Erfolgsserie der jungen Wilden hält an

Auch die U-14-Hockeyspieler des VfB Stuttgart sichern sich den Titel in der Verbandsliga Baden-Württemberg

Nach dem Titelgewinn der männlichen VfB-U-16-Mannschaft in Ulm stand am vergangenen Wochenende in Lahr das nächste Final Four um die Hockey-Verbandsliga-Meisterschaft in Baden-Württemberg an - diesmal in der als Knaben A bezeichneten U-14-Altersklasse.
Die VfB-Hockey-Jungs platzierten sich hier in der Vorrunde ungeschlagen mit nur zwei Gegentoren souverän für die über zwei Tage als Final Four ausgerichteten Endrunde um den Meistertitel in Lahr. Am vergangenen Samstag wurde dann Halbfinalgegner TSV Mannheim am Ende deutlich mit 4:0 besiegt. Im Finale am Sonntag machten es die Roten gegen den SSV Ulm jedoch spannend bis zum Schluss. Nach regulärer Spielzeit stand es torlos 0:0, so- dass letztlich das Penalty-Schießen über Sieg oder Niederlage entscheiden musste. Dabei geht es wie beim Elfmeterschießen im Fußball „Mann gegen Mann“. Nur acht Sekunden bleiben dem auf den Torwart zulaufenden Schützen, den Ball im Tor zu platzieren - oder eben nicht. Am Ende gewann der VfB Stuttgart durch klasse Paraden von VfB-Goalie Matthis Randecker und eine konstante Teamleistung über die komplette Feldsaison verdient mit 3:2. Die Roten belohnten sich nach einer tollen Saison mit der Goldmedaille und dem begehrten HBW-Meister-Wimpel.

 

Am 13. Oktober dürfen die U-12-Hockey-Jungs des VfB ebenfalls in der Endrunde der letzten Vier ran. Zeitgleich tritt das U-16-Team an dem Wochenende beim Süddeutschen Jugendpokal in Oberhausen an.

Cannstatter Zeitung, 02.10.2019
Thomas Reinmüller

Als Außenseiter den Titel perfekt gemacht

Die männliche U-16-Hockey-Spielgemeinschaft VfB Stuttgart/SV Böblingen ist Verbandsliga-Meister

Die männliche U-16-Mannschaft des VfB Stuttgart trat - wie auch in der vergangenen Saison - in einer Spielgemeinschaft mit dem SV Böblingen an und qualifizierte sich für das Final-Four-Turnier um die Verbandsliga-Meisterschaft Baden-Württemberg, das in Ulm ausgetragen wurde. Freudestrahlend mit dem Titel im Gepäck kehrte das Team aus Ulm zurück.

Im Halbfinale traf der VfB auf den TSV Mannheim, den Erstplatzierten aus der zweiten Vorrundengruppe. Schnell konnten die Schwaben durch Tore von Jakob Kohlhas (2) und Julius Heinrich auf 3:0 davonziehen. Allerdings gelang den Mannheimern vor der Pause noch der Anschlusstreffer. Dies verunsicherte die Jungs aus Stuttgart und Böblingen zusehends und so gelang den Mannheimern durch zwei weitere Treffer letztlich der 3:3- Ausgleich. So stand es dann auch zum Ende der regulären Spielzeit. Das bedeutete, dass ein Penaltyschießen über den Finaleinzug entscheiden musste. Alessio Gualtieri, Enrico Hampl und final Marc Reinmüller trafen für die Roten. Mannheim konnte nur zwei Penaltys verwerten und so war der Finaleinzug für den VfB geschafft.

Nach einer kurzen Nacht in der Jugendherberge in Ulm stand das Finale gegen den SSV Ulm an. In der Vorrunde verlor man gegen Ulm noch mit 1:4. Damit war die Favoritenrolle klar beim Gastgeber. Dennoch legte die VfB-SVB-Spielgemeinschaft mit mächtig Tempo und Druck auf den Gegner los. Fast logischerweise fiel nach einer Ecke auch das 1:0 durch Jakob Kohlhas. Kurz nach der Pause wurde wieder durch eine Strafecke auf 2:0 erhöht. Alessio Gualtieri war im Nachschuss erfolgreich. Im Gefühl des sicheren Sieges schlichen sich einige Unsicherheiten ein und so gelang den Ulmern durch einen glücklichen Schuss der Anschlusstreffer. Nun merkte man den Roten die Verunsicherung an. Dann schnappte sich Kohlhas tief in der eigenen Hälfte den Ball und startete einen Sololauf, den er mit einem Lupfer sehenswert zum 3:1 abschloss. In der Folge gab es dann noch einige bange Minuten zu überstehen, da ein Spieler mit einer Gelben Karte vom Feld musste, sodass eine fünfminütige Unterzahl entstand. Aber auch das meisterten die VfB-Jungs und mit dem Schlusspfiff kannte der Jubel keine Grenzen - als Außenseiter gestartet und am Ende als Meister der Verbandsliga gefeiert.

Die Reise geht nun weiter: Das Team hat sich durch den Titel für den deutschen Jugendpokal am 12./13. Oktober in Ober-hausen qualifiziert.

Cannstatter Zeitung, 28.09.2019
(Thomas Reinmüller)

VfB: Jubel und Enttäuschung

Bad Cannstatt - Für die Frauen des VfB Stuttgart stand in der Oberliga ein Doppelspieltag an. Zunächst ging es zum SSV Ulm. In das erste Viertel starteten die VfB-Damen motiviert, erzielten aber trotz guter Chanen kein Tor. Das zweite Viertel verlief ähnlich: Stuttgart war das stärkere Team, schlug aber kein Kapital daraus. Nach der Halbzeitpause machte Ulm Druck, spielte lange Bälle und machte den Gästen das Leben schwer. Sichtlich verbessert war der VfB im letzten Viertel. Dies wurde gleich mit dem Anspiel deutlich. Es brauchte nur drei Ballberührungen, bis der Ball von Sabrina Reimer zum 1:0 ins lange Eck gepfeffert wurde. Das Spiel wurde nun hektischer und aggressiver. Der VfB bekam nochmals eine Ecke, die Helen Strobel mit einem Stecher zum 2:0-Endstand verwandelte.

Ein bisschen müde, aber motiviert waren die VfB-Frauen am nächsten Tag beim Mannheimer HC zu Gast. Das erste Viertel lief jedoch ganz anders als erwartet. Die Mannheimerinnen spielen ungestört aus der Abwehr ins Mittelfeld und weiter in den Schusskreis - und das nicht nur einmal. Der VfB ließ die nötige Aggressivität vermissen. Das schön herausgespielte 1:0 für Mannheim sollte ein Weckruf sein. War es aber nicht. Nach der Halbzeitpause klappten viele Sachen zwar besser und der VfB wurde mit zunehmender Spieldauer bestimmender, ohne jedoch ein Tor zu erzielen. So unterlag man mit 0: t Morgen (11 Uhr) empfangen die VfB-Damen Rohrbach.

Nach dem Fehlstart zum Auftakt nahmen sich die VfB-Männer für ihr erstes Oberliga-Heimspiel gegen den Mitaufsteiger Heilbronn einiges vor. Aus einer sicheren Verteidigung arbeitete der VfB konsequent gegen den Ball und so konnte ein eigentlich von Heilbronn schon geklärter Ball zurückgeholt und direkt in den Kreis gespielt werden. Dort stand Till Sonntag goldrichtig und netzte aus spitzem Winkel zum 1:0 ein. Der VfB war zwar weiter tonangebend, doch wurde die erste Unaufmerksamkeit direkt mit dem 1:1-Ausgleich bestraft. In der zweiten Hälfte wurde das anfangs faire Spiel immer körperlicher und kämpferischer. Tore fielen aber keine mehr und so blieb es beim 1:1. Morgen (16 Uhr) tritt der VfB zum Stadtderby bei den Kickers II an.

Cannstatter Zeitung, 28.09.2019
(Thomas Reinmüller)

Freude und Ernüchterung

U-14- und U-18-Hockeyteams des VfB Stuttgart erreichen die Final Four - Männer vermasseln Oberliga-Auftakt

Für die Jugendteams des VfB Stuttgart standen die letzten Vorrundenspiele in der Verbandsliga an. Dabei schafften sowohl das männliche U-16-Team mit einem souveränen 6:1-Erfolg beim Angstgegner Tuttlingen, als auch das männliche U-14-VfB-Team mit 8:0 gegen Villingen den Einzug in die Endrunde der Final Four in Ulm beziehungsweise Lahr. Das weibliche U-16-Team indes unterlag mit der besten Saisonleistung nur denkbar knapp gegen den Tabellenführer HC Ludwigsburg, das weibliche U-14-Team gewann 4:0 gegen Tuttlingen/Villingen und spielt Ende September um den 5. Platz.

Nach einem Jahr Oberliga-Abstinenz ging es für die Männer des VfB zum ersten Saisonspiel nach Freiburg. Bei sommerlichen Temperaturen kamen die Schwaben nach einer langen Autofahrt zunächst schlecht ins Spiel und lagen schnell durch einen individuellen Fehler mit 0:1 hinten. Und so ging es dann auch weiter: Die Stuttgarter taten sich enorm schwer, die Bälle aus der Verteidigung ins Mittelfeld zu spielen und geriet man mit 0:3 in Rückstand. Besser wurde der Auftritt der VfB-Herren danach auch nicht. Die Freiburger waren, in allen Belangen überlegen und agierten deutlich cleverer als die Gäste. Stuttgart wurde ständig ausgekontert und Freiburg schaffte es durch schnelles Kontakten, eine Vielzahl an Torchancen herauszuspielen. So fand jeder Schuss, teilweise spektakulär, seinen Weg ins Stuttgarter Tor und so stand es zur Spielmitte ohne eigenen Abschluss 0:8. Die VfB-Jungs nahmen sich vor, sich aktiver am Spiel zu beteiligen und wenigstens etwas Ergebniskosmetik zu betreiben. Dies klappte auch und so konnte Domenik Hahn per Strafecke auf 1:8 verkürzen. Doch waren es erneut die Freiburger, die die nächsten beiden Tore bejubeln durften. Domenik Hahn erzielte zwar erneut per Strafecke den zweiten Treffer für Stuttgart, am Ende unterlag man aber klar mit 2:12. Beim morgigen Heimspiel (11 Uhr) wollen sich die VfB-Herren gegen die TSG Heilbronn, die siegreich in die Saison gestartet ist, deutlich steigern.

Die VfB-Damen trennten sich im Oberliga-Heimspiel vom FT Freiburg 0:0. Heute treten die VfB-Frauen in Ulm, morgen in Mannheim an.

Cannstatter Zeitung, 21.09.2019
(Thomas Reinmüller)

VfB-Herren zurück in der Oberliga

Bad Cannstatt - Vor dem letzten Spiel der Saison waren die Rollen verteilt: Den Herren des VfB Stuttgart konnte der zweite Tabellenplatz in der 1. Verbandsliga nicht mehr genommen werden und die Gäste aus Bruchsal konnten sich nur durch einen Sieg vor dem Abstieg retten. Doch schon nach 20 Sekunden die kalte Dusche für die Gastgeber. Nach eigenem Anspiel verlor man in der Vorwärtsbewegung den Ball und kassierte das 0:1. Das Niveau verflachte in der Folge zusehend. Der VfB hatte gefühlte 90 Prozent Ballbesitz, jedoch konnte man keinen Profit aus dieser drückenden Überlegenheit ziehen. Erst Mitte der zweiten Hälfte brachten fünf starke Minuten des Spaniers Jordi Mas die ersehnten Tore. Nach einem schönen Angriff über die rechte Seite konnte er eine Ablage von Tobias Krähling zum 1:1 und nur drei Minuten später ein tolles Solo durch das gegnerische Viertel per argentinischer Rückhand zum 2:1 verwerten. Mit dem Schlusspfiff gelang Bruchsal mit einem letzten Verzweiflungsakt der 2:2-Endstand. Obwohl nicht gewonnen wurde, feierte der VfB dennoch ein wenig, denn die langjährigen Leistungsträger Felix Kaerger und Tom Hawxwell werden den VfB in Richtung Essen und Hamburg verlassen.

Erfreuliches dann einige Tage später: Durch die Schützenhilfe des SV Böblingen (Sieg gegen den Mannheimer HC) steigen zwei bayerische Teams aus der Regionalliga Süd in die Oberliga Bayern ab. Da es keinen Absteiger in die Oberliga Baden-Württemberg gibt, können nach jetzigem Kenntnisstand die beiden Erstplatzierten Teams aus der 1. Verbandsliga das Tableau vervollständigen. Die VfB-Herren spielen also bereits ein Jahr nach dem Abstieg erneut in der höchsten Spielklasse Baden-Württembergs.

Cannstatter Zeitung, 06.07.2019
(Thomas Reinmüller)

Hitzeschlacht mit unglücklichem Ausgang

Hockey-Männer des VfB Stuttgart verlieren in Ludwigsburg - Morgen letztes Saisonspiel

Nach dreiwöchiger Pause starteten die Herren des VfB Stuttgart bei 35 Grad in die finale Phase. Nach der Niederlage gegen den Aufstiegskonkurrenten aus Heilbronn fehlt dem VfB nur ein Sieg aus den letzten zwei Spielen, um den zweiten Tabellenplatz zu sichern. Dies könnte im weiteren Verlauf durchaus interessant werden, da durch die enge Tabellensituation in der 2. Regionalliga auch ein Aufstieg des Zweitplatzierten aus der 1. Verbandsliga möglich werden könnte. Aufgrund der Hitze fehlten zu Beginn sowohl die Geschwindigkeit, als auch die Genauigkeit auf beiden Seiten. Dennoch gelang Ludwigsburg noch in der Anfangsviertelstunde nach einer Strafecke durch Abwehrchef Wildermuth das 1:0. Doch nur zwei Minuten später wurde eine schöne Kombination über Carsten Thorwart und Benedikt Zürn zum 1:1 verwertet. Nach dem Wechsel war es wieder eine Ecke, die die erneute Ludwigsburger Führung durch Youngster Fischer brachte. Danach wirkte das VfB-Spiel zerfahren. Passend dazu verwertete R. Greiner per Lupfer über den VfB-Keeper zum 3:1. Nach einer Auszeit und einem flammenden Appell von Spielertrainer Fabian von Karstedt wurde der VfB wieder besser. Es dauerte jedoch bis zur 69. Minute, ehe Nachwuchsspieler Tom Bongers im Getümmel vor dem Ludwigsburger Tor die Übersicht behielt und zum 2:3-Endstand traf. Morgen um 11 Uhr empfängt der VfB zum Saisonabschluss den Tabellenletzten TSG Bruchsal und braucht einen Sieg.

Cannstatter Zeitung, 06.07.2019
(Thomas Reinmüller)

Glückloses Saisonfinale

Die Frauen des VfB Stuttgart konnten im letzten Spiel der Saison 2018/19 nicht mehr punkten. Sie verloren nach einem Kampfspiel mit leistungsmäßig deutlich Luft nach oben mit 0:1 bei der FT Freiburg. Dadurch rutschten sie in der Abschlusstabelle der Oberliga noch auf Rang 5 - punktgleich mit Freiburg und nur einen Zähler hinter dem Tabellendritten. Sie verpassten es knapp, das starke 1:1 vom Donnerstag der Vorwoche gegen den Meister HC Ludwigsburg zu veredeln.

Nach acht Spielen in nur gut vier Wochen waren einige Spielerinnen sichtlich müde und das Team konnte ein halbes Dutzend Ausfälle nicht mehr kompensieren. Am Vatertag überzeugten die VfB-Mädels noch total kämpferisch gegen den HC Ludwigsburg. Nach einer schönen Einzelleistung von Elissa Eggenweiler brachte Lara Christ den VfB noch vor der Pause in Führung. Der HCL spielte überlegen und machte mächtig Druck. Doch mehr als der Ausgleichstreffer zwölf Minuten vor dem Ende gelang dem Tabellenführer nicht mehr. Zuletzt in Freiburg funktionierte das VfB-Team nicht ganz so gut. Das Spiel gegen den HCL hatte offensichtlich viel Kraft gekostet. Etliche Spielerinnen knüpften nicht an die Leistungen an, fielen schnell in alte Muster zurück und so kam der VfB nicht wirklich gut ins Spiel. Das Aufbauspiel war leicht durchschaubar, fehlerhaft und nicht druckvoll genug. Im Mittelfeld fehlte es ein wenig an Kreativität und Durchsetzungsvermögen, sodass sich auch die Stürmer nicht oft in Szene setzen konnten. Nach starkem Beginn übernahm Freiburg phasenweise das Kommando und ging Mitte der ersten Hälfte nach einer Ecke in Führung. Die VfB-Damen spielten zu selten über die starke rechte Seite und zu selten kamen verwertbare Bälle in den Schusskreis. Kurz vor Schluss donnerte Helen Strobel eine Direktabnahme an den Pfosten. Das war’s. Leider schafften es die VfB-Damen in der Rückrunde nicht, konstant starke Leistungen abzuliefern. Bemerkenswert gute Spiele wechselten mit bedenklich schwachen. An der Konstanz gilt es zu arbeiten, denn das Niveau in der Oberliga Baden-Württemberg ist mittlerweile sehr hoch. Da ist selbst der Klassenerhalt in der neuen Saison kein Selbstläufer.

Auch die Herren des VfB Stuttgart mussten nach dem 0:3-Sieg im Flutlichtspiel bei den Stuttgarter Kickers III Federn lassen - beim Tabellenführer der 1. Verbandsliga in Heilbronn unterlagen sie mit 0:3. Die VfB-Herren II hingegen waren erfolgreich, sie konnten ihr Heimspiel gegen den Karlsruher TV II mit 2:0 gewinnen. Das Saisonfinale mit den jeweils letzten beiden Partien steht für die beiden Herrenteams nach den Pfingstferien an.

Cannstatter Zeitung, 07.06.2019
Thomas Reinmüller

Derbysieg unter Flutlicht

Hockeyspieler des VfB Stuttgart gewinnen beim Stadtrivalen Kickers III mit 3:0

Laue Temperaturen, untergehende Sonne, guter Rasen, Flutlicht - ein perfekter Abend für ein Stadtderby in der 1. Verbandsliga. Im Schatten des Fernsehturms sollte nach dem überzeugenden Auftritt am Wochenende der nächste Sieg für die Männer des VfB Stuttgart gegen den HTC Stuttgarter Kickers III her, was auch mit 3:0 gelang.

Der VfB begann etwas verhalten und der Arbeitsalltag steckte wohl noch in einigen Köpfen. Anders wären die vielen Ungenauigkeiten im Spielaufbau und die leichten Ballverluste im Mittelfeld kaum zu erklären. Gegen eine sehr erfahrene Ki-ckers-Mannschaft fand das junge VfB- Team, bei dem Spielertrainer Fabian von Karstedt nach Verletzung wieder in der Startelf stand, nur schwer in die Partie. Die ersten Möglichkeiten gehörten daher auch den Gastgebern. Doch der aufmerksame Keeper Dennis Berrer koordinierte die Defensive mit lauten Ansagen gekonnt und war auch bei den ersten Abschlüssen des HTC auf dem Posten. In der Folge fand der VfB besser ins Spiel und hatte durch Ex-Kickers Spieler Till Sonntag die erste Chance. Es fehlten am Ende aber Zentimeter für die Führung. Auch ein paar Minuten später hatte Kapitän Werner Radtke nur wenig Glück, als er eine Direktabnahme zwar durch die Beine des Torhüters, jedoch nicht über die Linie drücken konnte. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe mit etwas mehr Spielanteilen für den VfB. Die Mannschaft des HTC-Trainers Sasha Reinelt beschränkte sich auf Konter und lange Bälle. Vor allem Unzulänglichkeiten im Aufbau des VfB und einige Einzelaktionen brachten das letzte Viertel in Gefahr, jedoch ohne dass zwingende Chancen erspielt wurden. So stand es zur Pause folgerichtig 0:0.

In Hälfte zwei ein ähnliches Bild: ein ständiges Hin und Her ohne zwingende Abschlüsse. Waren die Außen in der ersten Hälfte noch völlig verwaist geblieben, nutzte der VfB nun dieses Mittel, um gefährlich vor das Gehäuse zu kommen. Aus einem solchen Spielzug sollte auch das erste Tor fallen. Nach einem langen Ball von Laurin Süßmuth auf der linken Seite drang Kapitän Radtke in den Kreis ein. Parierte der Keeper noch den ersten Schuss gekonnt, war er bei einer hoppelnden Argentinischen Rückhand von Felix Kaerger geschlagen. Auch das zweite Tor war eine Willensleistung mit etwas Glück für die Cannstatter. Tobias Krähling setzte sich halb rechts gut durch, traf den Ball mit der Rückhand nicht optimal, doch durch den Fuß des Kickers Verteidigers flog der abgefälschte Ball über den Torhüter hinweg - als Bogenlampe - zum 2:0 ins Tor. Der VfB verwaltete durch längere Ballstafetten die Führung. Letztlich war es VfB-Stürmer Carsten Thorwart, der nach einem Ballgewinn des kenianischen Nationalspielers Willis Okoye überlegt aus halbrechter Position zum 3:0-Endstand einschob. Schlussendlich setzte sich der VfB mit einer konzentrierten und reifen Leistung gegen den Stadtrivalen durch und darf weiter vom Aufstieg träumen.

Cannstatter Zeitung, 25.05.2019
Thomas Reinmüller