Führung nach 14 Sekunden

Hockeyspielerinnen des VfB Stuttgart feiern zweiten Saisonsieg - Herren bleiben weiter ohne Punkt


Nach eher schwierigen Wochen ohne Sieg erwarteten die Frauen des VfB Stuttgart im Heimspiel der 1. Verbandsliga die FT Freiburg. Und das fünfte Saisonspiel endete erfolgreich: Die VfB Damen gewannen mit 4:1 und belegen Tabellenplatz zwei.

Ein Sieg musste her, das war vor dem Spiel gegen Freiburg klar. So starteten die VfB-Mädels motiviert in die erste Hälfte und prompt fiel bereits 14 Sekunden nach dem Anpfiff das 1:0 durch Elissa Eggenweiler, die den Ball überragend abfing. Das Spiel verlief weiterhin gut, die Stuttgarterinnen standen sicher in ihrem Fünferwürfel und überließen den Gästen aus Freiburg nicht viele Chancen. Mittendrin jedoch brach das Spiel ein und verlagerte sich so mehr auf die Freiburger Seite. Es wurde hektischer und auch der VfB-Würfel stand nicht mehr so sicher. Nach einer entsprechenden Ansage des Trainers in der Auszeit schoss Rebecca Sharpe das wichtige 2:0. So gingen die Damen erstmals mit einer Führung in die Halbzeitpause. In der zweiten Hälfte machten die Freiburgerinnen gleich von Anfang an mehr Druck. Die VfB Damen ließen sich trotz allem nicht aus der Ruhe bringen und spielten weiterhin ruhig und konzentriert. Nach einem fatalen Stellungsfehler fiel jedoch nach zehn Minuten der 1:2Anschlusstreffer. Jedoch warf das die Stuttgarterinnen nicht aus der Bahn. Sie kämpften weiter und erspielten sich schöne Torchancen. So traf Hannah Walter schon bald zum verdienten 3:1. Um den Sieg perfekt zu machen, erkämpfte sich Elissa Eggenweiler kurz vor Schluss nochmals den Ball und schoss ein traumhaftes Schlenztor. Die Freude war groß, als der Schlusspfiff ertönte und der 4:1Sieg gesichert war. Alles in allem war es ein erfolgreicher Tag für die Stuttgarterinnen. Der Sieg war wichtig und hat sichtbar gut getan. So wollen die VfB-Damen morgen (13 Uhr) beim TSV Ludwigsburg weitermachen.

Die VfB-Männer warten in der Oberliga weiter auf den ersten Sieg. Gegen die zweite Mannschaft des HC Ludwigsburg reichte es wieder nicht, es setzte eine 2:5 Niederlage. Damit sind die VfB-Männer weiterhin Schlusslicht. Ohne Trainer Philipp Richter gingen die Stuttgarter ins Heimspiel und taten dies zunächst recht gut. In der zweiten Minute vertändelte Johannes Schreiner zunächst nach ausgezeichneter Vorarbeit von Hubertus Kramer über die rechte Seite, brachte den VfB aber nur eine Minute später in Führung. Die erste Chance der Gäste gab es in der achten Minute mit der ersten Strafecke, die Dennis Berrer exzellent parierte. In der zehnten Minute saß dann allerdings die zweite Ecke der Gäste mit etwas Glück. Zwei eigene Ecken konnten die VfB Jungs in der Folge nicht verwerten. Nach langer Ballstafette ging der HCL in Minute 23 dann mit 2:1 in Führung. Vor der Pause fehlte den Cannstattern etwas das Glück, als Hubertus Kramer am Pfosten scheiterte und der Nachschuss auf das nun leere Tor abgepfiffen wurde. Die zweite Hälfte begann mit einem starken Angriff der Ludwigsburger, Dennis Berrer wehrte jedoch mit sensationeller Flugeinlage ab. Einen schönen Spielzug des VfB, bei dem sich Kelch, Schreiner und Bock über die rechte Seite in den Kreis kombiniert hatten, konnte Fabian Kelch am kurzen Pfosten nicht verwerten. Nach zwei weiteren kurzen Ecken bauten die Gäste die Führung auf 3:1 und 4:1 aus. Etwa acht Minuten vor Ende der Partie versuchte der VfB alles und nahm den starken Keeper vom Platz. In Überzahl agierten die Stuttgarter jedoch etwas zu unruhig, ein Fehlpass führte so zum 1:5. Ohne Torhüter wurden noch zwei Strafecken abgewehrt, ehe Hubertus Kramer eine Minute vor Schluss den 2:5Endstand erzielte. Es wäre sicherlich mehr für den VfB möglich gewesen. Aber Pech, mangelnde Chancenverwertung und deutlich zu viele gegnerische Strafecken verhinderten ein besseres Ergebnis. Zur letzten Partie des Jahres müssen die VfB-Herren heute, 19 Uhr, beim TSV Mannheim II antreten.

Cannstatter Zeitung, 16.12.2017
Thomas Reinmüller

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