Spielberichte

Herren II überrennen Strasbourg in der zweiten Hälfte

Die Herren II des VfB Stuttgart können beim internationalen Ligaspiel gegen JSK Strasbourg 6:0 (2:0) gewinnen.

Um als VfB Stuttgart international zu spielen, braucht es nicht immer eine Qualifikation für die Champions League, sondern man kann einfach bei den zweiten Herren Hockey spielen. In der 3. Verbandsliga spielt nämlich seit Jahrzehnten der elsässische Verein JSK Strasbourg mit, da sie sonst viel längere Fahrten bis Paris hätten – umso schöner ist es, eine solche europäische Begegnung zu haben.

Im Hinspiel konnten die Stuttgarter einen Punkt mitnehmen und waren gewarnt für das Rückspiel. Strasbourg konnte zu elft inkl. zwei Damen antreten, was nicht unüblich ist. Die Stuttgarter Heimmannschaft konnte bei dem warmen Wetter auf eine volle Bank zurückgreifen und galt dadurch leicht favorisiert. Der VfB generierte im ersten Viertel gegen den tief stehenden JSK nicht viele Chancen, da meist der Ball im Angriffsviertel zu häufig in Zweikämpfen verloren ging. Es brauchte die zweite kurze Ecke in der 10. Minute, die Mathis Berkes sehenswert zur 1:0-Führung verwandelte. Trotz hoher Ballbesitzphasen der Schwaben zeigten die Strasbourger*innen ein paar gefährliche Konter und waren mit allen zehn im Stuttgarter Angriffsviertel. In der 25. Minute hatten sie bei einer kurzen Ecke die große Chance auf den Ausgleich, eine argentinische Rückhand eines neuen sehr stockstarken Franzosen ging rechts am Tor vorbei. In der 29. Minute war es Mittemann Justus Blönnigen, der einen Abpraller vom Torwart aus zentraler Position zum 2:0 abstaubte.

Noch besser lief es in der zweiten Hälfte, da sich jetzt die Kaderbreite der Hauptstadtschwaben auszahlte. Der VfB erzeugte nun durch Dauerpressing Überzahlen und hatte jetzt absolute Hochkaräter. In der 35. Minute besorgte Florian Wondratschek nach tollem Schlag von Justus Blönnigen per Stecher das 3:0. Wenige Minuten später konnte Finn Moll mehrere Strasbourger ausspielen und gab im richtigen Augenblick auf Nachwuchstalent Philipp Arnold ab, der sein erstes Aktiventor auf dem Feld erzielen konnte. Stuttgart fand gegen das 4-5-1 der Gäste gut zurecht und konnte wirklich viele Torchancen aus dem Spiel kreieren. Ein Eckentor des VfB wurde noch zurecht aufgrund eines Nicht-Verlassens des Balles im Schusskreis vor der Viertelpause aberkannt. Historisches gelang Nobbe Wünsch in der 51. Minute, der als jahrgangsältester Aktivenspieler Sven Thomas zum 5:0 bediente - noch nie gab es einen älteren Vorlagengeber beim VfB. Und auch wenn in den letzten Minuten einige Spieler auf dem Zahnfleisch angekrochen schienen, sorgte Christof Weisenburger durch sein Tor aus halbrechter Position zum 6:0-Endstand. Es war ein verdienter Erfolg des VfB, der jetzt auf den zweiten Tabellenplatz steht und am kommenden Wochenende gegen Tabellenführer FT Freiburg spielen wird.

Für den VfB Stuttgart spielten
Lukas Rottenburger (TW), Florian Wondratschek (1), Christof Weisenburger (1), Conrad Scheid, Justus Blönnigen (1), Aurel Arriaga, Tom Ziller, Moritz Streule, Jes Andresen, Philipp Arnold (1), Finn Moll, Norbert Wünsch, Sven Thomas (1), Leon Dietrich, Johannes Schreiber, Martin Strobel und Mathis Berkes (1).

Herren II holen einen Punkt in Karlsruhe

Die Herren II des VfB Stuttgart spielen beim Karlsruher TV 2:2 (1:0).

Die Feldsaison beginnt wieder und gleich zu Beginn ging es für die Jungs aus Cannstatt in die badische Fächerstadt, die auch tabellarisch auf einem ähnlichen Niveau dasteht. Zunächst fand das Spiel der Badener im Viertel der Stuttgarter statt und die Gastgeber hatten einige schnelle Momente, bei denen zweimal VfB-Torwart Lukas Rottenburger souverän agierte. In der 8. Spielminute setze der VfB sich gut über der rechten Seite durch und Sven Thomas schloss aus spitzem Winkel ab. Im zweiten Viertel wurden die Hauptstadtschwaben deutlich stärker und brachten mehr Aktionen im Halbfeld. Überzahlen im Mittelfeld konnten zwar erzeugt werden, noch konnte der VfB sie nicht optimal zu Ende spielen. Der VfB vergab eine kurze Ecke und hatte in der 23. Minute eine gefährliche Kontersituation, welche über einen weiten Schlag von Florian Wondratschek eingeleitet wurde. Der nachfolgende Abschluss konnte jedoch gut pariert werden. Unaufmerksam waren die Stuttgarter Sekunden vor der Halbzeit, wo eine Abwehraktion eigentlich geklärt schien, dann aber unglücklich an den Fuß ging. So konnte der KTV eine starke kurze Ecken schießen, die Steven Krietsch gerade noch mit dem Schläger abzuwehren versuchte, jedoch konnte nur die Brust das Tor verhindern. Der darauf regelkonform gegebene Siebenmeter führte zum 1:0 für die Gelben, der auch den Halbzeitstand markierte.

Im dritten Viertel stellten die Schwaben etwas offensiver auf, sodass sie jetzt druckvoller nach vorne spielen können. Eine ansehnliche Ballstafette über die linke Seite brachte den Ball zu Benedikt Zürn, der aus zentral Position und im Liegen mit vollem Körpereinsatz das verdiente 1:1 schrubbte. Die hochmotivieren Württemberger blieben auch weiter am Ball und es gelang ihnen durch Jes Andresen wieder eine Strafecke herauszuholen. Diese nagelte Stuttgarts Eckenschütze Maximillian Kinzler wirklich haargenau in den Winkel, sodass der VfB in Führung gehen konnte. Allerdings glich der KTV durch einen sehenswerten Rückhandschlags ihres jungen Stürmers unmittelbar im vierten Viertel aus. Es gab eine technisch herausfordernde Phase, in der beide Mannschaften viel Risiko gehen wollten, emotional maximal dabei waren und leidenschaftlich gekämpft haben. In der Abwehr gab es grün für Julian Siller für Ballweglegen, doch beim nächsten Ballverlust in Unterzahl konterten die Stuttgarter in Unterzahl. Zwar konnte der VfB im Schusskreis sein, konnte aber nicht abschließen. Auf der anderen Seite bekam der KTV eine Ecke fünf Minuten vor Schluss, die Lukas Rottenburger sehr stark abwehren konnte. Richtig wild wurde es in der 57. Minute, bei der sich die Württemberger wieder von der rechten Schusskreiskante in den Kreis durchsetzten: Der Querpass auf dem einschussbereiten Stürmer kam perfekt, doch der defensiv verteidigende Spieler konnte von hinten mit seinem Schläger nur Knie und Keule treffen, sodass die Schläger laut zusammenkrachten. Viele Stuttgarter erwarteten die Entscheidung zwischen Siebenmeter und Strafecke und wirkten nach dem ausbleibenden Pfiff sichtlich und hörbar aufgebracht. Auch wenn es auf dem Platz anders anfühlte, war diese Szene rückblickend nicht spielentscheidend, weil beide Mannschaften zuvor schon Chancen hatten, erfolgreich vor dem Tor zu sein.

Es blieb bei einem 2:2, welches sich für den VfB eher wie eine Niederlage anfühlte. Vielmehr bleibt den beiden Karlsruher Schiedsrichter*innen herzlich zu danken, diese Partie gut geleitet zu haben, da der VfB keinen eigenen Schiri stellen konnte.


Für den VfB Stuttgart spielte:
Lukas Rottenburger (TW), Steven Krietsch, Benedikt Zürn (1), Julian Siller, Florian Wondratschek (C), Julian Berkmann, David Kaps, Christoph Kreckel, Maxime Menke, Tom Ziller, Moritz Streule, Jes Andresen, Rainer Streule, Sven Thomas, Maximilian Kinzler (1), Martin Strobel, Mathis Berkes.

Zweite Mannschaft der wU16 belohnt sich in der Zwischenrunde

Nachdem unser Team in der Gruppenphase mit nur einem Sieg gegen Böblingen den letzten Platz in der Gruppe A belegt hatte, ging es am Wochenende in Heidelberg in der Zwischenrunde der Oberliga gegen die 4. bis 6. Platzierten der beiden Gruppen auch etwas um Wiedergutmachung. Durch krankheitsbedingte Ausfälle traten wir mit einem reinen U14 Kader und nur einer Wechslerin an, hatten jetzt aber mit Franz einen erfahrenen Coach auf der Bank.

Im ersten Spiel ging es gleich erneut gegen Böblingen. Zunächst neutralisierten sich beide Team weitgehend, bis in der 10. Minute ein Ball an der rechten Bande durchrutschte und Böblingen die erste echte Chance zum 0:1 verwertete. In der 2. Halbzeit wurde das Spiel offener. Zunächst konnte der VfB zwei Strafecken nicht nutzen, musste aber auch eine gegen Böblingen abwehren. Dann war es in der 22. Minute Lenja nach einem Pass von Flori, die an der linken Bande mit ihrer engen Vorhanddrehung und einem schönen Rückhandzieher gleich zwei Abwehrspielerinnen stehen ließ und den Ball zum 1:1 Ausgleich ins lange Eck legte. Böblingen blieb jedoch gefährlich und nutzte nach einem Pass durch die Mitte die nächste Chance zur erneuten 1:2 Führung. Franz reagierte und ließ die Stürmerinnen ein offensiveres Pressing spielen. Das zahlte sich kurze Zeit später aus, als Lenja einen Ball abfing und nach einem Rückhandzieher vom Schusskreisrand aus aufs Tor bringen konnte. Er war nicht sehr hart geschossen, rutsche der Torfrau aber unter dem Fuß durch zum erneuten Ausgleich. Jetzt blieb unser Team in der Offensive. Eine von Lucie schön halbhoch an der Torfrau vorbeigeschlenzte kurze Ecke wurde von einer Abwehrspielerin auf der Linie mit dem Schläger abgefangen, eine weitere blieb an der Torfrau hängen. Dann war es eine Minute vor Schluss Maya, die nach eine Dribbling über die rechte Seite mit einem Schlenzer ins lange Eck den 3:2 Siegtreffer erzielte.

Im nächsten Spiel gegen Heidelberg 2 agierte unser Team zunächst wieder etwas defensiver. In der 3. Minute kam Henrieke zu einem ersten Abschluss, den die Torfrau mit dem Fuß abwehrte. Danach dauerte es bis zur 9. Minute, bis Flori ein Pass durch die Mitte auf Henrieke gelang. Die Torfrau verkürzte gut den Winkel und wehrte sowohl ihren Schuss als auch Nachschüsse von Lotta und Henrieke ab, bis ein weiterer Versuch von Henrieke am Pfosten landete. Kurz darauf musste Eileen sich das erste Mal strecken, als eine Heidelbergerin direkt vor ihr an den Ball kam. Trotz klarem Chancenplus ging es mit einem 0:0 in die Pause. Trotz drückender Überlegenheit wurde Schuss um Schuss von den Heidelbergerinnen und insbesondere von der starken Torfrau abgewehrt. Auch eine von Lotta herausgeholte Strafecke, die zu einer weiteren führte, brachte kein zählbares Ergebnis. Erst in der Vorletzte Minute gelang Flori ein Pass auf Lenja, die frei auf die Torfrau zulief, sie mit einem schönen Rückhandzieher aussteigen ließ und den Ball zum sehnlichst erwarteten 1:0 Siegtreffer ins Tor chippte.

Zuletzt ging es dann gegen den AC Weinheim um den ersten Platz in der Zwischenrunde. Hier war es in der 3. Minute zunächst Maya, die nach einem schönen Dribbling das Tor nur knapp am langen Pfosten verfehlte. In der 7. Minute gelang eine schöne Kombination, Lucie spielte auf Lenja im Mittelkreis die direkt auf Henrieke weiterleitete, der vom Schusskreisrand aus mit einer Direktabnahme ins rechte Eck das 1:0 gelang. Nachdem eine Folge von drei Weinheimer Strafecken abgewehrt werden konnte, holte Maya kurz vor der Pause die erste Ecke für den VfB heraus, die Lenja nach Ablage durch Lucie sicher flach links unten zum 2:0 verwandelte. Noch vor der Pause erzielte Weinheim, auch durch eine kurze Ecke, den Anschlusstreffer zum 2:1. Zu Beginn der zweiten Halbzeit musste Eileen noch einmal mit einer Parade gegen eine Angreiferin klären. Ansonsten gelang es unserem Team mit aggressivem Forechecking die Gegnerinnen im Aufbau zu stören und immer wieder eigene Chancen zu kreieren. Am Ende blieb es aber bei knappen aber verdienten 2:1 Sieg.

Damit geht es am kommenden Wochenende bei der Finalrunde in Mannheim für unser Team um die Plätze 5 bis 8. Das war heute auch dem guten Coaching von Franz zu verdanken, vor allem aber einer tollen Energieleistung unseres kleinen Kaders, der mit nur einer Wechslerin bis zu Schluss Vollgas gegeben hat.

Es spielten:
Maya, Lucie, Flori, Eileen (TW), Lotta, Henrieke und Lenja

Trainer:
Franz

Schiedsrichterin:
Hanna

wU14 erzielt Achtungserfolg in Böblingen und Heidelberg

Nachdem unsere wU14 Regionalliga-Mannschaft am letzten Wochenende beim Heimspieltag gegen den HC Heidelberg II, den HC Ludwigsburg und den TSV Mannheim leider nicht punkten konnte, trat das Team, unterstützt von Leia und Luisa, am Samstag als 2. Team der wU16 in Böblingen in der Oberliga an. Kurz vor Beginn des ersten Spiels gegen den SSV Ulm wurde klar, dass unsere Torfrau heute nicht spielen könnte, und so kam spontan Luisa zu ihren Debut im Tor. Unser Team trat sehr konzentriert auf und verteidigte mit vollem Einsatz. Auch Luisa machte ihre Sache sehr gut, war aber Anfang der 2. Halbzeit einmal machtlos gegen einen platzierten Flachschuss einer Stürmerin, die einmal frei vor ihr zum Schuss kam. Unsere wenigen Chancen konnten wir leider nicht nutzen und so ging das Spiel knapp 0:1 verloren.


Zum 2. Spiel war kurzfristig Eileen angereist, das brachte zusätzliche Stabilität ins Spiel. Wir starteten offensiv und bereits in der 2. Minute bediente Luisa Lenja an der linken Bande. Die zog mit einem schönen Vorhanddreher an zwei Abwehrspielerinnen vorbei in die Mitte. Ihr Schuss wurde abgewehrt und landete bei Leia, die keine Probleme hatte den Ball flach zum 1:0 zu versenken. Nachdem Böblingen in der 10. Minute der Ausgleichstreffer gelang, war es fast im direkten Gegenzug Maja die eine Kurze Ecke herausholte. Dieses Mal war es Lenja selbst, die nach einer Ablage von Lucie die erneute Führung erzielte. Doch Böblingen gab nicht auf und glich noch vor der Halbzeit durch eine Kurze Ecke erneut zum 2:2 aus. In der 18.Minute brachte Lenja uns mit einem Solo über links erneut 3:2 in Führung. Dieser knappe Vorsprung wurde in den folgenden Minuten tapfer verteidigt, und auch aufgrund einer schönen Parade von Eileen in den letzten Sekunden sicher über die Zeit gebracht.

Mit diesem Motivationsschub im Rücken ging es für die wU14, dieses Mal unterstützt von Lotti, am Sonntag zum letzten Regionalliga Vorrundenspieltag nach Heidelberg.
Gegen die erste Mannschaft der Gastgeberinnen konnten wir zunächst bis zur Halbzeit ein 0:0 halten, mussten uns dann aber doch klar mit 0:3 geschlagen geben.

Dann ging es im letzten Vorrundenspiel gegen den Bietigheimer HTC, der sich noch gute Chancen auf die Final 4 ausrechnete. Wir starteten sehr konzentriert mit gutem Druck auf das gegnerische Aufbauspiel. Das zahlte sich bereits in der 2. Minute aus, als Lenja einen an der rechten Bande abgefangenen Ball direkt auf Maya durchsteckte, die nicht lange fackelte sondern mittig vom Schusskreisrand direkt flach ins lange Eck das 1:0 erzielte. Kurz darauf bediente Flori Henrieke auf links, die ging den Schusskreisrand entlang in die Mitte und legte auf für Maya. Deren abgefälschten Schuss konnte die Torfrau parieren, aber Lenja war zur Stelle, um den Ball mit der Rückhand über den Schoner ins Tor zu lupfen. Kurz darauf hatte Maya das nächste Tor auf dem Schläger die Torfrau war bereits geschlagen, aber sie schlenzte den Ball aus spitzem Winkel über das Tor. Im weiteren Verlauf agierten Lucie, Flori und im Wechsel mit ihnen Lotta in der Verteidigung und im Spielaufbau sehr sicher, so das Bietigheim kaum zu Chancen kam. Und wenn doch mal ein Ball durchrutschte klärte Eileen gewohnt souverän. Mitte der zweiten Hälfte legte Lotti noch einmal gut für Lenja auf, die mit einem halbhohen Schlenzer an der Torfrau scheiterte. So blieb es am Ende bei einem ungefährdeten 2:0 Sieg, der uns in der Tabelle den 7. Platz vor den Kickers sicherte.

Diese beiden Siege an diesem Wochenende waren auch dem guten Coaching von Maxime und in Heidelberg auch Frieda zu verdanken. Am kommenden Wochenende geht es in der Finalrunde in Ludwigsburg um Platz 5 bis 8.


Es spielten:

wU16 OL: Lenja, Lucie, Lotta, Luisa, Leia, Henrieke, Maya, Flori und Eileen (TW)
wU14 RL: Eileen (TW), Flori, Maya, Lenja, Lucie, Henrieke, Lotti und Lotta

Trainer: Maxime und Frieda

Schiedsrichter*innen: Julian und Jana

Letzter Hallenspieltag mit einer guten Steigerung

Die Herren III hatten ihren letzten Hallenspieltag bei der TSG Reutlingen. Das erste Spiel gegen den Aufstiegsaspiranten HC Esslingen ging 0:11 (0:5) verloren. Mit acht Spielern war man auf dem Platz äußerst nachlässig in der Zweikampfführung und generierte erst fünf Minuten vor Schluss ihre einzige Torchance. Erwähnenswert war, dass Andi Höschele eine hart geschossene Ecke von der Linie kratzte und auch Torhüter Hendrik Niemax im Eins gegen Eins häufig der Siegerwar. Trotzdem war der VfB zu harmlos, während die Esslinger befreit aufspielten.

Im zweiten Spiel setzte Trainer Steven Krietsch auf eine offensivere Deckung gegen den Mannheimer HC IV, einem gestandenen Kader aus ehemaligen Topspielern, die bereits Reutlingen stark an die Wand spielten. Mannheim führte nach 12. Minuten 0:4 bis Keeper Hendrik Niemax sich bei einem Zweikampf am Knie verletzte. Der VfB musste nun sogar ohne Torwart spielen. Doch das Überzahlspiel begann erfolgreich. Im ersten an der Bande durchgesteckten Ball ließ Marius Gschwendtner prallen für Florian Wondratschek's Anschlusstor durch die Beine. Mit 1:5 ging es in die Pause.

Dann zauberten auch die Stuttgarter: Bene Zürn gelang es mehrmals, die Lücken beim MHC zu erkennen und konnte mehrmals clever durchpassen. Unser isländischer Verteidiger Finn Tryggvason ließ einmal mit einer coolen Drehung drei Mannheimer aussteigen, dessen Angriff Christian Schneefuß zum nächsten VfB-Tor vollendete. Postwendend traf Mannheim wieder und konnten eine Ecke und einen Siebenmeter gegen einen Feldspieler verwandeln - es war fair, dass sie diese immer flach schossen! Dann zog Mittespieler und VfB-Youngster Samuel Zerrweck überragend auf der linken Seite an und konnte den Keeper mit einem Flachschuss gut verladen, sodass Marius Gschwendter den Ball passend im Stürmermanier über die Linie drückte. Eine Minute später wieder dasselbe Bild: Justus Blönnigen erobert im Halbfeld denn Ball, Zürn gibt links auf Wondratschek, der dann hart nach rechts auf Schneefuß ablegte, der den Schuss in die kurze Ecke zum 4:7-Anschlusstreffer erzielte - nur noch acht Minuten waren auf der Uhr. Ein paar Abspielfehler der Stuttgarter wurde jedoch direkt vom MHC bestraft, sodass man sich hier wieder Ecken und drei Gegentore fing. In der Abschlussszene steckte Gschwendter wieder rechts über die Bande auf Wondratschek perfekt durch, der dann zum 5:10 verwandelte. Die dritte Herren verabschieden sich als amtierender Tabellenvorletzter mit sechs Punkten und einem Torverhältnis von -46 aus der Hallensaison, was für den Klassenerhalt reichen könnte. Rechnerisch könnte Heidenheim die Stuttgarter mit zwei Siegen noch im März einholen, was aber als unwahrscheinlich gilt. Trotzdem steht das Projekt Herren III, das es seit 12 Jahren gibt, traurigerweise auf der Kippe, da in dieser Saison nur mit Müh und Not ein Kader zusammenkam. Danke an Steven und Andi für die Organisation in dieser Saison!


Hinten von links nach rechts: Christian Schneefuß (2), Florian Wondratschek (2), Bene Zürn, Hendrik Niemax, Trainer Steven Krietsch, Marius Gschwendtner (1)
Vorne von links: Finn Tryggvason,  Andreas Höschele, Justus Blönnigen, Samuel Zerweck