Spielberichte

Umkämpftes Pokalfinale der wU16 gegen die Kickers

Am Sonntag endete die Feldsaison für unsere wU16 mit dem Pokalfinale gegen die Mannschaft der HTC Stuttgarter Kickers I, die zuvor in der Regionalliga angetreten war.
Trainer Franz setzte von Beginn an auf eine äußerst offensive Taktik. Bereits in der ersten Minute gelang Lenja ein schöner Lauf über die rechte Seite bis zur Grundlinie und weiter in den Schusskreis. Ihre Ablage konnte jedoch abgefangen werden. Kurz darauf fing Lotta einen Querpass im Spielaufbau der Kickers ab, schirmte den Ball stark ab und legte auf Emma zurück. Diese schlenzte den Ball trocken zum 1:0 ins rechte Eck. In der 6. Minute eroberte Emma erneut den Ball und drang, verfolgt von vier Abwehrspielerinnen, bis in den Schusskreis vor. Dort kam sie jedoch nicht mehr zum Abschluss. Anfangs stand die VfB-Abwehr sehr sicher, doch in der 10. Minute nutzten die Kickers ihre erste Strafecke zum Ausgleich. Die Gegnerinnen hielten den Druck hoch, aber Aurelia verhinderte mit einer starken Parade zunächst einen weiteren Gegentreffer.

Kurz vor Ende des ersten Viertels holte Lotta die erste Strafecke für den VfB heraus. Der hoch geschlenzte Ball wurde jedoch von der Torhüterin abgewehrt. Mitte des zweiten Viertels wurde der VfB wieder stärker. Emma erkämpfte eine weitere Strafecke, doch diesmal klappte die Ablage nicht wie geplant. Nun blieb unser Team in der Offensive, doch ausgerechnet in dieser Drangphase liefen wir in einen Konter, den die Kickers zur 2:1-Führung nutzten. Kurz vor der Halbzeit hatte Lenja mit einem Schlenzer vom Schusskreisrand noch eine gute Ausgleichschance, die jedoch sicher abgewehrt wurde. Eine Strafecke der Kickers in der 35. Minute konnte Aurelia entschärfen. Danach gab es nur noch wenige Entlastungsangriffe, aber Alix und Yaelle hielten die Defensive zunächst gut zusammen. Kurz vor Ende des dritten Viertels gelang den Kickers dennoch der Treffer zum 3:1. Eine große Chance zum Anschlusstreffer leitete Lucie ein, die Lotta auf der rechten Seite in den Schusskreis schickte. Nach deren Hereingabe in die Mitte scheiterte Emma zunächst an der Torfrau und setzte den Nachschuss nur knapp am Pfosten vorbei. Wenig später kam Lenja erneut bis an den kurzen Pfosten durch, und Mathilda konnte am langen Pfosten nur durch ein Foul gestoppt werden. Die daraus resultierende Strafecke blieb jedoch erneut ungenutzt.
In der Schlussminute wurde eine weitere VfB-Strafecke sogar auf der Linie geklärt. So blieb es trotz eines engagierten Auftritts bei der knappen Niederlage.

Nach einer starken Leistung gegen einen hochklassigen Gegner durfte sich unser Team dennoch über die Silbermedaille freuen. Wie bereits in der Oberliga belohnte sich die Mannschaft auch im Pokal mit einem hochverdienten zweiten Platz. Ein großes Lob geht an die gesamte Mannschaft, die unter der Leitung von Trainer Franz in dieser Saison erneut einen großen Schritt nach vorne gemacht hat. Auf dieser Leistung lässt sich für die kommende Saison hervorragend aufbauen.


Im Bild:
Charlotte K., Henrike, Leia, Mathilda, Sara, Charlotte L., Flori, Yaelle, Emma, Eileen, Nora, Aurelia (TW), Lucie, Luisa, Lotta, Alix, und Lenja

Trainer:
Franz

Schiedsrichterin:
Clara

Herren II holen nächsten Sieg

Bad Cannstatt – Der VfB Stuttgart II macht über lange Strecken ein gutes Hockeyspiel und gewinnt gegen den SSV Ulm II 2:0 (1:0).

Am Samstag traf der VfB auf den Mitaufsteiger SSV Ulm II, gegen die sie erst vor wenigen Monaten ein 1:2-Auswärtserfolg einfahren konnten. Nach einem Heimerfolg gegen den HC Tübingen war der VfB optimistisch, dass sie weiter an ihren guten Leistungen ansetzen konnten. Da der Cannstatter Wasen kurzzeitig während Überfüllung gesperrt wurde, unterstützen mehrere Wasengänger die Partie vom P9-Parkplatz lautstark. Die eigentlich Party lief dann eigentlich auf den Platz:

Der SSV Ulm II hat ähnliche Voraussetzungen wie der VfB, die sowohl mit jahrgangälteren und jüngeren Spielern anreisten. Die Stuttgarter dominierten im ersten Viertel die Begegnung und kamen gleich mehrmals zu gefährlichen Schusskreisszenen. Gute Vorstöße von Julian Siller auf der linken und Eirk Fuchs auf der rechten Seite setzten den SSV oft unter Druck, die einen langsameren Spielaufbau hatten. Die beiden Stuttgarter Schiedsrichter hatten allerlei zu tun, da sie gleich über drei gefährliche Bälle im Ulmer Schusskreis entscheiden mussten, über dessen Auslegung beidseitig Diskussionsbedarf bestand. In der 10. Minute war es ein Eindringen über die rechte Seite durch Levi Gläsle, der nach einer Hundekurve nicht typicherweise abspielte, sondern den Ball clever mit der Rückhand ins kurze Toreck zum 1:0 bugsierte. Dann folgte auch im zweiten Viertel eine Sturm und Drang-Phase, bei denen die Hauptstadtschwaben durchaus wieder über Ecken die Möglichkeit gehabt haben, die Führung ausbauen, aber zwei Hochkaräter wurden verstoppt oder anderweitig vertändelt. Bei einer guten Kontersituation verletzte sich Finn Moll bei einem Sprint am Bein und musste langsam vom Feld gehen. Die Ulmer bekamen dann in der 25. Minute über leicht schwächeres Defensivverhalten der Stuttgarter mehr Räume und drangen ebenfalls vier Mal gut in den Schusskreis ein. Zweimal konnte der Stuttgarter Keeper gut halten und in der 28. Minute tauchte ein Ulmer allein vor ihm auf und mit einer schnellen Parade auf dem Boden konnte er einen halbhohen Schlag irgendwie noch um den Torpfosten lenken und hielt die Führung in der ersten Hälfte fest.

In der zweiten Hälfte war das zweikampfbetonte und intensive Spiel weiterhin voll im Gange, doch langsam schwanden bei beiden Teams die Kräfte. In der Defensive ließ der VfB nur zwei harmlose Abschlüsse zu, während sie sich vorne recht ansehnlich in den Kreis kombinierten, aber im entscheidenden Moment ihre Abschlussmöglichkeiten verpassten. Die in Tracht ausgestatteten Wasen-Zuschauer machten sich mit „1893“-Fangesängen auch hörbar bemerkbar. Ein Powerplay des VfB wenige Minuten vor dem Ende des dritten Viertels hätte ein Tor verdient gehabt, aber genauso verdient der Schlussmann der Gegner Respekt, in Unterzahlsituationen im eigenen Schusskreis ein Tor zu verhindern. Der VfB schwächte sich noch mit einer grünen Karte, konnte aber im letzten Viertel das erlösende 2:0 durch eine kurze Ecke von Maxi Kinzler erzielen. Eine letzte Parade des Stuttgarter Keepers setzte das Ende und sicherte die Null.

Für den VfB spielten:
Hendrik Niemax (TW), Robin Rösslein, Steven Krietsch (K), Julian Siller, Julian Berkmann, Malte Lesche, Brandon Kieser, Tom Ziller, Lauri Reinmüller, Jes Andresen, Finn Moll, Levi Gläsle (1), Norbert Wünsch, Erik Fuchs, Maximilian Kinzler (1), Christian Schneefuss und Christian Enderle.

 

Klarer Heimsieg sichert der wU16 den Einzug ins Pokalfinale

Am Samstag empfing unsere wU16 im Pokalhalbfinale den TSV Mannheim II auf heimischer Anlage. Bereits vor dem Anpfiff gab es erfreuliche Nachrichten: Nach langer Verletzungspause feierte Emma ihr Saisondebüt.

Auf dem Platz benötigte unser Team zunächst etwas Zeit, um ins Spiel zu finden. Die ersten Abschlüsse waren noch zu ungenau, und nach vier Minuten erspielten sich die Gäste zwei Strafecken. Aurelia war jedoch beide Male zur Stelle und hielt ihren Kasten souverän sauber. Auch unsere ersten beiden Strafecken Mitte des ersten Viertels brachten noch keinen Erfolg. Es fehlte weiterhin die letzte Präzision im Abschluss, sodass es torlos in die erste Viertelpause ging.
Ein starker Sololauf von Lenja führte zur nächsten kurzen Ecke, doch auch diese verfehlte ihr Ziel. Erst in der 20. Minute fiel die verdiente Führung: Flori führte einen Freischlag schnell aus und setzte Lucie in Szene. Diese zog halbrechts in den Kreis, schlängelte sich im Slalom durch vier Abwehrspielerinnen und schlenzte den Ball halbhoch zum 1:0 ins Netz.

Trotz weiterer guter Chancen blieb es bis zur Halbzeit bei diesem Spielstand. Drei weitere Strafecken wurden von der Mannheimer Torhüterin entschärft.
Auch die zweite Hälfte begann mit einer vergebenen Strafecke, doch in der 40. Minute gelang schließlich das wichtige 2:0. Lenja drang über die rechte Seite in den Schusskreis ein und legte zurück auf Leia. Deren Schuss auf die lange Ecke wurde zwar noch abgefangen, doch Emma stand goldrichtig und schob den Abpraller ins Tor.
Mit diesem Treffer war der Bann gebrochen. Nur eine Minute später setzte sich Mathilda auf der linken Seite durch und spielte den Ball auf Höhe des Siebenmeterpunkts. Dort nahm Emma die Vorlage an und chippte den Ball zum 3:0 ins Netz. Auch wenn zwei weitere Strafecken ungenutzt blieben, erhöhte Alix wenig später per kurzer Ecke auf 4:0. Ihr hoch geschlenzter Ball in Richtung rechtes Eck wurde noch von einer Abwehrspielerin berührt und landete dennoch im Tor.

Kurz vor Ende des dritten Viertels spielte Flori von halbrechts einen scharfen Pass auf Mathilda, die den Ball zentral am Kreisrand kontrollierte und platziert ins linke untere Eck zum 5:0 einschob. Wenig später erhöhte Lenja nach Vorarbeit von Leia aus ähnlicher Position mit einem Schuss ins rechte untere Eck auf 6:0. Auch danach boten sich zahlreiche Chancen, bei denen sich die Mannheimer Torhüterin mehrfach auszeichnen konnte. In der 58. Minute kombinierte sich unser Team erneut sehenswert zum Erfolg: Mathilda bediente von links außen Lenja, die zwei Gegenspielerinnen aussteigen ließ und zum 7:0 ins rechte untere Eck traf. Den Schlusspunkt setzte Lucie wenige Sekunden vor dem Abpfiff. Nach einer schönen Ablage von Emma umkurvte sie die Torhüterin und erzielte den Treffer zum 8:0-Endstand.

Mit einer starken Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit und einem auch in dieser Höhe verdienten Sieg zieht unsere wU16 ins Pokalfinale ein. Dort trifft das Team am 18. Oktober 2026 auf den HTC Stuttgarter Kickers I.


Es spielten:
Emma, Nora, Leia, Sara, Mathilda, Flori, Yaelle, Eileen, Aurelia (TW), Lucie, Lenja, Luisa, Alix und Lotta

Trainer:
Maxime

Schiedsrichter:
Daniel und Eli

Herren II gewinnen gegen HC Tübingen

Die H2 des VfB Stuttgart traten am Samstag gegen den HC Tübingen mit einem Kader aus älteren und jüngeren Spielern an. Seit Bereitstellung der vorliegenden Daten, also seit mind. 2002, konnten die Herren II nicht mehr zuhause auf dem Feld gegen Tübingen gewinnen. Doch diesmal waren die Stuttgarter besser vorbereitet und spielten auf Augenhöhe mit. Nach einem schönen Durchbruch auf der rechten Außenbahn war es Malte Lesche, der den VfB mit 1:0 in Führung brachte. Mit wenigen Wechslern war Tübingen eher nicht in der Lage, gegen den etwas breiter aufgestellten VfB ihr schnelles Angriffsspiel zu spielen, sodass die Stuttgarter defensiv aufmerksam waren. Die Zuschauer*innen sahen ein Spiel zweier württembergischen Traditionsmannschaften, bei denen auch schon die Hälfte gefühlt ewig dabei ist, welche einfach immer noch so sehr Spaß und Begeisterung am Hockeysport haben. Beide Teams spielten sehr mannschaftsdienlich und konnten teilweise auch technisch gute Spielzüge zeigen - für eine mittlerweile letzte Liga ein sehr professionelles Hockey. Spielerisch gab es noch die ein oder andere Schusskreisszene noch in der ersten Hälfte. Richtig stark setzte sich dann abermals Malte Lesche rechts durch, ein Torschuss wurde noch vom HCT-Keeper pariert, ehe Christian Enderle sogar noch zum 2:0 stellte. Auch in der zweiten Hälfte sah man ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Tübingen auf ein Tor drängelte und nach mehreren Anläufen auch noch das 2:1 schießen konnte.

Beide Teams ließen im letzten Viertel gute Torchancen liegen, der VfB vergab die Vorentscheidung aus einer Kontersituation wenige Minuten vor Schluss. Bis zum Ende war die Begegnung offen gestaltet, aber diesmal, nach all' den Jahren, setzte sich der VfB mit 2:1 erfolgsreich durch. Nächste Woche kommt es zum Showdown mit dem SSV Ulm II in der Landeshauptstadt, welche nach zwei Niederlagen ebenfalls auf dem ähnlichen Niveau sein dürften.

Für den VfB spielten:
Justus Blönnigen (TW), Steven Krietsch (C), Benedikt Zürn, Julian Berkmann, Fabian Gurrath, Malte Lesche (1), Maxime Menke, Moritz Streule, Finn Moll, Levi Gläsle, Nils Kegler, Erik Fuchs, Alessio Gualtieri, Christian Enderle (1).

Herren II verlieren Auftakt gegen Bietigheim

Stuttgart – Der VfB Stuttgart II verliert sein erstes Spiel der 2. Verbandsliga gegen den Bietigheimer HTC II mit 0:4 (0:4).

Am Sonntag mussten die zweiten Hockeyherren des VfB Stuttgart ihr erstes Heimspiel in der neuen 2. Verbandsliga spielen. Der Verband löste die 3. Verbandsliga auf und hat jetzt zwei Staffeln in der 2. Verbandsliga, die sich mit Ausnahme von Konstanz zwischen Baden und Württemberg aufteilt. Es ist aus historischer Sicht recht schade, dass der Breitensportbereich im Hockey auf dem Feld in Baden-Württemberg offenbar leicht rückläufig ist. Hatte man bis 2021 noch vier Verbandsligen bei den Herren, sind es jetzt nur noch zwei. Gewisse Bedenken einer wachsenden Leistungsheterogenität ist durch eine Ligenzusammenlegung nicht von der Hand zu weisen, sodass sich Amateur- und Freizeithockeymannschaften oder Teams mit wenigen Spielern eher seltener in einem leistungstechnisch anspruchsvollen Ligabetrieb anmelden. Dabei ist Hockey eine der wenigen Mannschaftssportarten, die bis ins hohe Alter betrieben werden kann und auch für viele der favorisierte Breitensport ist, wenngleich dieser Sport vom Ehrenamt lebt. Ligen, in denen Spaß und Teilhabe im Vordergrund stehen, sind aus gesellschaftlicher Sicht wichtig und eben auch unterjährig regelmäßig.

Für das erste Saisonspiel konnte der VfB eine recht starke zweite Herrenmannschaft aufstellen und versuchte zu Beginn, in einem rautenähnlichen System die Bietigheimer in Schach zu halten. Der BHTC konnte einige Angriffe gut starten und der VfB war sehr viel mit dem Verteidigen beschäftigt. In der 8. Minute kassierte man das erste Gegentor, hatte dann aber zwei kleine Schusskreisszenen, die aber ungefährlich blieben. Im zweiten Viertel spielten die Stuttgarter sehr fehleranfällig und ließen zum Teil ihre Gegenspieler wegziehen. Überzahlsituationen konnten die Bietigheimer sehr effizient nutzen, holten einige Ecken heraus und überspielten einige Spieler mit Hoppelbälle in den Kreis – ein 0:4 zur Pause war deutlich.

Besser lief es in der zweiten Hälfte, insgesamt wirkte der VfB in einer von Steven Krietsch ausgetüftelten Taktik deutlich griffiger und konnte auch selber zwei gute Torchancen herausspielen, die am langen Pfosten knapp verpasst wurden. VfB-Stürmerneuzugang Lukas Happle machte im Angriff ebenfalls einen sehr guten Job. Defensiv leistete man sich deutlich seltener Fehler und Torhüter Justus Blönnigen hielt zwei kurze Ecken stark. Im letzten Viertel spielten die Hauptstadtschwaben noch besser und hatten wirkliche Hochkaräter als Chancen, die mindestens ein Tor verdient gehabt hätten. Der BHTC-Keeper parierte einen halbhohen Schrubberschlag und einen freien Schuss ins lange Eck jedoch gut. So blieb es bei dem 0:4 und es verbleiben fünf weitere Spiele bis zum Hinrundenende, um die ersten Punkte in der neuen Liga für den VfB einzufahren.


Für den VfB spielten:
Justus Blönnigen im Tor, Volker Reif, Steven Krietsch (C), Benedikt Zürn, Florian Wondratschek, Julian Berkmann, Brandon Kieser, Tom Ziller, Philipp Arnold, Finn Moll, Levi Gläsle, Lukas Happle, Nils Kegler, Norbert Wünsch, Erik Fuchs, Leon Dietrich, Christian Enderle