Herren I servieren Hochspannung

Puh, was für ein Spiel und wie schreibt man jetzt einem Bericht darüber? Im Nachhinein fällt es mir immernoch schwer das Heimspiel gegen Heidenheim einzuordnen. Die Statistiken klingen brutal: Haben wir wirklich von 13 Strafecken nur zwei verwandelt? Haben wir zwei von drei Siebenmetern verschossen? Haben wir zahlreiche gute Chancen kläglich vergeben? Ja, haben wir alles. Wir haben aber auch getroffen, als es darauf ankam, dagegengehalten, als wir in Unterzahl spielten, an uns geglaubt, als das Spiel schon fast vorbei war und nach turbulenter Schlussphase 6:4 gewonnen. War das vielleicht also trotz allem auch ein gutes Spiel? Doch zur Partie:

Die erste Halbzeit plätscherte zunächst etwas vor sich hin, der VfB hatte das Spiel unter Kontrolle. Nach vier Minuten gab es die ersten Strafecken für Stuttgart, es dauerte aber bis zur 16. Minute ehe endlich ein Schuss von Werner Radtke im Heidenheimer Tor landete. Nur eine Minute später führte ein Abstimmungsfehler zum Ausgleich. Carsten Thorwart brachte den VfB wieder in Front. Alles relativ ereignisarm.

Vielleicht zeigten sich nach der Halbzeit die Auswirkungen der Weihnachtsfeier vom Vortag, die Herren verschliefen den Beginn jedenfalls völlig und so lag man dann nach fünf Minuten mit 2:3 hinten. Es dauerte bis zur Mitte der Halbzeit um den VfB aus dem Tiefschlaf zu wecken. Heidenheim hatte zwischenzeitlich auf 2:4 erhöht. Auch Geschenke ließen die Herren liegen und vergaben den zweiten Siebenmeter. Immerhin zeigte man sich bei der Eckenabwehr stark und das Spiel wurde langsam intensiver. Erst gelang der 3:4 Anschlusstreffer, ehe die Herren nach grüner Karte kurz in Unterzahl gerieten. 8 Minuten waren noch auf der Uhr, als der VfB das Tempo erhöhte und das Spiel innerhalb von 4 Minuten drehen konnte. Carsten Thorwart, Werner Radtke (mit etwas Glück per 7-Meter) und Felix Kaerger sorgten mit Toren im Minutentakt für die Wende. Bis zum Abpfiff gab es sogar noch weitere Chancen.

Sind wir also mit einem blauen Auge davongekommen? Mit Sicherheit wird uns das Spiel noch etwas beschäftigen. Die Standards müssen dringend verbessert werden, aber auch Laufbereitschaft und Siegeswille müssen wir als Mannschaft in den nächsten Spielen früher zeigen. Die nächste Chance gibt es am Samstag im Heimspiel gegen Karlsruhe.

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