Herren II holen nächsten Sieg
Bad Cannstatt – Der VfB Stuttgart II macht über lange Strecken ein gutes Hockeyspiel und gewinnt gegen den SSV Ulm II 2:0 (1:0).
Am Samstag traf der VfB auf den Mitaufsteiger SSV Ulm II, gegen die sie erst vor wenigen Monaten ein 1:2-Auswärtserfolg einfahren konnten. Nach einem Heimerfolg gegen den HC Tübingen war der VfB optimistisch, dass sie weiter an ihren guten Leistungen ansetzen konnten. Da der Cannstatter Wasen kurzzeitig während Überfüllung gesperrt wurde, unterstützen mehrere Wasengänger die Partie vom P9-Parkplatz lautstark. Die eigentlich Party lief dann eigentlich auf den Platz:
Der SSV Ulm II hat ähnliche Voraussetzungen wie der VfB, die sowohl mit jahrgangälteren und jüngeren Spielern anreisten. Die Stuttgarter dominierten im ersten Viertel die Begegnung und kamen gleich mehrmals zu gefährlichen Schusskreisszenen. Gute Vorstöße von Julian Siller auf der linken und Eirk Fuchs auf der rechten Seite setzten den SSV oft unter Druck, die einen langsameren Spielaufbau hatten. Die beiden Stuttgarter Schiedsrichter hatten allerlei zu tun, da sie gleich über drei gefährliche Bälle im Ulmer Schusskreis entscheiden mussten, über dessen Auslegung beidseitig Diskussionsbedarf bestand. In der 10. Minute war es ein Eindringen über die rechte Seite durch Levi Gläsle, der nach einer Hundekurve nicht typicherweise abspielte, sondern den Ball clever mit der Rückhand ins kurze Toreck zum 1:0 bugsierte. Dann folgte auch im zweiten Viertel eine Sturm und Drang-Phase, bei denen die Hauptstadtschwaben durchaus wieder über Ecken die Möglichkeit gehabt haben, die Führung ausbauen, aber zwei Hochkaräter wurden verstoppt oder anderweitig vertändelt. Bei einer guten Kontersituation verletzte sich Finn Moll bei einem Sprint am Bein und musste langsam vom Feld gehen. Die Ulmer bekamen dann in der 25. Minute über leicht schwächeres Defensivverhalten der Stuttgarter mehr Räume und drangen ebenfalls vier Mal gut in den Schusskreis ein. Zweimal konnte der Stuttgarter Keeper gut halten und in der 28. Minute tauchte ein Ulmer allein vor ihm auf und mit einer schnellen Parade auf dem Boden konnte er einen halbhohen Schlag irgendwie noch um den Torpfosten lenken und hielt die Führung in der ersten Hälfte fest.
In der zweiten Hälfte war das zweikampfbetonte und intensive Spiel weiterhin voll im Gange, doch langsam schwanden bei beiden Teams die Kräfte. In der Defensive ließ der VfB nur zwei harmlose Abschlüsse zu, während sie sich vorne recht ansehnlich in den Kreis kombinierten, aber im entscheidenden Moment ihre Abschlussmöglichkeiten verpassten. Die in Tracht ausgestatteten Wasen-Zuschauer machten sich mit „1893“-Fangesängen auch hörbar bemerkbar. Ein Powerplay des VfB wenige Minuten vor dem Ende des dritten Viertels hätte ein Tor verdient gehabt, aber genauso verdient der Schlussmann der Gegner Respekt, in Unterzahlsituationen im eigenen Schusskreis ein Tor zu verhindern. Der VfB schwächte sich noch mit einer grünen Karte, konnte aber im letzten Viertel das erlösende 2:0 durch eine kurze Ecke von Maxi Kinzler erzielen. Eine letzte Parade des Stuttgarter Keepers setzte das Ende und sicherte die Null.
Für den VfB spielten:
Hendrik Niemax (TW), Robin Rösslein, Steven Krietsch (K), Julian Siller, Julian Berkmann, Malte Lesche, Brandon Kieser, Tom Ziller, Lauri Reinmüller, Jes Andresen, Finn Moll, Levi Gläsle (1), Norbert Wünsch, Erik Fuchs, Maximilian Kinzler (1), Christian Schneefuss und Christian Enderle.