Rückrundenauftakt nach Maß

Durch zwei Siege in Serie behaupten die Hockeyspieler des VfB Stuttgart die Tabellenführung in der 1. Verbandsliga

Zwei Monate dauerte die Feldvorbereitung der Frauen des VfB Stuttgart. Zwischen Stocktrainings, schweißtreibenden Athletik-Einheiten und mehreren Testspielen entwickelte sich ein Optimismus auf die Rückrunde in der Oberliga. Umso ernüchternder war der Rückrunden-Auf- takt beim HC Heidelberg. Binnen einer Hälfte stand es 5:0 für die Gastgeberinnen. In Hälfte zwei betrieb der VfB Schadensbegrenzung - es blieb beim 0:5.

Ein völlig geändertes Mannschaftsbild zeigte sich dann im Heimspiel gegen die TSG Rohrbach. Bei winterlichen Temperaturen konnten die VfB-Damen im Laufe der Partie den Optimismus auch in Tore umwandeln. Helen Strobel stand zweimal goldrichtig und sicherte die drei Punkte für den VfB. Beim ersten Tor hatte die Rohrbacher Verteidigung noch einen Fuß am Ball, konnte aber die Führung nicht verhindern, beim 2:0 versenkte sie erneut einen Nachschuss eiskalt. Bereits am nächsten Tag stand die Partie beim FT Freiburg an. Beiden Teams merkte man die Partien des Vortags an - trotzdem entwickelte sich ein kämpferisches Spiel, mit leichtem Vorteil für die Freiburgerinnen, die öfter im Stuttgarter Kreis auftauchten. Hervorzuheben ist an dieser Stelle auch die Leistung von VfB-TorhüterinJana Burczyk, die gegen Freiburg mehrmals in brenzligen Situationen eingreifen musste. Das letzte Lachen bewahrten aber die Stuttgarter Mädels, die nach einer schönen Zusammenarbeit der beiden Waldbauer-Schwestern Anna und Clara in der zweiten Hälfte in Führung gingen. Den Freiburger Sturmwellen hielt der VfB dann bis zum Schlusspfiff stand. So feierte man einen 1:0-Sieg und weitere drei Punkte landeten auf dem Konto. Mit dem Sieg gegen Freiburg wurde nun das erste Minimalziel der Saison, der Klassenerhalt in der Oberliga, gesichert. Bei aktuell Tabellenplatz 3 und noch fünf verbleibenden Spielen ist noch einiges nach oben möglich. Am heutigen Samstag, 12. Mai (13 Uhr), empfangen die VfB- Damen den Mannheimer HC II.

Auch die VfB-Herren hatten einen Rückrundenauftakt nach Maß in der 1. Verbandsliga: Das Team um Spielertrainer Fabian von Karstedt wurde bei der TSG Bruchsal mit Laurin Süßmuth und Niklas Werner gleich mit zwei Spielern aus der VfB-Jugend ergänzt. Bereits nach wenigen Minuten nutzte Fabian Kelch die erste kurze Ecke mit einem platzierten Flachschuss zum 1:0. Das zweite Tor markierte Carsten Thorwart per Lupfer über den Keeper. Nach dem Wechsel ein unverändertes Bild: Souverän bestimmte der VfB das Spiel. Mitte der zweiten Hälfte war es Dennis Berrer zu verdanken, dass nicht der Anschluss fiel. Einen fulminanten Schuss lenkte der VfB-Keeper an die Latte. Nach einer clever gespielten langen Ecke von Ludwig Schmid schoss Fabian Kelch unbedrängt halbhoch zum 3:0 ein. Auch das Tor zum 4:0- Endstand für den aktuellen Tabellenführer ging auf das Konto Fabians Kelchs. Im Heimspiel empfing der VfB den HC Lahr. Bereits nach wenigen Minuten zappelte der Ball nach einer starken Einzelleistung von Tobias Krähling im Netz. Die junge Lahrer Mannschaft ließ sich jedoch nicht beirren und nutzte die einfachen Fehler im Stuttgarter Mittelfeld immer wieder zu gefährlichen Vorstößen. Die erste Ecke des Spiels führte zum bis dato nicht unverdienten Ausgleich. Erneut brachte eine Standardsituation den VfB wieder in Führung - nach einem unplatzierten Schuss bei einer kurzen Ecke war es Kapitän Werner Radtke, der den Rebound zum Halbzeitstand von 2:1 verwertete. Nach der Pause zeigte sich der VfB weiter in der Favoritenrolle. Erst Tobias Krähling nach einer etwas misslungenen Hereingabe von Kapitän Radtke, dann der Kapitän selbst durch die Hosenträger des gegnerischen Torwarts, brachten den VfB auf die Siegerstraße. Als dann auch noch Krähling eine argentinische Rückhand des Mittelfeldspielers Kaerger ins Tor blockte, war der Bann gebrochen. Dem VfB gelang nun nahezu alles. Munter kombinierten sich die Jungs vom Neckar durch die verunsicherten Abwehrreihen der Gäste. Nach einem klasse Solo von Jugendspieler Niklas Werner war es erneut Radtke, der den Ball mit dem Rücken zum Tor per One-Touch dem Keeper durch die Beine lenkte. Für den Schlusspunkt zum 7:1 sorgte schließlich Felix Kaerger nach einer kurzen Ecke.
Am Sonntag, 12. Mai (16 Uhr), gastiert der VfB bei der Bundesligareserve des TSV Mannheim.

Cannstatter Zeitung, 11.05.2019
Thomas Reinmüller

Doppelten Grund zum Jubeln

Trotz Niederlage schaffen die Hockeyspielerinnen des VfB Stuttgart den Klassenerhalt - Knaben B sind Oberliga-Meister

Aufgrund der Schützenhilfe des HC Ludwigsburg, der Schlusslicht Bietigheimer HTC II mit 7:1 besiegte, haben die Frauen des VfB Stuttgart den Klassenerhalt in der Oberliga am abschließenden Spieltag gesichert. Zu Meisterehren kamen indes die Knaben B des VfB: Sie waren in der Oberliga Baden-Württemberg das Maß aller Dinge.

Für die VfB-Damen stand das letzte Spiel in der Oberliga-Hallensaison 2018/19 an. Die Stuttgarterinnen haben beim Mannheimer HC zwar gut gespielt, aber am Ende doch wieder mit 1:2 verloren. Die VfB-Mädels waren nach 60 intensiven Minuten demnach sichtlich geknickt - doch dann kam die erlösende Nachricht aus Ludwigsburg: Bietigheim hat ebenfalls verloren. Der Klassenerhalt war mit mageren vier Pünktchen geschafft und somit das Saisonziel erreicht. Und gerade am letzten Spieltag hatten sich die VfB-Damen das Happy End auch komplett verdient. Ohne etliche Stammspielerinnen lieferten sie einen großen Kampf und zeigten sich auch spielerisch stark verbessert. Sie hielten sich an alle taktischen Vorgaben, spielten konzentriert und angstfrei. Die Belohnung folgte schon nach acht Minuten. Bianca Braun erzielte per Direktabnahme die 1:0- Führung für den VfB - nach sehenswerter Vorarbeit von Beli Blaschik und Helen Strobel über die rechte Seite. Danach entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Die Bundesliga-Reserve des Mannheimer HC hatte ein leichtes Chancenplus - die VfB- Damen ließen allerdings ebenfalls einige 100-prozentige Torchancen liegen. Und das wurde am Ende bestraft. Der MHC drehte mit zwei Eckentoren das Spiel. Die Gäste dagegen vergaben die letzte Ecke in der Schlussminute und so blieb eine der besten Saisonleistungen erneut unbelohnt - bis eben die gute Nachricht aus Ludwigsburg kam. Bemerkenswert: Eine starke Torfrau Jana Burczyk (wie fast in allen Spielen), ein Comeback von Lena Schwend nach Kreuzbandriss, das der Mannschaft geholfen hat, eine absolut geschlossene Teamleistung mit Eli Eggenweiler als Spielführerin, die bärenstark voranging. Wenn die VfB-Damen jetzt noch Tore schießen könnten.

Ebenfalls die letzten Spiele standen für die VfB-Herren II an. Sie gewannen in Bruchsal klar mit 6:1 gegen die FT Freiburg II, unterlagen anschließend aber gegen den Meister Karlsruher TV II mit 2:5. Am Ende belegten die Stuttgarter so einen nach dem Aufstieg sehr guten 4. Tabellenplatz in der 4. Verbandsliga. Die VfB-Herren III bestritten ihre letzten Spiele in Karlsruhe und konnten dank ihrer besten Saisonleistung mit 2:0 gegen den Mannheimer HC IV gewinnen. Gegen den TSV Riederich machte man sich das Leben selbst schwer, konnte aber mit der Schlusssirene noch den 4:4-Ausgleich erzielen und die Saison so auf dem 6. Tabellenplatz der 5. Verbandsliga abschließen.

Furios verlief die Oberliga-Saison für die männliche U12: Die VfB-Knaben-B holten sich mit 15 Siegen in 15 Spielen und 72:10-Toren verdient den Wimpel des Oberliga-Meisters Baden-Württemberg ab. Die VfB-Jungs nahmen als Tabellenführer ihrer Gruppe an der Finalrunde in Aalen teil. Gegen den HC Suebia Aalen I konnten die Stuttgarter dabei mit 4:0 und gegen den HC Ludwigsburg II mit 3:1 gewinnen. Im Halbfinale bezwangen die VfBler den Mannheimer HC II problemlos mit 5:1. Im Endspiel wartete der SV Böblingen. Auch diesen räumten die Stuttgarter aus dem Weg und siegten mit 3:1 und feierten somit souverän die Oberliga- Meisterschaft.

Cannstatter Zeitung, 22.02.2019
Thomas Reinmüller

Entscheidung vertagt

VfB-Hockey-Spielerinnen bangen um Klassenerhalt

Trotz einer beachtlichen Performance, vor allem in der zweiten Hälfte, reichte es für die Damen des VfB Stuttgart nicht für den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Oberliga. Das Heimspiel gegen den HC Heidelberg ging mit 2:3 verloren.

Der VfB hatte im Fernduell gegen Bietigheim II nach wie alle Trümpfe in der Hand. Ein Sieg gegen Heidelberg hätte nämlich den vorzeitigen Klassenerhalt bedeutet. Das Spiel gegen Heidelberg fing gut an für die VfB-Mädels. Nach einer mehr oder weniger ausgeglichenen Eröffnungsphase offenbarte sich ein offener Schlagabtausch. In der 17. Minute jedoch die kalte Dusche für den VfB - wieder einmal nach einer Ecke. Kurz darauf nutzten die Gäste einen Moment der Unkonzentriertheit in der VfB-Abwehr zum 2:0. Kurz vor der Pause unterbrach VfB-Spielführerin Elissa Eggenweiler sehr früh das Heidelberger Aufbauspiel und traf zum 1:2. Direkt nach der Pause war der Ball erneut im VfB-Tor -1:3. Der VfB machte nun Druck, erspielte sich Chance um Chance und wurde in der 40. Minute mit einer Strafecke belohnt, die erneut Eggenweiler verwandelte. Doch das 2:3 sollte auch das Endergebnis sein. Eine Kombination aus guter Abwehrarbeit der Badener, ausbaufähige Chancenverwertung der Schwaben und das fehlende Glück 5 sorgten dafür, dass der VfB auch gegen Heidelberg leer ausging.

Nun kommt es zum Showdown am letzten Spieltag. Der VfB muss am Sonntag, 17. Februar, beim Mannheimer HC II ran. Parallel dazu wird im Fernduell Bietigheim in Ludwigsburg gastieren. Der VfB hat aktuell einen Punkt Vorsprung auf den letzten Tabellenplatz und  wird alles daransetzen, ohne Schützenhilfe den Klassenerhalt perfekt zu machen. Die VfB-Männer unterlagen bei der TSG Heilbronn mit 6:10 und schließen die Verbandsliga-Saison auf dem 5. Tabellenplatz ab.

Cannstatter Zeitung, 15.02.2019
Thomas Reinmüller


Schlechte Nachrichten im Abstiegskampf

Die VfB-Hockey-Teams gehen leer aus und kämpfen weiter um den Klassenverbleib

Rückschlag im Abstiegskampf: Die Frauen des VfB Stuttgart kassierten im Rückspiel der Oberliga gegen das Schlusslicht Bietigheimer HTC 2 eine unnötige 1:2-Niederlage. Vor den Augen zahlreicher Zuschauer in der Halle Nord mussten sich die Cannstatterinnen trotz einer Vielzahl von guten Chancen geschlagen geben. Somit bleibt es in Sachen Abstiegskampf zwei Spieltage vor Saisonende weiter spannend.
In der ersten Hälfte lief fast alles nach Plan. Der VfB Stuttgart erarbeitete sich die eine oder andere Chance, scheiterte letztlich jedoch an der Bietigheimer Keeperin. Im Gegenzug hatte der BHTC nur eine nennenswerte Möglichkeit durch eine Strafecke, die aber von der Stuttgarter Abwehr abgefangen wurde. In der zweiten Hälfte kamen sowohl die Stuttgarterinnen als auch die Bietigheimerinnen stark aus der Kabine, jedoch hatte der VfB zunächst die Nase leicht vorne. Drei Ecken hinterei-nander in den ersten zehn Minuten wurden allesamt von der Bietigheimer Vertei-digung abgewehrt. In der 49. Minute bekam der VfB dann die Quittung dafür, dass so viele Chancen ungenutzt blieben. Bietigheim erzielte das 1:0 und fünf Minuten später stand es nach einer Ecke 2:0 für die Gäste. Der VfB versuchte in der übrigen Zeit noch mal alles und bekam in der 58. Minute einen Siebenmeter zugesprochen, nachdem eine Strafecke durch die Verteidigerin auf der Linie mit dem Körper ge-stoppt wurde. Den Siebenmeter verwandelte Elissa Eggenweiler zum 1:2-End- stand. Ein Spiel mit vielen Lehren für den VfB - Lehren die schnell gelernt werden sollten, denn bereits am kommenden Sonntag, 10. Februar, geht es um 16 Uhr im letzten Heimspiel der Saison in der Halle Nord gegen den HC Heidelberg. Der Schlussspurt der Oberliga bleibt also weiterhin spannend.

Für die VfB-Herren standen zuletzt gleich zwei Spiele auf dem Plan: Am Samstag agierten sie beim Tabellenführer Karlsruher TV mit schlankem Kader defensiv im Fünfer-Würfel und standen lange Zeit recht gut. Wie jedoch in vielen Spielen der Saison, gab es auch hier wieder eine unkonzentrierte Phase, in der in schneller Folge vier Gegentore fielen. 0:9 hieß es am Ende aus VfB-Sicht. Am Sonntag wollten es die Stuttgarter Jungs besser machen und Punkte aus Mannheim entführen. Der VfB begann gegen den TSV Mannheim III wieder defensiv, ging mit 2:0 in Führung und vergab noch einen Siebenmeter, ehe sich der Gegner auf das System eingestellt hatte. Der VfB bekam in der Folge gegen den Dreier-Aufbau des TSV die Mitte nicht dicht. 5:2 führten die Hausherren zur Halbzeit. Nach der Halbzeit stellten die VfB-Herren um, machten dem Gegner aber in einer Phase mangelnder Konzentration zahlreiche Geschenke und kassierten einfache Gegentore. Gegen Ende kämpfte der VfB noch mal und konnte mit der Schlussecke zum 6:11 noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Die Tore für Stuttgart erzielten Steven Krietsch, Tobi Krähling (3), Hubertus Kramer und Johannes Schreiner. Für den VfB geht es am kommenden Sonntag (11 Uhr) zur TSG Heilbronn.

Cannstatter Zeitung, 08.02.2019
Thomas Reinmüller

Wichtiger Sieg im Abstiegskampf

VfB-Hockey-Frauen gelingt erster Erfolg in dieser Oberliga-Saison

Nach zuletzt enttäuschenden Ergebnissen in der Oberliga fuhren die Damen des VfB Stuttgart mit viel Druck und dem Rücken quasi zur Wand stehend zur Bundesliga-Reserve des Bietigheimer HTC, die in der Tabelle mit drei Punkten Rückstand den letzten Platz belegen. Das Spiel nahm den denkbar schlechtesten Start, den es für den VfB hätte geben können. Nach einer vergebenen Ecke erzielte Bietigheim in der 12. Minute das erste Tor des Abends - ebenfalls aus einer Ecke. Die Gastgeberinnen machten nach dem Führungstreffer weiter Druck, die Stuttgarte- rinnen hielten aber stark dagegen und erspielten sich die eine oder andere Chance. In der 24. Minute kam dann die - zwischenzeitlich auch verdiente - Erlösung: Elissa Eggenweiler wurde vor dem Kreis angespielt und behielt gegen die Bietigheimer Keeperin die Nerven und glich so vor der Halbzeit zum 1:1 aus. In der zweiten Hälfte schaltete der VfB einen Gang höher und erzielte durch Helen Strobel in der 32. Minute den 2:1-Führungstreffer. Nachdem die Torhüterin ihren ersten Schlenzer abwehrte, verwertete Helen Strobel per Abstauber. In der Folgezeit entwickelte sich ein kämpferisches und strategisch betontes Spiel. Bietigheim drückte stark nach vorne, doch die Abwehr der Stuttgarterinnen stand organisiert und stabil. In der 48. Minute lag der Ball nach einer Strafecke auch zum vermeintlichen 3:1 im Bietigheimer Tor, jedoch zählte das Tor nicht, da der Ball bei der Eckenannahme im Kreis gestoppt wurde. Kurz darauf hatte der BHTC die Möglichkeit, durch eine Ecke auszugleichen, aber Jana Burczyk stand goldrichtig und fischte den Schlenzer sehenswert raus. Nach einer Bietigheimer Auszeit nahmen die Gastgeber die Torhüterin raus und schufen so eine künstliche Überzahl. Diese konnten aber die VfB-Mädels gut ausnutzen. In der 57. und 58. Minute er-zielte der VfB das 3:1 und 4:1 durch Elissa Eggen weder und Helen Strobel, und Jana Burczyk wehrte die Schlussecke der Bietigheimer ab, so dass der VfB seinen lang ersehnten ersten Sieg der Saison einfahren und den Abstand zum Tabellenkeller vergrößern konnte. Das bedeutet, dass im Rückspiel am kommenden Samstag, 2. Februar, um 11 Uhr in der heimischen Halle Nord, die VfB-Mädels einen Matchball im Kampf um den Klassenerhalt haben. Sollte der VfB Stuttgart gewinnen, so würde das Team auch in der Saison 2019/20 wieder in der Oberliga spielen.

Die VfB-Männer mussten in der 1. Verbandsliga beim Heidenheimer SB antreten. Nach dem Erfolg in Lahr wollten sie unbedingt nachlegen. Das gelang ihnen jedoch nicht und sie unterlagen mit 6:8. Für die nächsten beiden Begegnungen fahren die VfB-Akteure am kommenden Wochenende zum Karlsruher TV (Samstag, 2. Februar, um 18 Uhr) und zum TSV Mannheim III (Sonntag, 3. Februar, um 16 Uhr).

Cannstatter Zeitung, 30.01.2019
Thomas Reinmüller

VfB-Hockeymänner punkten in Lahr

Die Damen unterliegen bei den Stuttgarter Kickers mit 1:7

Zwei Stunden Autofahrt? Da will man wenigstens drei Punkte mitnehmen, dachte sich die die erste Herrenmannschaft des VfB Stuttgart am vergangenen Samstag und setzte den Plan auch gleich in die Tat um. 5:4 gewann sie in einem von Standards geprägten Spiel beim HC Lahr. Zu Beginn waren die Stuttgarter etwas nervös. Sage und schreibe fünf Strafecken kassierten die VfB-Jungs in den ersten 15 Minuten. Glücklicherweise konnten die Schwaben alle Lahrer Versuche vereiteln und trafen nach knapp 20 Minuten selbst per Ecke zur Führung. Routinier Nico Thorwart hatte ein Abspiel aus der Mitte verwandelt. Auch das 2:0 fiel nach einer Ecke durch Fabian von Karstedt. Die Führung zur Halbzeit war nicht unverdient, denn der VfB hatte deutlich mehr vom Spiel. Die zweite Hälfte sollte es dann noch einmal in sich haben. Gleich zu Beginn entschied der Schiedsrichter nach klarem Fuß von Lahr auf Strafecke. Der sechste Versuch führte zum Anschlusstreffer der Hausherren. Das Stuttgarter Team ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen. Hubertus Kramer stellte per Ecke den alten Vorsprung wieder her. Die Schiedsrichter zeigten sich weiterhin großzügig mit Strafecken, die VfB Defensive um den starken Keeper Dennis Berrer präsentierte sich als Bollwerk und wehrte auch einen Siebenmeter ab. Carsten Thorwart war auf der anderen Seite cleverer und verwandelte seinem Siebenmeter nach Foul an Hubertus Kramer. Der VfB, 4:1 vorne, noch 13 Minuten auf der Uhr, eigentlich alles gut, doch es wurde eine hektische Schlussphase. Lahr verwandelte zwei Ecken zum zwischen-zeitlichen 3:4 und versuchte, das Spiel noch zu drehen. Nach Balleroberung und Konter über rechts konnte Tobias Krähling im Nachschuss zum wichtigen 5:3 einnetzen. Dennis Berrer hielt einen zweiten Siebenmeter und raubte Lahr den letzten Nerv. Das sollte Sicherheit geben, aber nach grüner Karte und Herausnahme des Torwarts sah sich der VfB kurzzeitig mit einer doppelten Überzahl konfrontiert. Das Team kämpfte, um Zeit von der Uhr zu nehmen. Eine Minute vor Schluss das 4:5, es wurde eng, doch der VfB blieb standhaft und brachte den wichtigen Sieg nach Hause. Am kommenden Samstag geht es auswärts gegen die Herren vom SB Heidenheim.

Die VfB Damen I mussten zum Lokalderby gegen die Stuttgarter Kickers an der Hohen Eiche antreten. Leider gab es dort jedoch nichts zu holen. Trotz einer guten kämpferischen Leistung mussten sich die VfB Mädels dem Regionalliga-Absteiger aus der Vorsaison mit 1:7 geschlagen geben und nun richtet sich der Blick mit dem Ziel, die Klasse zu halten, auf die anstehenden Spiele in der Rückrunde. Die nächsten beiden Spiele gehen gegen den Bietigheimer HTC II - am Samstag um 19 Uhr in Bietigheim und am 2. Februar dann vor heimischem Publikum.

VfB mit Hoplerstart in Jubiläumsjahr

Die Hockeyabteilung des VfB Stuttgart feiert 2019 ihr 100- jähriges Bestehen. Für die Damen- Mannschaft gab es jedoch bislang wenig zu holen. Aus der Hallenhinrunde nahmen sie bisher nur einen einzigen Punkt aus vier Spielen mit. Die Stuttgarterinnen empfingen in der gut gefüllten Halle Nord die Damen vom HC Ludwigsburg. Die kalte Dusche kam für die Gastgeberinnen schon in der dritten Minute, nach der ersten Ecke des HCL lag der Ball im Tor. Für eine Weile war es ein Spiel auf Augenhöhe; in der 20. Minute kassierten die Stuttgarter jedoch das 0:2 und kurz darauf verursachte die VfB-Defensive einen Sieben- Meter, der ebenfalls verwandelt wurde. Ein Hoffnungsschimmer kurz vor der Pause: Bianca Braun schnappte sich den Ball am eigenen Kreis, ließ drei HCL-Spielerinnen aussteigen und verwandelte flach ins lange Eck zum 1:3. Die Freude wehrte aber nur kurz, in der zweiten Halbzeit kassierten die Stuttgarterinnen drei schnelle Tore. Trotz des zwischenzeitlichen 2:6 blieb die Aufholjagd aus. Am Ende mussten sich die VfB-Damen mit 3:7 geschlagen geben. Sie sind nun endgültig im Abstiegskampf angekommen.

Nach dem Damenspiel stand für die VfB-Herren das zugleich letzte Heimspiel der Hallenrunde auf dem Programm. Gegner war der TSV Mannheim III - mit dem ersehnten Dreier wurde es aber hier auch nichts. Das Spiel startete mit einer kalten Dusche für die Herren. In der zweiten Minute gelang dem TSV der erste Treffer. Der VfB erspielte sich selbst einige Chancen - Effektivität zeigte aber der Gast und erhöhte mit der zweiten Chance auf 2:0, ehe Tobias Krähling nach 13 Minuten der Anschluss gelang. Kurz vor der Halbzeit konnten die Gäste mit einem glücklichen Tor den alten Vorsprung wieder hersteilen. Nach der Pause entwickelte sich eine enge Partie auf Augenhöhe, bei der sich beide Teams nichts schenkten, Kreisszenen blieben dabei eher die Ausnahme. Fabian von Karstedt verwandelte schließlich eine Strafecke aus der Mitte, der VfB spürte nochmal seine Chance. Ein unnötige Strafecke für die Mannheimer führte schließlich zum 2:4-Endstand. Der VfB muss nun in der Ferne dringend punkten - am kommenden Sonntag geht es zum HC Lahr.

Cannstatter Zeitung, 18.01.2019

Nichts zu holen gegen starke Gegner

Hockeyspielerinnen des VfB unterliegen Mannheim II, die Männer der TSG Heilbronn

Das sportliche Jahr 2018 ging mit einer Niederlage für die Oberliga-Frauen des VfB Stuttgart zu Ende. Im Heimspiel unterlag der VfB dem Mannheimer HC II mit 1:4.

Gegen die mit der ein oder anderen Bundesliga-Spielerin besetzten Mannheimer Truppe wollten die Stuttgarterinnen den ersten Sieg in der heimischen Halle Nord holen und sich vom Tabellenkeller distanzieren. In der Anfangsphase versuchten beide Teams vor allem herauszufinden, wie der Gegner zu knacken ist. Mit zwei Glanzparaden hielt Jana Burczyk hinten die Null. In der 20. Minute konnten die Gäste jedoch die Führung erzielen. Bitter, da zu diesem Zeitpunkt der VfB präsenter auf dem Platz war. Mit einer Ecke kurz vor Schluss der ersten Halbzeit erzielte der MHC dann auch den Treffer zum 2:0. Zur Pause hieß die Devise daher, „Kör-perspannung aufbauen und zum eigenen Spiel zurückfinden". In der zweiten Hälfte zeichnete sich ein etwas anderes Bild als in der ersten ab. Die VfB-Damen machten mehr Druck nach vorne und kamen öfter in den Mannheimer Schusskreis - mit Erfolg. In der 49. Minute erzielte der VfB den verdienten Anschlusstreffer durch Josephine Opitz, die aus dem Getümmel heraus im Kreis den Ball noch über einen gegnerischen Schläger löffeln konnte. Aus der erhofften Aufholjagd wurde aber nichts, da Mannheim kurze Zeit später das 3:1 und dann auch noch das 4:1 erzielen konnte. So endet für die VfB-Mädels das sportliche Jahr mit einer Niederlage. Zwar waren die Stuttgarterinnen bisher mehr oder minder gleichauf mit den gegnerischen Mannschaften, doch mussten sie sich bisher in fast allen Spielen geschlagen geben und überwintern auf dem vorletzten Platz. Die Devise lautet daher für die Rückrunde, sich für eine gute Leistung auch zu belohnen.
Und auch für die Männer des VfB Stuttgart gab es in der 1. Verbandsliga gegen die klar favorisierte Gäste vom HC im TSG Heilbronn nichts zu holen. Zwar konnten die Stuttgarter über lange Zeit recht gut mithalten, am Ende stand sie aber mit leeren Händen da und kassierten eine 1:3- Heimniederlage. Der VfB Stuttgart belegt derzeit den vierten Platz in der sechs Mannschaften starken 1. Verbandsliga.

Im neuen Jahr geht es für beide VfB- Mannschaften am, Sonntag, 13. Januar, 2019 weiter - wieder als doppelter Heimspieltag in der Halle Nord.


Cannstatter Zeitung, 21.12.2018
Thomas Reinmüller

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