es war nach dem Spielverlauf ein kleines Wunder von Ulm, aber wer so kämpft und nie aufgibt, hat den Klassenerhalt am Ende auch verdient.

Im vorletzten Saisonspiel in der 1. Verbandsliga ging es für die Männer des VfB Stuttgart zum HC Lahr. Mit einem erneut nicht optimal besetzten Kader war das Ziel klar: Die Stuttgarter wollten mindestens einen Punkt holen, um den Klassenerhalt zu sichern. Sie begannen das Spiel aber zu vorsichtig und lagen schon nach einer Minute mit 0:1 zurück. Danach hatte der VfB ein Plus an Ballbesitz, Chancen waren aber auf beiden Seiten Mangelware. Da aus dem Spiel heraus wenig klappte, mussten für die Stuttgarter Standardsituationen herhalten. Nachdem die erste Ecke noch von einem Feldspieler ungeahndet mit dem Körper auf der Linie geklärt werden konnte, war es in der Mitte der ersten Hälfte Werner Radtke, der zum l:l-Ausgleich traf. Nach der Pause spielten die Teams deutlich mutiger. Der VfB agierte jetzt besser und erzielte erneut nach einer Strafecke durch Knut Schulze Neuhoff die verdiente 2:1-Führung. Lahr wurde daraufhin nur noch nach Ecken gefährlich. Zwei davon fanden aber ihren Weg in den Stuttgarter Kasten. Doch auch davon erholten sich die Cannstatter und Niklas Werner glich mit seinem ersten Saisontor zum 3:3 aus. Wenig später überstand Lahr auch eine Unterzahl und erzielte, erneut nach einer Strafecke, das 4:3. So musste der VfB nach einem ausgeglichenen Spiel die Heimreise ohne Punkte antreten. Die Stuttgarter stehen nun auf einem direkten Abstiegsplatz und müssen im letzten Saisonspiel gegen den Tabellenzweiten punkten. Das Spiel gegen den Bietigheimer HTC findet am kommenden Sonntag um 11 Uhr in der Halle Nord in Stuttgart statt.


Cannstatter Zeitung, 21.02.2020
Thomas Reinmüller

VfB-Herren brechen nach Pause ein

Bad Cannstatt - Im vorletzten Heimspiel der 1. Verbandsliga war die TSG Heilbronn zu Gast bei den Herren des VfB Stuttgart. Die Gäste kamen mit der frühen Anspielzeit besser zurecht und gingen schnell in Führung. Danach kam auch der VfB ins Spiel und konnte nach einer Strafecke den Ausgleich erzielen. Noch in der ersten Hälfte mussten die Stuttgarter aber zwei weitere Gegentreffer hinnehmen und zudem musste VfB-Kapitän Werner Radtke verletzungsbedingt ausgewechselt werden und im Krankenhaus genäht werden. Noch vor der Halbzeitpause belohnten sich die Stuttgarter für ihr Engagement mit dem 2:3-Anschlusstreffer. Nach Wiederanpfiff gestaltete sich aber aus Stuttgarter Sicht ein anderes Spiel und die Heilbronner dominierten fortan die Begegnung. Der VfB konnte den Gästen nicht mehr viel entgegensetzen und verlor schlussendlich verdient mit 4:9. Am kommenden Sonntag geht es zum wichtigen Spiel nach Lahr, wo der VfB punkten muss, um nicht abzusteigen.

Das gleiche gilt für die VfB-Damen, die ebenfalls am Sonntag beim SSV Ulm um den Klassenerhalt in der Oberliga kämpfen. Den Stuttgarter Hockeyspielerinnen reicht ein Unentschieden, um in der Liga zu bleiben.

Cannstatter Zeitung, 14.02.2020
Thomas Reinmüller

VfB-Frauen vom Glück verlassen

Stuttgarter Oberliga-Hockeyspielerinnen verlieren wichtige Partie in Heidelberg mit 3:5

Die Frauen des VfB Stuttgart haben das erste von zwei entscheidenden Spielen um den Klassenerhalt in der Oberliga beim HC Heidelberg unglücklich mit 3:5 verloren. Das Spiel in Heidelberg begann mit erstaunlich defensiven Gastgeberinnen. Gegen die tief stehende Heidelberger Abwehr fanden die Stuttgarterinnen zunächst kaum Lücken. Beide Teams neutralisierten sich in der Anfangsphase, sodass Torchancen Mangelware blieben. Auf holprigem Hallenboden verursachte die VfB-Abwehr die erste Strafecke, die Heidelberg zur durchaus glücklichen Führung nutzte. Anschließend erhöhte der VfB den Druck und Anja Rommelspacher sorgte im Nachsetzen für den verdienten Ausgleich. Doch rund fünf Minuten vor der Pause nutzte Heidelberg einen Konter zum 2:1. Elissa Eggenweiler setzte wenig später eine Strafecke krachend an die Latte und Mona Gläsle stürzte anschließend unglücklich im Zweikampf, verletzte sich an der Hand und konnte nur noch sporadisch eingesetzt werden. Nach dem Wechsel folgte die stärkste Phase der VfB-Damen. Zweimal bediente Elissa Eggenweiler Anja Rommelspacher mustergültig und diese machte aus dem 1:2-Pausenstand eine 3:2-Führung. Anschließend verletzte sich mit Jana Knickenberg eine weitere Stürmerin am Knöchel und dann spielten die Schiedsrichter eine ganz unglückliche Rolle: Ein Querpass der Heidelberger im Stuttgarter Kreis ging hoch über die Stuttgarter Schläger, in der Mitte verwandelte eine HCH-Stürmerin. Zum Entsetzen des VfB entschieden die Schiedsrichter auf Tor eine klare Fehlentscheidung. In der Folge häuften sich individuelle Fehler bei den Stuttgarterinnen. Eine solche Fehlerkette machte aus einem harmlosen Konterversuch der Heideibergerinnen den 4:3-Führungstreffer. Kurz vor Schluss setzte der VfB alles auf eine Karte, ersetzte Torhüterin Jana Burczyk durch eine sechste Feld-spielerin. Doch statt des Ausgleichs kassierten die Stuttgarterinnen den letzten Treffer zum 5:3-Endstand ins leere Tor. Am 16. Februar steigt nun in Ulm das Abstiegsendspiel Tabellenletzter Ulm gegen Vorletzter Stuttgart. Immerhin: Nur bei einer Niederlage steigen die VfB-Damen ab.

Beim Spiel der VfB-Herren gegen den Tabellenletzten der 1. Verbandsliga, den TSV Ludwigsburg, der sich bisher nicht einen Punkt erspielen konnte, starteten die Stuttgarter positiv. Der VfB dominierte die ersten Minuten und erspielte nach nur einer Minute eine Strafecke, die prompt zum 1:0 verwandelt wurde. Nur kurze Zeit später baute der VfB seine Führung auf 2:0, aus. Jedoch nutzen die Ludwigsburger die Fehler der Gäste aus und stellten das 2:2 her. Trotz eines aus Stuttgarter Sicht mit 4:2 herausgespielten Vorsprungs von zwei Toren schafften es die Ludwigsburger wieder, auf 4:4 auszugleichen. Von nun an taten sich die VfB-Jungs schwer glücklicherweise konnte Werner Radke vor der Pause noch zum 5:4-Halbzeitstand verwandelt. Nach der Pause fanden die Stuttgarter Herren keine Mittel mehr, den Ball ins Ludwigsburger Tor zu befördern. Für die Gastgeber gab es in der zweiten Halbzeit zudem einige Strafecken. Der TSV verwandelte zwei Strafecken und einen Siebenmeter, der aus einer Ecke resultierte. Dies führte aus Stuttgarter Sicht zum bitteren Endstand von 5:7 für den TSV Ludwigsburg. Am kommenden Samstag um 9.30 Uhr geht es in der Halle der Stuttgarter Kickers in Degerloch gegen den HC im TSG Heilbronn.

Cannstatter Zeitung, 07.02.2020
Thomas Reinmüller

4:1-Pausenführung verspielt

Hockey-Herren des VfB Stuttgart verlieren gegen den TSV Mannheim III noch mit 6:7

Im Kampf um den Klassenerhalt in der Oberliga ist den Frauen des VfB Stuttgart am vergangenen Spieltag der erhoffte Befreiungsschlag nicht gelungen. Sie verloren das letzte Heimspiel der Saison mit 1:4 gegen die Bundesligareserve des Mannheimer HC. Ausschlaggebend war am Ende wieder einmal das Matchglück der Gegner, aber auch die mangelnde Durchschlagskraft in der eigenen Offensive. Die Gäste begannen als Tabellenzweiter selbstbewusster und druckvoller. Es dauerte einige Minuten, ehe sich die VfB-Damen ins Spiel gekämpft hatten. Dann aber entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Die Gastgeberinnen hatten Pech, dass der Führungstreffer von Elissa Eggenweiler nicht anerkannt wurde. Ihr Schuss soll noch vor der Kreislinie den Schläger verlassen haben. Doch da waren sich nicht einmal die beiden Schiedsrichter einig. Stattdessen kamen nach einem unnötigen Ballverlust wenig später die Gäste zur 0:1- Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel hatten sich die VfB Damen viel vorgenommen, was sie ein wenig verkrampfen ließ. Sie boten weiterhin einen großen Kampf, verloren aber spielerisch die Linie und manchmal auch ein bisschen den Überblick. Die Gäste nutzten die Schwächephase und erzielten nur drei Minuten nach dem Wechsel per Strafecke das 0:2. Als wenig später die Mannheimerinnen das dritte Tor nachlegen konnten, schien das Spiel entschieden. Stuttgart reagierte und brachte neue Spielerinnen im Sturm. Tatsächlich gelang Hannah Walter mit einem sehenswerten Rückhandschlenzer der Anschlusstreffer. Doch trotz einiger Gelegenheiten fand kein weiterer Schuss mehr den Weg ins Tor. Stattdessen machten die Gäste mit dem vierten Treffer alles klar. Die VfB Damen stecken nach dem 1:4 weiter im Tabellenkeller fest, allerdings mit zwei Punkten Vorsprung auf die letzten beiden Gegner der Saison, Heidelberg und Ulm. Am Sonntag geht es zunächst zum HC Heidelberg.

Nach einem guten Saisonstart müssen die Herren des VfB Stuttgart inzwischen den Blick in der Tabelle der 1. Verbandsliga eher nach unten richten. Umso wichtiger war das Spiel am vergangenen Samstag bei der dritten Mannschaft des TSV Mannheim. Dass der Tabellenzweite nicht unbesiegbar ist, wussten die Stuttgarter noch aus dem gewonnenen Hinspiel. Dementsprechend selbstbewusst begannen die VfB-Jungs und spielten sich früh zahlreiche Chancen heraus. Mannheim hingegen tat sich enorm schwer und hatte in der ersten Halbzeit nur nach zwei Strafecken Torchancen. Nach der ersten Halbzeit stand es 4:1 für die überlegenen Stuttgarter. Die Halbzeitführung hätte dabei noch deutlich höher ausfallen können oder besser müssen. Denn die zweite Halbzeit begann mit deutlich offensiveren Mannheimern, mit denen die VfB-Defensive zu Beginn noch gut zurecht kam. Stuttgart baute seine Führung 17 Minuten vor dem Ende sogar auf 6:2 aus. Was dann passierte, lässt sich aus Stuttgarter Sicht kaum erklären. Der VfB fand gar nicht mehr ins Spiel und konzentrierte sich zu arg auf die schwer nachvollziehbaren Pfiffe der Schiedsrichter. Mannheim hingegen wurde mit jedem Tor neu beflügelt und schaffte es, zwei Minuten vor Ende tatsächlich die 7:6 Führung zu erzielen. Nach dieser extrem bitteren Niederlage geht es am kommenden Samstag zum Tabellenletzten nach Ludwigsburg, bei dem wieder drei Punkte eingefahren werden sollen.

Cannstatter Zeitung, 31.01.2020
(Thomas Reinmüller)

Im siebten Anlauf gelingt der erste Saisonsieg

Oberliga-Hockeyspielerinnen des VfB Stuttgart besiegen Freiburg mit 1:0- Tor des Tages durch Rommelspacher

Die Frauen des VfB Stuttgart belohnten sich am vergangenen Spieltag für eine kämpferisch herausragende Leistung mit einem 1:0-Arbeitssieg gegen den Tabellendritten von der FT Freiburg. Im siebten Saisonspiel gelang dem VfB damit der erste Sieg.

Die Stuttgarterinnen kamen mit zunehmender Spielzeit zu immer besseren Torchancen. Vor dem gegnerischen Tor fehlte allerdings lange das Quäntchen Glück. Erst drei Minuten vor der Pause belohnten sich die VfB-Damen: Elissa Eggenweiler steckte den Ball clever zu Anja Rommelspacher durch und diese überwand die gegnerische Torfrau zur verdienten 1:0- Pausenführung. Nach dem Wechsel spielte Freiburg aggressiver und es dauerte ein paar Minuten, bis sich die VfB-Mädels auf das Forechecking der Gäste eingestellt hatten. Anja Rommelspacher konnte eine Konterchance nicht zum beruhigenden 2:0 nutzen. Stattdessen übernahmen die Freiburgerinnen zunehmend das Kommando. In dieser Spielphase wurde Jana Burczyk im VfB-Tor zum großen Rückhalt. In der 42. Minute krönte sie ihre starke Leistung, in dem sie mit Hilfe des linken Torpfostens einen Siebenmeter der Gäste entschärfen konnte. In den Schlussminuten spielte Freiburg mit sechs Feldspielerinnen und ohne Torhüterin, doch gegen die Überzahl der Gäste spielten die Stuttgarterinnen clever und brachten den immens wichtigen 1:0-Sieg über die Zeit. Die VfB-Damen schoben sich auf den drittletzten Tabellenplatz in der Oberliga vor und gehen mit der beruhigenden Gewissheit in die letzten Saisonspielen, dass sie wieder als Team auftreten und den Klassenerhalt aus eigener Kraft klar machen können. Am kommenden Sonntag ist um 15 Uhr in der Sporthalle des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums das Team vom Mannheimer HC II zu Gast. Die VfB-Damen II warten dagegen in der 2. Verbandsliga immer noch auf die ersten Punkte. Zuletzt verloren sie gegen Tabellenführer HC Ludwigsburg mit 1:6 und gegen den HC Konstanz mit 2:4.

Bei den VfB-Herren war der Tabellenführer der 1. Verbandsliga aus Freiburg zu Gast. Der FT Freiburg steht noch ohne Punktverlust an der Tabellenspitze. So begannen die Stuttgarter von Anfang an sehr defensiv. Da der VfB von Beginn an sehr gut stand, dauerte es auch bis zur zehnten Minute, ehe Freiburg per Doppelschlag mit 2:0 in Führung ging. Als Stuttgart nach einem individuellen Fehler noch das 0:3 kassierte, wirkten die Schwaben dann doch etwas unsicher. Sie hatten in den nächsten Minuten auch zwei gute Chancen, kassierten aber auch noch drei weitere Tore. Trotz des 0:6 zur Halbzeit zeigten die Hausherren Moral und erzielten kürz nach Wiederanpfiff den Anschlusstreffer. Nach weiteren zwei Toren schalteten die Gäste einen Gang runter und der VfB kam zu mehr Torchancen. Eine davon landete dann auch im Gästetor. Danach hatten beide Teams noch einige gute Möglichkeiten und erzielten jeweils noch ein Tor. So siegte der Spitzenreiter aus Freiburg mit 9:3. Die Freiburger untermauerten auch in diesem Spiel ihre Aufstiegsambitionen und gewannen deutlich gegen gut spielende Stuttgarter. Am kommenden Samstag geht es für die Herren des VfB Stuttgart zum TSV Mannheim III.

 

Cannstatter Zeitung, 24.01.2020
(Thomas Reinmüller)

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